Artenreich- Kahlenberg

Smaragdeidechse
Jo mia san min Radl do

Zweimal, manchmal dreimal pro Woche, wenn es Zeit und Wetter erlauben auch im Winter, radle ich auf den Kahlenberg- alleine oder in Begleitung einer Freundin oder meines Sohnes.

Ich unternehme diese zugegebenermaßen anstrengenden Touren, weil ich den Wienerwald liebe und ich es genieße, zwischen blühenden Wiesen oder flatternden Schmetterlingen zu radeln und weil es immer was zu entdecken gibt. Auf den verschiedenen Wegen nach oben (und es gibt viele Wege nach oben) gibt es für alle, die mit offenen Augen unterwegs sind, viel zu entdecken. Mal schlängelt eine Äsculapnatter über den Weg oder raschelt eine Smaragdeidechse im Wegrain. Zitronenfalter oder C-Falter flattern herum und mit viel Glück sieht man einen Feuersalamander oder einen Falken.

Die Wiesen des Wienerwaldes werden nachhaltig, extensiv bewirtschaftet und sind daher ausgesprochen artenreich, was sich auch in der Vielzahl ihrer tierischen Bewohner spiegelt.

Zerradelte Opfer und Wahnsinn auf 2 Rädern

Traurig stimmt mich die Haltung vieler anderer Mountainbiker/innen am Kahlenberg. Radler/innen, denen es weniger um körperliche Ertüchtigung oder den Aufenthalt in der Natur geht, als um den ungebremsten Geschwindigkeitsrausch bei der Abfahrt.

Von Fußgänger/innen und Radler/innen gemeinsam benutzte Wege werden von manchen Mountainbiker/innen als Rennstrecke mißbraucht, wodurch sich die Radler/innen natürlich nicht nur selbst gefährden, sondern auch andere Radler/innen und natürlich die Fußgänger/innen. Ein Wahnsinn auf einem Weg, auf dem viele Familien unterwegs sind. Solche zweirädrige Geschosse bremsen natürlich auch nicht für vierbeinige Verkehrsteilnehmer. So habe ich leider in den letzten Jahren vielleicht zweimal einen lebenden Feuersalamander gesehen, dafür regelmäßig plattgefahrene. Mangels Autoverkehr (ab und an fahren Traktoren oder der Heurigenexpress) dürften die meisten tierischen Opfer (Feuersalamander, Weinbergschnecken oder auch mal eine Äsculapnatter) auf das Konto der rasenden Mountainbiker/innen gehen.

Ich wünsche mir eine Geschwindigkeitsbegrenzung für die Radfahrer/innen, damit das gemeinsame (und auch für z.B. Kinder sichere) Nutzen der Wege für Fußgänger/innen und Mountainbiker/innen weiterhin möglich sein kann und auch die Tierwelt verschont bleibt!

Artenreichtum am Kahlenberg

Mit offenen Augen  entdeckt man mit etwas Glück auf den Wegen direkt, in den Weingärten entlang der Wege, auf den bunten Blumenwiesen, z.B. am Cobenzl sowie im  Wald selber, seltene und bedrohte Tierarten.

Am Weg zum Kahlenberg passiere ich oft die Donauinsel und staune nicht selten, wie bunt auch hier die Blumenwiesen sind und wie artenreich das Leben auf diesem „Natur aus zweiter Hand“-Juwel.

Folgende Bilder habe ich auf meinen Ausflügen auf den Kahlenberg aufgenommen. Mit etwas Glück könnt ihr diese Tiere auch bei Eurem nächsten Ausflug aufs Cobenzl oder durch die Weingärten beobachten!

Und bitte nehmt- besonders auf als Mountainbiker/innen- Rücksicht auf die Wanderer und die Tiere, denen Ihr begegnet!!!

 

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