Zuckerfrei & Clean food

Vier Wochen zuckerfrei!

Vier Wochen zuckerfrei und noch immer kein Gusto auf Schokolade, Gummibären oder Krapfen!

Ich fühle mich stark und voll Power und selbst zu meiner zuckerfreien Schokolade greife ich immer seltener. Meiner Haut tut „zuckerfrei“ ebenfalls sichtbar(!) gut.

Ich merke: mein zuckerfreies Experiment tut mir gut!

Clean Food

Endlich habe ich im Internet einen Namen für die Form der Ernährung gefunden, wie wir uns eigentlich schon sehr lange, wen nicht zum größtenteils immer, ernähr(t)en und was meine Mutter traditionell schon immer gemacht hat: Clean Food. Durch den Verzicht auf Lebensmittel mit Palmöl ergibt sich eigentlich ein Verzicht auf industriell verarbeitete Nahrungsmittel. Zutatenleserin war ich schon immer und auch meine Mutter hat das immer getan, wenn wir zusammen einkaufen gingen. Produkte mit (zu vielen) (industriell hergestellten) Zusatzstoffen ließ schon meine Mutter im Regal stehen. Und noch kommt fast alles, was meine Mutter auftischt, aus ihrem Garten. Von ihrer leckeren, selbsteingekochten Tomatensauce (ohne Zucker!) über Wildkräuter wie Giersch und Brennnesseln über Zucchini, Kürbis, Kartoffel, alles selber angebaut, frisch gekocht, gesund und frei von Zusatzstoffen, also „clean“.

Billiges Industrie-Essen

Die Industrie spart an hochwertigen (teuren) Zutaten und muss diesen Mangel so kompensieren, dass der Konsument, die Konsumentin das Gefühl hat, gesunde, hochwertige Nahrung zu essen. Da wird gepanscht und getrickst und am Ende hält man z.B. Bananenkeks in den Händen, in denen das meiste Zucker ist, gefolgt von Palmöl, weißem Weizenmehl und Aromastoffen, aber keine einziges Stückchen Banane enthalten ist!

Manchmal werden Vitamine zugesetzt und das Ganze wird den Kaufwilligen sogar als besonders gesund präsentiert. Mit lachenden Kindern und viel Obst und Gemüse auf der Verpackung. Groß steht dann „Ohne Zuckerzusatz“, klein gedruckt entdeckt man beim genauen Hinsehen Glucosesirup, Maissirup, Malz-Extrakt, Fructose-Sirup usw., also alles Varianten von verstecktem Zucker.

Vor- und Nachteile von Clean Food

Clean Food hat viele Vorteile:

Frisches, gesundes Essen mit natürlichen Zutaten ohne industriell verarbeitete Zutaten, sprich keine gehärteten Fette, kein Palmöl, keine Feuchthaltemittel, keine quietschbunten Farben oder Konservierungsmittel, einfach Essen pur.

Clean Food hat leider auch Nachteile:

Strikte Verfechter von „Clean Food“ werden kaum auswärts essen können. „Clean Food“ als Lebenseinstellung kann man entweder strikt durchziehen und man isst dann eben nur selbstgekochtes zuhause oder wenn man doch mal auswärts isst, halt nur in ausgewählten Restaurants – oder man macht im Urlaub und ab und an eine bewusste Ausnahme. Diese lockere Herangehensweise entstresst meiner Meinung nach und ab und an schaden auch verarbeitete Lebensmittel nichts, Fastfood und Fertigprodukte sollten nur nicht die Regel sein.

Ein weiterer Nachteil von Clean Food ist auch die längere Vorbereitungszeit. Bewusst gesund zu kochen kostet Zeit und natürlich auch Geld. Wobei sich der Faktor Geld  relativiert, da wir außerhalb kaum mehr Essen besorgen. Unterwegs essen und „snacken“ wird in Summe teuer: ein kleiner Imbiss wie eine Pizza Schnitte, hier, ein Kebab da, ein Burger dort, es sind  nur jeweils kleine Beträge, aber die summieren sich in Summe im Monat auf mehr Geld, als man für biologisches, ausgewogenes, gesundes Essen ausgibt, wenn man selber (und somit gesünder!) kocht.

