Gedanken zum Tag des Baumes am 25.04.

Marswiese-Wien

Es gehört zu meinen Highlights der Woche, wenn ich mich 2-3 mal pro Woche auf mein Mountainbike schwinge und auf den Kahlenberg radle. Es ist nicht nur die Bewegung, das Auspowern, das mir gut tut, ich liebe den Wienerwald. Seit ich denken kann, fühle ich mich von Wäldern magisch angezogen. In einem Wald zu sein gibt mir ein Gefühl von Geborgenheit oder auch von geerdet sein.

Wichtige Bäume

Bäume sind für unser Leben auf der Erde extrem wichtig. Der Amazonas Regenwald ist enorm wichtig für die Regulierung des Weltklimas, als Produzenten produzieren sie enorme Mengen an Biomasse, speichern CO2 und spenden Sauerstoff.

Bäume sind Lebensraum und Lebensspender, so bietet eine Eiche (oder auch eine Salweide) etwa 100 (!) verschiedenen Tierarten die Lebensgrundlage. Der Hirschkäfer ist dabei völlig auf das Vorhandensein von Eichen abhängig, das heißt, ohne Eichen gibt es auch keine majestätischen Hirschkäfer.

Stadtbäume

Auch in der Stadt erfüllen Bäume wichtige Aufgaben, sie filtern Feinstaub aus der Luft, spenden Schatten und sorgen für ein angenehmeres Klima in der Stadt und steigern das psychische Wohlbefinden. Stadtbäume müssen dabei viel aushalten: den Feinstaub und andere Luftschadstoffe, Streusalz im Winter oder Überdüngung (nicht nur durch Hunde).

Schadbäume

Leider gibt es auch standortfremde Bäume, eingebracht als Zierpflanze oder blinder Passier mit Frachtschiffen oder über Transportwege wie Kanäle oder Flüsse, die sich ungehindert ausbreiten können, heimische Arten verdrängen oder auch die Bodenbeschaffenheit verändern. Zu diesen Bäumen gehören der chinesische Götterbaum, er gilt als allergieauslösend, zerstört auch Bausubstanz und breitet sich rasend schnell aus. Man findet in entlang von Bahnstrecken, aber auch in Auwäldern und er ist kaum auszurotten.

Ein weiterer Schädling ist die bei Imkern beliebte Robinie. Die Robinie stet auf der schwarzen der Liste der Neobiota. Wo sie wächst, reichert sie den Boden mit Stickstoff an, düngt also den Boden und verändert so seltene Magerwiesen, letzte Rückzugsorte seltener Pflanzen wie Wiesenknopf oder Orchideen.

Gestresste Bäume

Nicht nur der Klimawandel stresst die Bäume. Viele Förster und Waldbauern setzten in den letzten Jahrzehnten auf schnell wachsende Fichten und ersetzten so gesunden Mischwald durch Monokulturen mit Fichten. De Fichte wächst eigentlich in höheren Lagen, warme und trockene Sommer bekommen ihr nicht gut, monotone Monokulturen mit wenig Unterholz und somit wenig Tierarten (kaum Vögel) erledigen den Rest: Der Borkenkäfer richtete riesige Schäden in den Fichten-Monokulturen an, die leider menscengemacht waren. Viele Waldbauern erkennen ihre Fehler (oder die ihrer Vorfahren) und steigen auf Mischwälder um.

Auch eingeschleppte Krankheiten und Schädlinge setzten vielen Bäumen zu. Die Folgen sind: Ulmensterben (durch eingeschleppte Sclauchpilze, also Neobiota- hier Neomyceten, besonders die Berg- Ulme wird an den Rand des Aussterben gedrängt), Eschensterben (ebenfalls durch eingeschleppte Sclauchpilze, in diesem Fall aus Ostasien).

Marswiese-Wien

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