Von Tierliebe und Tierliebe

„Mami, ist das Fleisch eh oobisch?“ „Bitte wie? Ob es was ist?“

Meine Kleine sitzt am Tisch, vor Ihr ein Teller mit Hühnerschnitzerl und Kartoffeln.

„Ach so, ob es biologisch ist? Natürlich!“

Meine Kinder sind im Gegensatz zu mir Fleischesser, überhaupt die Tochter ist ein kleiner Fleischtiger.

Was den Fleischkonsum betrifft gibt es bei uns in der Familie aber einen Grundsatz: Es gibt nur Fleisch aus biologischer, artgerechter Tierhaltung. Nach dem Motto „Weniger ist Mehr“ gibt es wenig, dafür qualitativ hochwertiges  Fleisch mit vielen Gemüsebeilagen.

Und hier ist ein Punkt, an dem ich die meisten Menschen nicht verstehen kann. Für mich ist Tier Tier.

Die meisten meiner Mitmenschen scheinen aber klar zu unterscheiden zwischen Haustier und Speisetier.

Bei Haustieren geht das Herz der Menschen auf. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, aber ich kann nicht verstehen, wenn einerseits Tierschützer auf die Barrikaden gehen um Hunde in Ländern des Ostens vor der Todesspritze zu retten und dafür enorme Kräfte zu deren Schutz mobilisieren und gleichzeitig Nutztiere wie Schweine oder Rinder in grausamen Farmen zum Zwecke billiges Fleisch zu erzeugen unnötig gequält werden.

Als ich noch als kleines Mädchen in die Volksschule ging, sammelte ich mal für den Wiener Tierschutz-Verein Unterschriften. Der Slogan „Auch Nutztiere sind Schutztiere“ klingt mir noch immer in den Ohren. Warum haben das so viele Menschen noch nicht verstanden? Warum endet die Tierliebe vieler Menschen am Preis für das Schnitzel, wo es doch um wenig Geld mehr neben weniger Tierleid auch wesentlich mehr Qualität gibt?

Ich bin dafür, Tier Tier sein zu lassen. Haustiere nicht zu vermenschlichen sondern als Tiere zu behandeln- natürlich mit dem Respekt, den sie verdienen.

Aber auch Nutztiere zu respektieren. Sich bewußt machen, dass sie ihr Leben für unseren Speiseplan lassen müssen. Und dafür verdien sie doch, wenigtens zeit ihres kurzen Lebens, artgerecht leben zu dürfen und auch möglichst human getötet zu werden. Soweit das überhaupt geht.

Natürlich muss man auch in der Medizin und der Kosmetik streng darauf achten, das Tierleid so gering als möglich zu halten. In diesem Bereich hat sich in den letzen jhren zum Glück schon sehr viel getan.

Meine Hündin Lisi schaut mich mit ihren treuen Augen an. Und ich weiß, dass leider auch um ihren Napf zu füllen, tierische Opfer notwendig sind.

Quelle: pixelio.de

2 Kommentare

  • Toller Beitrag, jedoch habe ich mal eine Frage. Wie kann ich diesen Beitrag zu meinem RSS Leser hinzufügen? Ich finde das Icon nicht. Danke

  • Liebe Sandra!

    Das entsprechende Icon müßte das orangefarbene Männchen mit der Zeitung (RSS-Symbol) ganz oben neben dem blauen Vogel sein.

    Silke

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