Geschichte: Bruno Bär und die Laterne

 

Bruno-Bär

Bruno-Bär

Es war Herbst. Die Tage wurden würden kürzer und kühler und die Nächte länger. Wenn Bruno Bär sich nun  nachmittags nach der Bärenschule mit seinen Freunden traf, war es dann am Nachhauseweg schon fast dunkel. Bruno Bär fand den Weg zur seiner Bärenhöhle in der Dämmerung ziemlich unheimlich. „Was mach ich nur, wenn es noch dunkler wird?“ überlegte Bruno. Seine Taschenlampe war kaputt und wenn es im Winter dann schon spätnachmittags richtig finster werden würde, könnte es leicht passieren, dass der Bär über eine der Wurzeln stolpern könnte. Außerdem fürchtete sich Bruno Bär auch davor allein einen ganz dunklen Weg entlang zu gehen.

Da sah Bruno Bär eines Abends eine Gruppe Kindergartenkinder. Die Kinder gingen in Zweierreihe spazieren und jedes Kind trug eine bunte, hell erleuchtete Laterne vor sich hin. Bruno staunte und bewunderte die Kinderschar mit all den schönen Lichtern. „Wenn ich nur auch so eine schöne Laterne hätte!“ seufzte der Bär. Da kam die Kindergärtnerin auf Bruno zu und fragte: „na Bruno Bär! Gefallen dir unsere Laternen?“ „Oh ja!“ antwortete der Bär, „ich würde auch gerne so eine Laterne haben!“ Die Kindergärtnerin lächelte Bruno an und sagte: „Wir proben für unser Lichterfest. Aber wenn du willst, dann komme doch morgen nach der Schule in den Kindergarten. Du kannst eine Laterne basteln und mit den Kindern die Lieder fürs Lichterfest üben. „Gerne!“ Bruno Bär freute sich. Am nächsten Tag ging er sofort nach der Schule zum Kindergarten. Die Kindergärtnerin half ihm ein wenig bei der Herstellung seiner Laterne. Es wurde eine wunderschöne Laterne aus Papier, die Bruno Bär mit schönen Ornamenten und Mustern bemalte. Die Kindergärtnerin befestigte noch einen Draht und ein Tragestöckchen, dann war die Laterne fertig. Nachdem Bruno noch ein wenig mit den Kindern gesungen hatte, ging er nach hause. Aber an diesem Tag hatte er keine Angst vor dem dunklen Heimweg. Seine Laterne  beleuchtete den Weg hell.