40 Tage zuckerfrei? Die Challenge

In 5 Monaten 10 kg weniger

Ich war eigentlich immer eher schlank, fast dünn, seit Kindesbeinen an. Nach meinen beiden Schwangerschaften hatte ich nach meiner Riesen Babykugel noch üppigen Speck an den Hüften und am Bauch. Durch eine Kombination aus „FDH“ (in Oberösterreich gängige Diätform, wo man kleinere Portionen isst, also >Friß die Hälfte<), fett- und zucker-reduzierte Kost und viel Bewegung, wie Laufen, bekam ich die überschüssigen Pfunde bald weg. Gegen Heißhunger bewahrte ich immer Naturjoghurt (1% Fett) im Kühlschrank, welches ich mit geschnittenem Obst, eventuell Zimt, aber ohne Zucker aß.

Nach meinem letzten Berufswechsel glaubte ich, keine Zeit mehr für Sport zu haben. Stress im Job und Stress zuhause (fulltime Job und fulltime Mami sind manchmal recht stressig), dafür ernährte ich mich zu unbewusst. Ich hatte das Gefühl, „eh so wenig zu essen“, habe aber ungeachtet da und dort einfach irgendwas hektisch (weil keine Zeit) in mich hineingestopft und irgendwann haben aber nicht nur alle Hosen gezwickt, auch das Spiegelbild hat mir gezeigt, dass ich längst nicht mehr wirklich schlank war. 78 kg bei 175 cm Körpergröße ist nicht wirklich schlimm, ist je nach Berechnung im Normalgewichtsbereich oder knapp darüber.

Das Dumme war nur, ich war zwar mit meinem Gewicht unzufrieden, schaffte aber nicht den Start, raus aus der Komfortzone.

Heuer im Kanada Urlaub hatten wir ein paar Tage ziemlichen Stress. Mein Sohn sollte ein Semester in Kanada bleiben, aber wir wussten bis zuletzt nichts genaueres, keinen Schulstandort, keine Familie…

Dann hatte ich noch einen falschen Flug gebucht und in all diesem Stress konnte ich ein paar Tage lang nichts essen. Die Folge waren gleich ein, zwei Kilos weniger; für mich der Startschuss für eine Umstellung. Ich wollte keine Diät im engeren Sinne machen, lieber eine Ernährungs- und Lebensumstellung, also griff ich auf die bewährte Methode zurück:

Die 3 Säulen gesunder, nachhaltiger Gewichtsreduktion
  1. Kleinere Portionen: eine Portion (Teller) pro Mahlzeit sollte reichen. In der Anfangsphase gab es bei Hunger dann noch Natur Jogurt mit Zimt und Äpfel oder Banane. Wichtig, kein industrielles (übersüßes) Jogurt, sondern immer nur Naturjoghurt!                                                                                                      Wichtig ist aber: Die Kalorienmenge so wählen, dass man nicht im Hungermodus ist, soll heißen, Grundumsatz berechnen und zumindest so viele Kalorien zuführen, wie man laut Grundumsatz benötigt. Dann Kalorienverbrauch durch Sporteinheiten erhöhen. Führt man sich zu wenig Kalorien zu, arbeitet der Körper auf Sparflamme und unangenehme und unerwünschte Folgen sind nicht nur der Jo-Jo Effekt, sondern auch, dass statt Fettreserven Muskeln abgebaut werden oder Knochenmasse.
  2. Mehr Sport: statt der üblichen 3x pro Woche mache ich nun 4-5x pro Woche Sport. 2-3x pro Woche gehe ich 50 Minuten Schwimmen, die anderen Male Mountainbiken oder Laufen
  3. Ich ernähre mich strikt zuckerreduziert (das tut auch meiner Familie gut), koche nur mit frischen Zutaten, vermeide weitestgehend Fertigprodukte. Esse viel frisches Gemüse und auch Obst.

Fazit: Seit September habe ich 13 kg genommen. Ich fühle mich viel frischer und fitter. Meine Haut ist klarer und reiner denn je und ich bin auch viel weniger müde.

