Ökologisch und Sozial-Hoffnung…oder Qual?

Schwarz und Weiß; Ying und Yang; Ökofundi und Wirtschaftsfreak…
Aus These und Antithese wird die Synthese. Die Wahrheit, ich bezweifle ja dass es „die eine Wahrheit“, gibt liegt fast immer irgendwo in der Mitte.

Ich glaube- oder ich fürchte- dass es beim Umweltschutz nicht viel anders ist.

Es gibt da die Umweltschützer, dort die rein wirtschaftlich interessierten, die die Umweltschützer „Naturfundis“, die ethisch korrekt denkenden „Gutmenschen“ beschimpfen.

Dazwischen gibt es eine breite Masse, die zwar an das Morgen und an die Umweltfolgen rein wirtsschaftlich denkender und  agierender Menschen denken, aber nicht auf den Komfort des bequemen Lebens verzichten möchten.

Die einen sehen  in den Möglichkeiten ökologisch- und fairen Einkaufs oder auch im Verzicht auf immer neue Produkte Hoffnung für die Zukunft, für die anderen sind die Gedanken an Umweltzerstöung oder sozialem Ungleichgewicht national wie international eine unnöte Qual nach dem Motto: Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied, auch wenn eine/r in einem Dorf irgendwo in Ostafrika geboren wird und der/die andere in einem Nobelviertel einer westlichen Stadt- mit ungleichen Zukunftschancen, die ungleicher nicht sein könnten.

Ökologisch und sozial zu handeln und zu denken ist unbequem. Zu unbequem in einer Welt, in der man alles hat was man zum Leben braucht. In der man über alle Maßen mehr hat, als man zum Überleben braucht. In dem unser Luxus auf dem Rücken jener getragen wird, die zum Überleben zu wenig und zum Sterben gerade ein bisserl zu viel haben.

Unangenehme Gedanken. Unbequem. Nicht dran denken, Wegschauen.

Ich glaube, nein ich fürchte, der Weg der Gesellschaft in eine sozial und ökologisch ausgewogen denkende Welt muss ein Weg der Mitte sein.

Wir müssen Wege finden, die es den Leuten nicht zu unbequem machen- das ist die Arbeit der Politik: Möglichkeiten und Anreize zu schaffen, die ökologisch und sozial denkende Menschen nicht zu sehr benachteiligen:

  • Eine Preispolitik zugunsten biologischer Artikel und fairer Produkte
  • Flächendeckender öffentlicher Verkehr mit kurzen Intervallen
  • Möglichkeiten zum car-shearing
  • Förderungen kleiner sozial agierender Betriebe
  • eine dem Umweltschutz förderliche Infrastruktur, z.B. Recycling-Inseln in der Wohn-Nähe
  • Förderung lokaler Produkte hemmen automatisch unnötigen Transit-Verkehr (wozu Butter aus Irland??)

Wir müssen uns aber auch alle selber an der Nase nehmen, ein paar Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen und auch Lernen, den Kopf nicht in den Sand zu stecken und weg zu schauen.

Ein friedliches Leben miteinander und nebeneinander kann nur gehen, wenn es allen gut geht.

Terror kann nur vorübergehend mit Gegengewalt bekämpft werden. Langfristig und global lassen sich auch Terrornester nur besiegen wenn es den Menschen besser geht, alle Menschen Zugang zu Bildung und genug Nahrung sowie sauberem Wasser haben.

Wenn alle Menschen Toleranz und Feinfühligkeit anders denken gegenüber haben und auch selber auf diese Toleranz stossen.

Ökologie und soziales Miteinander sind eng miteinander verwoben und genau betrachtet läßt es sich ökologisch und sozial gut leben- mit nur einem Minimum an Komfortverlust- aber nicht ohne Brechen der gewohnten Bahnen. Nicht ohne Umdenken. Nicht ohne den Kopf aus den Sand zu nehmen. ->Mit einem Riesen gewinn für die Natur, die Umwelt und die globale Menschheit.

Ökologisch und Sozial sind die Fundamente einer für alle Menschen tragfähigen Zukunft und nur für sture Blindgänger wirklich eine Qual!

Ein Kommentar

  • Mag. Michael Stacher

    Bravo, ein sehr guter Artikel, jeder kann dazu beitragen durch kleine Taten wie Autoverzicht, Wärmedämmung, weniger Flugreisen usw. dazu beitragen nachaltiger zu leben.

    Liebe Grüße, Michael

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