Der Mensch und die Entkopplung von der Natur

„Muuuutti! Du, ich hab mal ein Rätsel für Dich. Ein leichtes. Kannst Du sicher beantworten!“

Mein Sohn Paul sieht mich erwartungsvoll an. „Sag schon!“fordere ich ihn auf. „Sag Mutti, welches Tier ist das Klügste der Welt?“ Ich kenne meinen Großen, seine nüchterne naturwissenschaftliche Sicht der Dinge und weiß was er hören will.

„Der Mensch!“ sag ich. „Richtig!“ freut sich Paul. „Mutti, Du hast richtig geraten!“

Der Mensch, das klügste Tier? Der Mensch, Krone der Schöpfung nur ein Säugetier?

Unsere Umweltpobleme, die wir heute haben, wurzeln zum Teil sehr tief. Teilweise leider auch im Christentum.

Statt  „Achtet auf die Schöpfung “ steht in der Bibel:“Macht Euch die Erde untertan“ und manche Menschen interprtierten und interpretieren diese Bibelstelle so: „Beutet die Erde aus, zu eurem Nutzen!“

Wir Menschen sehen uns als eigenständige, von Rest der Natur sich abhebende Wesen. Wir Tiere? Nein!

Spätestens seit der Industrialisierung entkoppelt sich der Mensch von der Natur. Meint mit Technik alles lösen zu können.

Früher war das anders. Frühe Bauern und auch Fischer mußten mit der Natur leben, mussten sie deuten können und schätzten sie, da sie wußten dass ihr Lben von den Schätzen der Natur abhieng. In vielen indianischen Kulturen ist das noch immer so.

Wir sind Teil der Natur, und auch wenn wir uns erhabener, intelligenter als die anderen Wesen dieser Welt fühlen, so hängt auch unser Leben von einem intakten Ökosystem ab. Kein künstliches Umfeld der Welt kann das natürliche Umfeld erstzen. Auch der Versuch, eine künstliche Biosphere, vergleichbar unserer Erde, zu zeugen scheiterte nach nur 2 Jahren.

Kollabiert das Klima, spielen Regen und Stürme verrückt, fallen Ernten aus, so droht auch uns der Hungertod- und keine Fabrik der Welt könnte die Menschen dann vor der Katastrophe retten.

Ich möchte hier keine Weltuntergangs-Stimmung inszenieren. Liebe Leser, ich möchte Sie an dieser Stelle nur darauf aufmerksam machen, wie wichtig unser Kontakt- unser Band zur Natur ist.

Umso wichtiger ist es auch das natürliche Verhältnis der Kinder zur Natur zu stärken und nicht versiegen zu lassen, bzw. wieder zu knüpfen, wo das Band schon gerissen ist.

Kinder, die viel Naturkontakt habn dürfen, werden später auch zu umweltbewußten, naturorientierten Menschen. Das konnte ich auch in einer Studie beweissen, die ich gemeinsam mit Dr. Getzner von der Uni Klagenfurt erstellte und die im „International Journal of sustainable Society“ veröffentlicht wurde.

Auf meiner Homepagewww.naturundbildung.at finden Sie auch viele Tipps zu dem Thema sowie Kinderworkshops und Seminare für Erzieher/innen.Erzieher/innen.
Ich lade Sie auch auf meine Kinderseite ein. Hier finden Sie jede Menge Tipps zum Thema Kind und Natur, von eigenen Lieder, Geschichten und Gedichten bis zu Spielen in der Natur, Basteltipps und Tipps für Erzieher/innen.

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Foto: Jürgen Hüsmert, pixelio.de

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