Ich trage noch die selben Hosen wie vorm Sommer, nur während die Hosen vorher zu eng waren und zwickten, brauche ich sie jetzt zum Anziehen gar nicht aufknöpfen und benötige einen Gürtel.

40 Tage zuckerfrei Challenge

Jetzt in der Fastenzeit möchte ich noch einen Schritt weiter gehen. 40 Tage ohne Zucker. Da ich schon so zuckerarm lebe, sollte es nicht so schwer werden.

Am Anfang meiner Ernährungsumstellung brauchte ich ab und zu ein Stück Schokolade. Jetzt schmecke ich aus Bananen oder einem roten Paprika die Süße intensiv raus. Ich habe mir auch eine zuckerfreie Schokolade gekauft. Die hält sehr lange, da man nur wenig auf einmal essen kann.

Nach den 40 zuckerfreien Tagen möchte ich wieder zuckerreduziert weitermachen. Bei Einladungen auch mal ohne schlechtem Gewissen ein Stück Kuchen essen oder auch ab und zu auswärts essen gehen.

Zuckerfreie Ernährung kann unterschiedlich definiert werden. Die einen erlauben Honig oder Ahornsirup, andere erlauben sich nur Süße aus Früchten direkt oder auch aus Trockenfrüchten. Zuckerersatz wie künstlicher Süßstoff oder Zuckeralkohole (Birkenzucker) vermeiden die meisten in der zuckerfreien Ernährung. Künstliche Süßstoffe gaukeln Zucker vor und bringen nicht nur den Stoffwechsel durcheinander (kurbeln also den Appetit an), sondern haben auch den Ruf, krebserregend zu sein. Es gibt zwar einige Studien, die dies widerlegen, aber etliche dieser Studien dürften industrienah sein. Ich persönlich zweifle an der Harmlosigkeit der künstlichen Süßstoffe. Und da ich nicht an Diabetes erkrankt bin, brauche ich die auch nicht.

Zuckerfreie Schoko-Bananen-Muffins

Da ich aber auch mal wieder einen Kuchen beißen wollte, habe ich heute Muffins gebacken. Ich habe ein paar Rezepte zusammengelegt und umgeändert und herausgekommen sind Schoko-Bananen-Muffins, die super schokoladig duften und gar nicht mal so schlecht schmecken. Mein Sohn hätte sie gerne etwas süßer, aber sie schmecken echt besser, als man von zuckerfreien Muffins erwarten würde. Dank Avocado und Topfen kam ich auch ohne (ungesunde) Fette aus und mit selbstgemahlenem Buchweizenmel (kein echtes Getreide) und selbstgemahlenem Hafermehl sind die Küchlein auch vollwertig und sollten auch in der Low carb Küche geeignet sein. Wer es süßer und nicht ganz so streng zuckerfrei mag, kann ja mit Honig süßen.

Hier für Euch das Rezept:

Bananen-Schoko-Muffins- für 12-15 Muffins

3 Eier (bio oder zumindest Freiland)

3 reife Bananen (bio, fair trade)

1/2 reife Avocado (bio, fair trade)

65 g Kakao, entölt (bio, fair trade)

1 TL Vanillepulver

125 g Magertopfen (bio)

50 ml Milch (ev. bis 100ml)

75 g Mandeln (bio) (kann weggelassen werde oder durch Haselnüsse, Walnüsse, Erdnüsse ersetzt)

50 g Buchweizenmehl (kein Getreide, Getreideersatz) (bio)

50 g Waldstaudenmehl oder Hafermehl (bio)

½ TL Natron

Schnee schlagen

Bananen und Avocado pürieren

Eidotter schaumig schlagen, pürierte Avocado und pürierte Bananen unterheben

Buchweizenmehl, Waldstaudenmehl, Natron, Kakaopulver, Mandeln und Vanillepulver untermischen.

Topfen beigeben und 50 ml Milch dazugeben. Wenn die Masse zu fest ist, etwas mehr Milch zugeben.

Masse unter den Schnee heben.

In Muffinförmchen füllen und bei 200°C 20-25 Min backen (Gabelprobe)

Gutes Gelingen!

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