Gedanken zum Tag der Nutztiere am 10.04.

Respekt vor Nutztieren

Meine Tochter und ich sind Vegetarierinnen, wir leben ovolactovegetarisch und essen ab und an Fisch, sind also Flexi-Pescetarierinnen.

Auch als Vegetarierinnen sind wir somit von Nutztieren abhängig, Tiere, die im Dienste der Menschen dafür sorgen, dass wir Milch, Eier oder auch Fleisch auf unserem Tisch stehen haben können.

In den letzter Zeit ist die Menschheit immer humaner geworden. Doch oft nur vordergründig. So wird die Tatsache, dass man für Fleischkonsum Tiere töten muss, konsequent verdrängt, und zwar zum Leidwesen der Fleischtiere so aus unserem alltäglichen Denken verdrängt, dass es in unserer modernen, weltoffenen, tierliebenden Gesellschaft möglich ist, dass noch immer Tiere in Fleischfarmen dahinvegetieren müssen. So leben hochsensible Schweine in fensterlosen, stickigen Ställen oder werden Rinder durch ganz Europa gekarrt- oft unter grauslichsten Bedingungen. Dabei wird vergessen, dass das Leiden dieser Tiere auch uns schadet. Stresshormone von gestressten Schweinen oder leidenden Rindern machen das Fleisch weder schmackhafter noch garantiert nicht gesünder!

Massiver Antibiotika Einsatz, der in Massentierhaltungen fast unumgänglich ist, fördert die Entstehung multiresistenter Keime, dann sterben Patient/innen in Krankenhäusern an banalen Krankheiten gegen die nur leider kein Antibiotikum mehr hilft.

In Österreich und der EU zwar verboten, in den USA aber normal ist auch der Einsatz von Wachstums- oder Sexualhormonen in der Tierzucht. Billiges, mageres  Fleisch, dafür mehr Krebs?

Vermenschlichte und Hunde und Katzen

Im Gegensatz zu den Nutztieren werden im Haus lebende Haustiere wie Hunde, Katzen oder auch in Terrarien gehaltenen Wildtiere wie Agamen geradezu vermenschlicht. Da werden Hunde und Katzen in niedliche Outfits gesteckt oder Hunde werden in speziellen „Hunde-Kinderwägen“ durch die Gegend gekarrt. Diese armen Viecher leiden dann an sämtlichen Zivilisationskrankheiten, die der Menschen kennt, leiden an Übergewicht oder Diabetes. Die Tierärzte und die Futtermittel-Industrie sind die wahren Gewinner dieses Trends.

Nicht selten kommt es aufgrund dieser Nicht-Beachtung tierischer Bedürfnisse auch zu Unfällen, weil Biss-Verletzungen.

Auch Nutztiere sind Schutztiere

Als junge Gymnasiastin sammelte ich Unterschriften für den Tierschutzverein unter dem Motto „Auch Nutztiere sind Schutztiere“. Seit damals hat sich viel getan, etwa wurde die Käfighaltung für Hühner verboten. Dennoch leben die Nutztiere wie vor 30 jähren ein Schatten-Dasein. Fleisch essen wollen die meisten doch unangenehme Gedanken daran wie das Halten und Schlachten der Tiere wird auch von der Lebensmittelindustrie bewusst vertuscht. So sieht man auf Eierkartons glückliche freilegende Hühner, auch wenn das Ei aus Bodenhaftung stammt. Auf Fleisch und Wurstwaren sieht man Kühe und Schweine auf der Weide, auch wenn in dem Produkt kein einziges Tier aus Weidehaltung steckt. Aus dem Bewusstsein- aus der Welt? Nur für die armen Nutztiere leider nicht.

Ich appelliere für mehr Bewusstsein um die Haltung unserer Nutztiere und für mehr Schutz der Fleisch – Milch- liefernden- und eierlegenden Tiere!!!

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