20.03.: Tag des Glücks

Veilchen-1
Strahlender Sonnenschein und angenehme 20°C

Am Sonntag war ich mit meinem Sohn mit dem Mountainbike auf dem Kahlenberg. Strahlender Sonnenschein, angenehme 20°C, klare Sicht bis zum Schneeberg.

Ich hatte zwar keine Spiegelreflexkamera dabei, aber zur Not, sollte mir etwas interessantes vor die Linse kommen, kann man ja auch mit dem Smartphone mittlerweile recht anspruchsvolle Fotos machen.

Zitronenfalter!

Als wir durch die Weingärten radelten, sah ich den ersten Zitronenfalter. Er kreuzte meinen Weg und flatterte über die Weingärten aus meiner Sicht. Bald kam noch ein Falter und noch einer. Insgesamt sah ich bis zum Aussichtsplateau, ganz oben beim Hotel, 5 Falter. Doch jedes Mal, wenn ich das Handy zückte, waren die Tierchen weggeflattert. Einen hätte ich beinahe vor die Linse bekommen, aber eben nur beinahe.

Klare Sicht bis zum Schneeberg

Oben wurden wir mit einer großartigen Aussicht belohnt. Bis zum Schneeberg konnte man den Blick über die bewaldeten Hügel und Berge des Wienerwaldes schweifen lassen. Eine herrliche, grüne, saftige, hügelige Landschaft, umrahmt von den Voralpen.

Ich hoffte beim Runterfahren mehr Glück zu haben, vielleicht wieder einen Falter zu sehen, oder zwei und die auch fotografieren zu können. Auch hinunter begegnete ich wieder gezählten 5 Faltern. Wieder hätte ich einen beinahe, aber eben wieder nur beinahe vor die Linse bekommen. Ich ärgerte mich. Dann ein Moment des Glücks, in Nussdorf, kurz vorm Einbiegen in die Straße, noch zwei Falter. Einer hielt sogar kurz inne. Aber auch dieser Schmetterling war zu schnell für mich.

Ich hätte mich richtig ärgern können, mich als Pechvogel sehen können. Seit über einem Jahr will ich endlich einen Zitronenfalter fotografieren. Am besten ein richtig schönes Bild eines prachtvollen Exemplars schießen. Doch nach kurzem Nachdenken wurde mir klar- ich hatte kein Pech, ich hatte Glück, so viele Zitronenfalter gesehen zu haben. Wir haben Glück, dass es im Bereich des Kahlenbergs offenbar noch genug naturnahe Wiesen gibt, in denen der seltene Zitronenfalter überleben kann. Und letzen Sommer habe ich auf meinen Fahrten auch andere Falter gesehen: Admiral, Tagpfauenauge und andere seltene Tiere: Feuersalamander, eine Äsculapnatter und eine Erdkröte.

Glück liegt in unserer Hand

Glück ist hausgemacht. Es gibt Menschen, die scheinen alles zu haben, Familie, tolle Kinder, erfolgreicher Job, schönes Haus und sie sind unzufrieden oder stören sich, weil der Nachbar ein größeres Auto hat. Es gibt aber auch Menschen, die besitzen fast nichts, schuften für einen Hungerlohn, um ihren Kindern mehr bieten zu können, als sie selber je hatten und sind über das Wenige, dass sie haben dankbar. Zufriedenheit und Glück liegen nahe beieinander. Zufriedene sehen das Glas halbvoll und sind glücklich, ein halbvolles Glas zu haben. Andere sehen das Glas halbleer und ärgern sich, nur ein halmleeres Glas bekommen zu haben.

Ich habe Glück, in einem schönen und sicheren Land leben zu dürfen und meine Kinder hier aufwachsen zu sehen. Ich habe Glück, in einer der lebenswertesten Städte der Welt leben zu dürfen und dabei auch noch bei guter Gesundheit zu sein.

Ich hatte am Sonntag riesiges Glück: Ich habe bei meinem Mountainbike Ausflug 12 Zitronenfalter (vielleicht habe ich den einen oder anderen Falter auch zwei mal) beobachten können!

Ich wünsche auch all meinen Leser/innen viel Glück- nicht nur am Tag des Glücks!

 

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