Der Faktor Zeit ist allerdings schon ein Problem, besonders wenn man voll berufstätig ist und nicht nur am Herd stehen will (so wie ich), sondern mit seinen Kindern Zeit verbringen, Freunde treffen und/oder Sport machen will.

Ich habe z.B. beute zu Mittag Kichererbsen-Gemüse-Laibchen gekocht. Da muss ich schon am Vortag bedenken, die Kichererbsen in Wasser einzuweichen. Gemüse aus der Dose kaufe ich schon lange nicht mehr, nicht nur wegen dem Altmetall, sondern vor allem wegen der BPA hältigen Innenbeschichtung von Dosen.

Frisches Gemüse klein zu schneiden braucht dann auch seine Zeit, das Mehl ist schnell gemahlen, aber insgesamt dauert es viel länger, als die fertigen, vorgebackenen  Laibchen, also Convenience- Food, aus der Tiefkühltruhe einfach aufzubacken.

Da es kaum zuckerfreies Brot gibt (bis jetzt habe ich nur ein Bio Vollkornbrot bei Merkur entdeckt) habe ich jetzt auch begonnen, Brot selber zu backen. Heute war es ein Hefe-Hafer-Buchweizen Vollkornbrot nach einer YouTube-Anleitung. Das Brot ist ganz lecker geworden.

Nächste Woche will ich einen Versuch starten und Sauerteig selber ansetzen. mal sehen, ob es gelingt- ich werde Euch berichten!

Im Moment macht es mir Freude, mit zuckerfreiem Kuchen zu experimentieren und da bald Ostern kommt, habe ich heute wieder ein paar Rezepte vermischt, abgeändert und so saftigen, zuckerfreien Karottenkuchen kreiert:

Rezept Zuckerfreier Karottenkuchen oder zuckerfreie Karotten-Muffins ohne Nüsse

Rezept- für 12 Muffins

3 Eier (bio oder zumindest Freiland)
4 reife Bananen (bio, fair trade)
½ reife Avocado (bio, fair trade)
½ Scheibe einer reifen Ananas (bio, fair trade)
200g Karotten (ça. 4-5 Stück) (bio)
1TL Vanillepulver (bio)
75g Mandeln (bio) oder Erdmandeln (bio)
75g Buchweizenmehl (kein Getreide, Getreideersatz)(bio)
75g Hafermehl (bio)
1 TL Natron

Schnee schlagen

Bananen und Avocado mit der Gabel pürieren
Ananas in ganz kleine Würfel schneiden
Karotten und Mandeln (Erdmandeln) fein reiben

Eidotter schaumig schlagen, pürierte Avocado, pürierte Ananas und pürierte Bananen unterheben
Buchweizenmehl, Waldstaudenmehl, Natron, Mandeln und Vanillepulver untermischen.

Masse unter den Schnee heben

In Muffinförmchen füllen und bei 200°C ca. 45 Min. backen (Gabelprobe)

Der erste Versuch eines Rezepts mit Ananas zum Süßen ging gründlich in die Hose. Ich verwendete eine halbe (große) Ananas, der Teig war viel zu matschig, wurde irgendwie kein richtiger Kuchen, viel zu matschig und feucht. Mir war leid um all die guten Zutaten, trocknete die Muffins im Backrohr bei geringer Hitze bis die Küchlein halbwegs fest wurden. Sie schmeckten nicht schlecht, aber sahen furchtbar aus!Jetzt habe ich das Rezept angepasst und mit einer halben Scheibe Ananas passt alles, dennoch immer noch fast zu saftig! Mmmmhmm!

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