33. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl

33. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl

Vor 33 Jahren ereignete sich im Atomkraftwerk Tschernobyl eine nie dagewesene Katastrophe. Ein Test missglückte und führte zu einem der schlimmsten atomaren Unfällen der Menschheitsgeschichte. Eine Explosion in Reaktor 4, mit einer Stärke von 500 Atombomben jenes Typs, wie sie in Hiroshima im August 1945 detonierte, verstrahlte die Arbeiterstadt Prypjat und fast ein Viertel Europas mehr oder weniger stark. Ein Gebiet in der Größe Luxemburgs ist noch immer Sperrzone. Menschenleer- bis auf ein paar wenige, illegale (tolerierte) Rückkehrer/innen kann sic der die Natur ihren Raum zurückerobern und Wölfe, Seeadler, Füchse und sogar Elche finden ein von Menschen unberührtes gebiet vor und können sic gut vermehren. Ob und wie viele Missbildungen oder Fehlgeburten es unter den Wildtieren gibt, kann allerdings kein Forscher sagen. Fest steht, für Menschen bleibt das Gebiet noch für Jahrzehnte unbewohnbar. Allerdings gibt es auch Pläne, die Sperrzone wieder nutzbar zu machen. Tourismus dorthin gibt es ohnehin schon seit wenigen Jahren.

Während in Hiroshima kurzlebige Nuklide eingesetzt wurden und die Stadt 70 Jahre nach dem Atombombenabwurf wieder als ungefährlich gilt (allerdings erkranken Überlebende von damals noch heute an Krebs- als Spätfolge), wurden beim Supergau von Tschernobyl langsam zerfallende Radionuklide frei, mit langen Halbwärtszeiten. So hat z.B. Plutonium eine Halbwertszeit von 24.000 Jahren.

Europa erfuhr erst spät von der Katastrophe. Ostwind trug verstrahlte Partikel über weite Teile Europas und starker Regen verseuchte regional manche Gebiete besonders stark.

Tschernobyl und Österreich

1986 hatten wir einen besonderen starken Regen. Der Keller meines Elternhauses war überflutet und meine Mutter und ich standen im Regen und bemühen uns den Keller zu schützen. Die Ernte in diesem Sommer musste vernichtet werden, wir durften kein Obst oder Gemüse aus dem garten essen. In den Spielplätzen wurde der Sand ausgetauscht, bis dahin waren die Spielplätze geschlossen.

Noch heute sind z.B. in Österreich Waldpilze oder WIldscweine belastet. Wildschwein sollte der nicht öfter als ein oder zweimal pro Jar gegessen werden.

Gefahr aus dem Ausland

Während Österreichs einziges Atomkraftwerk, Zwentendorf, nie in Betrieb gegangen ist, liegen 14 noch laufende rund um unser Land und könnten im Ernstfall zur akuten Bedrohung für Österreich werden.Dabei sind manche dieser AKWs Hochrisiko-Reaktoren, wie das zum Teil über 30 jahre alte Beznau in der Schweiz oder Dukovany in Tschechen. Aber auch in Slovenien gibt es grenznahe Atomkraftwerke, die als Risikoreaktoren gelten, wie Bohunice oder Mochovce. Dann gibt es noch Paks in Ungarn,Krsko (Slowenien) oder das Schweizerische Mühleberg. Ein Störfall in diesen grenznahen AKWs hätte verheerende Folgen für Österreich.

Fukushima

Dass sogar von „sicheren“ Atomkraftwerken, wie jenem von Fukushima in Japan große Gefahr ausgehen kann, zeigte sich, als in Folge eines Erdbebens mit nachfolgendem Tsunami auch im AKW von Fukushima eine Explosion mit anschließender Kernschmelze zur jüngsten atomaren Katastrophe führte. Der Pazifik rund um Fukushima wurde verseucht. Allerdings verdünnte sich die Radioaktivität im Ozean rasch.

Atommüll

Nicht vergessen dürfen wir das unlösbare Problem mit dem Atommüll. In AKWs fallen große Mengen radioaktiven Mülls an. Noch gibt es keine Lösungen, wieder ungefährlich gelagert werden kann. Atommüll stellt für Jahrtausende eine potentielle Gefahr dar und bedroht noch zukünftige Generationen in tausenden von Jahren, wenn es unsere Kultur möglicherweise schon längst nicht mehr gibt.

 

 

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