COVID 19- Wie lange noch??

Mitte März veränderte sich unser aller Alltag. noch Ende Februar fuhr ich unbesorgt mit der übervollen U-Bahn in die Arbeit und geniere mich fast, dass ich über Covid 19 besorgten Schüler/innen zur Antwort gab, sie müssten sich nicht fürchten, das Virus sei so weit weg, Österreich sei nicht betroffen. Ich hatte die SARS Pandemie 2002/2003  vor Augen, die es nicht bis Österreich geschafft hatte und wähnte mich in Sicherheit. Ich war mir auch nicht der Gefahr des exponentiellen Anstiegs der Covid 19 Fälle bewusst. Ich hielt die Fallzahlen der COVID 19 Kranken Anfang März in Österreich für niedrig genug, dass mit Isolation der paar wenigen Betroffen die Krankheit sich nicht ausbreiten könnte. Aufgewacht bin ich erst, als in Italien die Fallzahlen explodierten. Wenn es in Italien ist, ist es bald bei uns, gruselte es mich. Und so war es auch.

Die Wissenschaft rechnete schon lang mit Pandemie

Die Wissenschaft rechnete schon länger mit dem Auftreten einer weltweiten Pandemie. Die Globalisierung, der Klimawandel und die Gier des Menschen, die ihn immer tiefer in unberührte Naturräume vordringen lässt, was Wildtiere zwingt, sich in immer enger werdenden Rest-Habitaten zu drängen, was wiederum deren Infektionsrisiko erhöht, dazu Wilderei und unhygienische Bedingungen auf Wildtiermärkten, sind einige der Faktoren, die das Auftreten neuer Krankheiten bzw. das Überspringen von Viren von Tieren auf den Menschen begünstigen. So schreibt auch die berühmte Primatenforscherin Jane Goodall das Auftreten von SARS-COV-2 dem rücksichtslosen Umzug der Menschen mit der Natur zu. Und schon 2008 simulierten US Forscher den Ausbruch einer Pandemie am Computer.

Ebola

Auch Ebola, das schrecklickliche hämorrhagische Fieber mit Blutungen und einer Sterblichkeit von bis zu 95% sprang auf die Menschen über, weil diese immer tiefer in den Dschungel vordringen und sich beim Erlegen und Zubereiten von Bush-Meat (vor allem Fledermäusen) anstecken können. Der bisher Schlimmste Ausbruch 2014 begründete sich dadurch, dass die ersten Fälle in Grezgebieten aufgetreten sind, das Virus sich so schell im mehreren Staaten verbreitete und bessere Straße für die noch schnellere Verbreitung des Virus sorgten. Der interationale Flugverkehr schürte damals die Angst, Ebola könnte sich bis Europa oder Amerika ausbreiten.

Die Schweinegrippe und Vorwürfe der Panikmache

Hätte Österreich scheller reagieren müssen, schneller die Grenzen nach Italien oder der Schweiz schlißen müssen? Vielleicht ja. Die Gefahr wurde sicher zu spät erkannt, anderseits sind die Bemühungen der Regierung gegen die Schweinegrippe 2009/2010 eher belächelt worden. Der Kauf von Schutzmasken wurde als Hysterie abgetan. Ein Artikel der österreichische Apothekerkammer erinnert dennoch ziemlich an die Tipps gegen SARS COV 19.

SARS COV-2

Der Erreger von Covid 19 (Corovirus desease), SARS COV 2 ist verwandt mit SARS COV-1 und MERS.Im Magazin Spektrum der Wissenschaft kann man über den Stammbaum der Pandemie nachlesen.

Sicher ist, dass SARS COV-2 erstmals in Wuhan aufgetreten ist. Auf einem Fischmarkt, auf dem auch Wildtiere angeboten werden. Das Virus ähnelt einem Coronavirus, der in Fledermäuse gefunden wurde, oder auch einem aus dem Pangolin. Das Pangolin ist eines der seltenste Säugetiere und massiv vom Aussterbe bedroht. Besonders in China fällt es immer wieder Wilderern zum Opfer, die das seltsame Tier wegen seienes zarten Fleisches jagen oder auch um die Schuppen in der traditionellen chinesischen Medizin zu Arzneimittel verarbeiten lassen.

Woher kommt SARS COV-2?

Coronaviren treten häufig auf, meist verursachen sie harmlose Erkältung oder Krankheiten, die nur Tiere betreffen. Manchmal können aber auch gefährliche Vertreter dieser behüllten RNA Viren vom Tier auf den Menschen springen. Bei SARS waren es Schleichkatzen, bei SARS COV 2 Fledermäuse direkt oder Pangoline, die sich bei Fledermäuse gesteckt haben. Paradoxerweise ist jetzt dieses Virus möglicherweise die Rettung der Pangoline..

Wie geht es nu weiter? Die Durchseuchung, auf die viele Länder anfangsgesetzt haben, scheint nicht die Lösung zu sein. Zu langsam, zu riskant. Es gibt auch junge Risikopatienten, die vielleicht gar nichts von ihrer Vorerkrankung wissen und deren Leben man riskieren würde. Nicht wirklich ethisch korrekt! Die Gesundheitssysteme sind bei einem unkontrollierten Ausbruch völlig überfordert- so geschehen in Wuhan, in Italien, in Straßburg und jetzt in den USA. Also was tun? Weiter füreinander da sein, trotz Sozial Distancing. Hygienemaßahmen wie richtiges Husten und Niesen und regelmäßiges Händewaschen einhalten. Mundschutz tragen, Erkrankte isolieren und vor allem…. Geduld haben, bis der Impfstoff oder zumindest wirklich gut wirksame Medikamente auf den Markt kommen!

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