Rettet Biene Maja!

Weingarten-Biene
Gespenstisch ruhig im Rosenbusch

Ist es nur meine Einbildung, weil ich um die Giftwirkung von Glyphosat weiß? Jedenfalls habe ich den Eindruck, dass es an Lindenbäumen oder Kirschbäumen immer leiser wird und immer weniger Bienen herumschwirren. So wollte ich letztens an einem Rosenbusch ein paar Bienen fotografieren- und sah keine einige, obwohl es angenehm warm war und der Busch in voller Blüte stand.

Rettet die Bienen!

Daher hatte ich Ende April eine echte Freude, als ich unterm blühenden Apfelbaum meiner Mutter stehend doch etliche Bienen beobachten durfte.

Nicht ohne Grund ist am 20.05. ist der Internationale Weltbienentag. Bienen sind heute akut bedroht, Insektizide, Pflanzenschutzmittel, Monokulturen und eingeschleppte Krankheiten machen den nützlichen Insekten das Leben schwer.

Menschliche Bienen in China

Dabei ist ein Leben ohne Bienen wahrlich kein Honig-lecken, wie ein erschreckendes Beispiel aus China zeigt, wo in manchen Regionen billige menschliche Arbeitskräfte anstatt Bienen die Obstbäume bestäuben– nur weniger effektiv als die Tiere. Die Bienen wurden ausgerottet, weil man zu viele Insektizide einsetzte. Die Insektizide benötigte man, weil die Bauern aufgefordert waren, Spatzen, vermeintliche Ernteschädlinge, zu töten. Die Spatzen wurden erfolgreich ausgerottet, nur konnten sich jetzt tatsächliche Ernteschädlinge wie Heuschrecken ungehindert vermehren, da sie ja nicht mehr von den Spatzen gefressen wurden. Also mussten Insektizide her, die jedoch töteten nicht nur die Schadinsekten, sondern auch Bienen. Ökosyteme sind vernetzte Systeme und lineares Denken führt oft nicht zum Ziel, weil zu oft viele Parameter übersehen werden. Also müssen jetzt „Menschliche Bienen“ an die Obstbäume. Traurig!

Helfen wir den Bienen – helfen wir uns

Biobauern verwenden viel weniger Pestizide als konventionelle Landwirt/innen. Der Kauf von regionalem Bio-Obst und Bio-Gemüse hilft Bienen und anderen Insekten und somit den Vögeln genauso wie das Pflanzen von (Wild)blumen am Balkon oder Fensterbrett. „Wilde“ Schmetterlingswiesen und „wilde“ Flecken im Garten erfreuen Bienen, Schmetterlinge, andere Insekten, Vögel, Igel und viele andere Tiere, die noch vor wenigen Jahren häufig waren und heute durch den Menschen arg in Bedrängnis geraten.

Nicht vergessen sollten wir auch folgendes: Nicht nur die Bienen brauchen uns- auch wir brauchen die Bienen!!!!

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