Der österrische Overshoot day

Mostbirne
Der österreichische Overshoot day

Am 15. April war der österreichische Overshoot day. Während der globale Earth Overshoot day vermutlich Anfang August sein wird, hat Österreich all seine Ressourcen schon Mitte April verbraucht und lebt von nun an auf „Pump“ von zukünftigen Generationen.

Der ökologische Fußabdruck

Dividiert man die produktiven Flächen der Erde, also all jene Fläche auf der man Obst und Gemüse anbauen oder Weidevieh halten kann, durch die Anzahl der Menschen auf der Erde (derzeit knapp 8 Milliarden), so erhält man eine Fläche von 1,7 Hektar, die jedem Menschen zustünden, um seine Bedürfnisse zu befriedigen. Um Essen anzubauen und Baumwolle für das neue T-Shirt. Diesen Verbrauch, oder das, was man an Spuren auf der Erde hinterlässt, nennt man ökologischen Fussabdruck.

Würde jeder Mensch auf der Erde nur so viel brauchen (verbrauchen), wie im zustünden, so hätte jeder Mensch auf der ganzen Welt genug zum Leben.

Rechne doch mal Deinen persönlichen Fußabdruck aus. Kaum jemand in Österreich wird es schaffen, die 1,7 globalen Hektar (gha) einzuhalten.

Hier ein kleiner Überblick über den globalen Fußabdruck pro jjr und Einwohner in verschiednen Ländern der Welt. Es sticht ins Auge, dass in den reichsten Ländern der Fußabdruck deutlich über 5 gha (im Durchschnitt bei 5,6 gha) liegt, aber in den ärmsten Ländern dagegen nur 1,14 gha. In manchen Regionen Afrikas stehen den menschen gar nur 0,9gha zur Verfügung, deutlich weniger, als sie verbrauchen dürften!

Und oft nehmen die reichen Menschen des Westrens den Armen auch noch diese Flächen weg, weil sie billige Baumwolle wollen oder Biodiesel zum Tanken.

Land Verbrauch (in gha)
Katar 12,6
Vereinigte Arab. Emirate 11
Kanada 8,46
USA 8,59
Finnland 6,73
Schweden 6,53
Deutschland 5,46
Österreich 5,3
Schweiz 5,28
United Kingdom 5,05
Kuwait 4,3
Japan 4,99
China 3,59
Brasilien 3,02
Indien 1,06
Was jeder von uns tun kann- Tipps

Es ist klar, wir haben nur eine Erde. Würde jeder Mensch leben, wie wir in Österreich, bräuchte man 3,11 Erden. Lebt man wie in Kuwait, bräuchte man gar 7,4 Erden.

Weniger Fleisch essen

Für unseren immensen Fleischkonsum, braucht man viele Ressourcen, um all unsere Fleischtiere zu versorgen. Weniger Fleisch essen, etwa ein oder zwei vegetarische Tage in der Woche oder „Fleisch als Beilage“ und „Gemüse als Hauptgericht“ oder ein Umstieg auf eine vegetarische Lebensweise würden den Fußabdruck stark senken.

Mobilität

Weniger Flug- und Autoreisen, ein Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel

Konsum

Weniger Konsum generell, besser weniger „gute Sachen“ kaufen, die dafür länger nutzen

Bio und Regional

Wer biologische und/oder regional einkauft, tut nicht nur der Umwelt Gutes, sondern auch seiner Gesundheit!!

Bewusster leben

Generell sollten wir wieder bewusster leben. Viele Markenprodukte, bei denen uns die Werbung eine the Qualität suggerieren will, enttarnen sich als billige Produkte, aufgepumpt mit Palmöl, Geschmackverstärkern, Zucker, Farbstoffe und anderen Zusatzstoffen. der zahlt es sich aus, die Augen offen zu alten und auf DIY oder ökologische Hersteller um zu steigen

 

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