13.03.: Tag des Elefanten (in Thailand)

Großwildjagd wird wieder en vogue

In Botsuana und Simbabwe wird in neuerer Zeit Großwildjagd wieder en vogue. Soll heißen, (betuchte) Touristen und Touristinnen gehen nicht nur auf Fotosafari, um Fotos der Wildtiere in der afrikanischen Savanne zu schießen, sondern um Elefanten, Giraffen oder Löwen tatsächlich zu schießen und um Trophäen ihrer erfolgreichen Jagd mit nach Hause zu nehmen.

Nicht nur viele Giraffen sind stark bedroht, auch der Bestand der Elefanten. Von den afrikanischen Elefanten ist der Wald Elefant, eine eigene Art,  besonders bedroht.

Laut einem Spiegel Bericht wurde durch Wilderei in  zehn Jahren die Population der Waldelefanten in einem Nationalpark in Gabun von 36.000 Tieren im Jahr 2004 auf vermutlich nur noch 7000 Exemplare im Jahr 2014 dezimiert.

Bedrohte Elefanten

Der Afrikanische Elefant, auch Steppen Elefant genannt,  ist das größte lebende Landsäugetier. Man schätzt, dass 470.000 bis 690.000 der bis zu 6 Tonnen schweren Tiere durch die afrikanische Savanne streifen.

Auch wenn der Elfenbeinhandel international verboten ist, werden Elefanten immer noch durch Wilderei, Lebensraumverlust (industrielle Landwirtschaft,  menschliche Siedlungen und Straßenbau) bedroht. Leider lebt auch die illegale Jagd und der verbotene, teils mit strengen Strafen belegte Handel mit Elfenbein wieder auf. Laut WWF fallen in Afrika etwa 30.000 Elefanten pro Jahr der Wilderei zum Opfer. Die IUCN listet afrikanische Elefanten als „gefährdet“.

Es gibt nur wenige Nationalparks, z.B. in Südafrika, in denen die Elefantenpopulation so stark angewachsen ist, dass in dem begrenzten Lebensraum der Parks der Druck der Tiere auf die Vegetation so stark ist, dass eine kontrollierte Entnahme von Tieren (sprich Abschuss, z.B. durch betuchte, reiche Großwildjäger) sinnvoll erscheint, besonders wenn das eingenommene Geld für Natur- und Artenschutz-Projekte eingesetzt wird. Allerdings gibt es auch viele Stimmen aus dem Tier- und Naturschutzbereich, welche diese Abschüsse strikt ablehnen.

Bedrohte asiatische Elefanten

Akut gefährdet sind auch alle Unterarten der asiatischen Elefanten. Asiatische Elefanten sind etwas kleiner als ihre afrikanischen Verwandten und haben auch kleinere Ohren. Sie werden noch heute traditionell als Arbeitstiere gezüchtet und trainiert, während wildlebende Exemplare immer seltener werden und akut vom Aussterben bedroht sind.

Bis zu Beginn des vorigen Jahrhunderts war der Asiatische Elefant von China in Ostasien bis zum Irak in Westasien, verbreitet. Heute existieren nur noch verstreute Populationen in 13 Ländern.

Auch in ehemals elefantenreichen Regionen, wie auf der Insel Sumatra in Indonesien, werden die Dickhäuter immer seltener; so hat der WWF einen starken Rückgang wild lebender Populationen feststellen müssen. Neben Sumatra-Orang-Utans, Sumatra-Tiger und Sumatra-Nashorn gelten nun auch die Elefanten der Insel Sumatra als vom Aussterben bedroht.

Innerhalb nur einer Generation ist die Zahl der wildlebenden Elefanten auf Sumatra um die Hälfte auf etwa 2400 bis 2800 Tiere geschrumpft. Als Hauptursache für das Schrumpfen der Elefantenbestände wird auf Sumatra Lebensraumverlust genannt. In 30 Jahren könnte es auf Sumatra keine Elefanten mehr geben.

Palmöl killt

Palmöl killt in Indonesien also nicht nur Nashörner, Tiger und Orang Utans, sondern auch noch Elefanten, nur damit die Industrie, Haarshampoos, Cremes, Babynahrung oder Schokoriegel mit billigem, als gesundheitsschädlich eingestuften Palmöl auf-fetten kann.

Kluge Elefanten

Elefanten sind ausgesprochen soziale und kluge Tiere. Mütter helfen ihren Kälbern so gut es geht, wenn sie in Schwierigkeiten geraten und sogar behinderte Tiere hat man schon in die Familien integriert beobachten können. Die Leitkuh beweist besonders in Mangel-Zeiten ihr sprichwörtliches Elefantengedächtnis, indem sie doch noch das lebensrettende Wasserloch findet, dass die Herde vor dem Verdursten rettet. Stirbt ein Familienmitglied, so trauern alle Tiere der Herde und selbst Gebeine toter Artgenossen werden achtsam betastet und man hat fast das Gefühl, als wollten sie ihre Toten mit Blättern oder Sand bedecken, also „begraben“.

Elefanten erkennen sich auch im Spiegel, man kann als davon ausgehen, dass sie ein Ich -Bewusstsein haben.

Hilfe für Elefanten

Elefanten sind nicht nur große, sondern durch und durch großartige Tiere. Helfen wir mit, dass die sympathischen Dickhäuter noch lange durch die Wildnis streifen können und nicht auf Arbeits-, Zirkus- oder Zootiere beschränkt werden.

Achte darauf, kein Palmöl zu konsumieren, es steckt fast überall drin, aber für die Palmölplantagen wird noch immer Regenwald in Indonesien gerodet. Orang Utans, Tiger, Nashörner und Elefanten verlieren ihre Heimat und können fortan nicht mehr existieren.

Achte darauf, im Urlaub keine Souvenirs aus Elfenbein zu kaufen und generell nichts, wofür bedrohte Arten gewildert worden sein könnten. Auf den Import solcher Waren stehen zu Recht hohe Strafen!

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