40 Tage zuckerfrei- und jetzt?

Zuckerfreie Bananen-Scoko-maroni-Muffins
40 Tage ohne Zucker

40 Tage ohne (Industrie)-Zucker, Honig oder Zuckerersatzstoffe wie Xylit, Stevia oder gar künstliche Süßstoffe liegen hinter mir. 40 Tage, in denen es mir erstaunlich gut ging, zumindest gesundheitlich. In der Praxis erwies sich der konsequente Verzicht auf Industriezucker mitunter als schwerer als anfangs vermutet. Zucker steckt nicht nur in Süßigkeiten, sondern oft in großen Mengen auch in Pikantem. Besonders in Fertigprodukten stecken oft riesige Mengen an Zucker um den Mangel an hochwertigen Zutaten geschmacklich auszugleichen.

Zuckerfallen

Da wir seit uns schon seit Jahren bemühen, palmölfrei einzukaufen und ein palmölfreies Leben an sich den weitgehenden Verzicht auf Fertigprodukten bedeutet, sollte das Weglassen von Fertigprodukten nicht so schwer sein. Zucker steckt aber auch in Brot, in (fast) allen Saucen und so wird selbst das Frühstück oder mal Essen gehen schwer, wenn man die „Zuckerfreiheit“ konsequent durchziehen möchte. Dennoch gelingt es mit „Clean Food“ sicher leichter, sich auf Zuckerfrei umzustellen, als wenn man vorwiegend Junk Food und Fertigprodukte isst.

Zuckerreduziert und Clean Food

Ich habe für mich beschlossen, zukünftig nicht komplett zuckerfrei, aber deutlich zuckerreduziert zu leben. So genoss ich zu Ostern die berühmten Kuchen meiner Mutter, die ihre Backwaren schon seit Jahrzehnten zuckerreduziert- bei vollem Geschmack- zubereitet.

Mit Neugier habe ich auch schon ein Stückchen (normale) Milchschokolade probiert. Ich muss sagen, die ist mir jetzt viel zu süß, ich schmeckte nur den Zucker und ein Stückchen reichte mir vollkommen.

Ich glaube, mein Geschmack hat sich nachhaltig verändert, ich schmecke wieder viel intensiver feine Nuancen aus Lebensmitteln raus, fühle nach wie vor gesund und fit und weniger müder als früher.

Ich werde mir erlauben, bei Verwandten ein Stück Kuchen zu essen oder Essen zu gehen mit „Zucker-Saucen“ oder mir auch erlauben, mal ein Stückchen Schokolade oder ein Eis zu naschen- nur habe ich kaum Verlangen danach und meine zuckerfreien Muffins schmecken mir ehrlich besser als übersüße Backwaren. Die Clean Food Philosophie kommt mir sehr entgegen. Ich muss mein (vorwiegend selbst gekochtes) Essen ja nicht übersüßen…

Zuckerfreie, gesunde Bananen-Maroni-Schoko-Muffinsfür 12-15 Muffins

Meine Experimentierfreude mit zuckerfreien Kuchen geht weiter. Letztens habe ich zuckerfreie Maronimuffins gebacken. Ja, ich könnte jetzt wieder normal mit Zucker backen, aber warum, wenn es doch auch anders geht?

Zutaten für 12-15 Muffins:

3 Eier (bio oder zumindest Freiland)

6 reife Bananen (bio, fair trade)

½ reife Avocado (bio, fair trade)

½ reifer Apfel (bio)

125g Kakao, entölt (bio, fair trade)

125g Maroni (gegart, bio)

1TL Vanillepulver

125g Magertopfen (bio)

50g Buchweizenmehl (kein Getreide, Getreideersatz

50g Waldstaudenmehl oder Hafermehl (bio)

½ TL Natron

Zubereitung:

Schnee schlagen

Bananen und Avocado pürieren, Apfel schälen und mit den Maroni fein reiben

Eidotter schaumig schlagen, pürierte Avocado, pürierte Bananen, geriebene Äpfel und Maroni unterheben

Buchweizenmehl, Waldstaudenmehl, Natron, Kakaopulver, Mandeln und Vanillepulver untermischen, Topfen beigeben.

In Muffinförmchen füllen und bei 200°C 20-25 Min backen (Gabelprobe)

Die Muffins haben etwa 170 Kalorien pro Stück statt rund 200, aber sehr energiedicht

 

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