Welttag der Frau

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Welttag der Frau

Am 08.03. ist der Welttag der Frau. Nur was für Feministinnen? Männer und Frauen werden heute eh gleich behandelt? Leider nein. Noch immer verdienen Frauen in Österreich um 38% weniger als Männer. Arbeiten sie weniger als Männer? Nein, sie kümmern sich vorrangig um die Kinder, kümmern sich um den Großteil des Haushalts und gehen dafür oft Teilzeit arbeiten. Neben einem geringeren Lohn wartet dann natürlich auch eine kleinere Pension auf sie und in Folge vielleicht Altersarmut. Und noch sind Frauen in Führungspositionen unterrepräsentiert.

Lohnschere und andere Ungerechtigkeiten

Neben einer Lohnschere sind es auch nach wie vor geschlechtsspezifische Stereotype, welche die Berufswahl von Mädchen und Buben mitbestimmen. Buben werden Automechaniker oder gegen in die HTL, Mädchen werden Frisörinnen oder gehen in eine Bafep oder HLW. Nur wenige Jugendliche schwimmen gegen den Strom, werden Automechanikerin oder Volksschullehrer oder Kindergärtner. Warum ist das so? Wird uns die Rolle in die Wiege gelegt oder sorgt doch das rosa Mädchenspielzeug und das coole Jungs-Spielzeug dafür, das Mädchen zu Mädchen werden und sic so verhalten, wie Mädchen es sollen und Buben zu typischen Buben werden? Fernsehen, Nachbarn, Freunde, Spielzeug, immer und überall wird unseren Kindern das klischeehafte Rollenbild vorgelebt, da wird es schwer, sein Ich zu finden, wenn es in das typische Klischee nicht passt.

Gender-Mainstreaming

Ich finde ja, von Gender-Mainstreaming profitieren Mädchen wie Buben, Frauen wie Männer. Wenn Mädchen „etwas mehr Mann sein“ dürfen, wild sein dürfen, sich dreckig machen dürfen, sic durchsetzen dürfen und lernen dürfen, wie man ein Radio zerlegt oder ein Fahrrad repariert, dann profitieren sie enorm.

Wenn Buben Ire weiche, weibliche Seite ausleben dürfen, mit Puppen spielen dürfen, Gefühle zeigen lernen und als Papa später emotional und liebevoll mit der Partnerin und den Kindern umgehen können, dann profitieren auch sie enorm.

Eine gerechte Zukunft für Mädchen und Buben

Ich bin Mutter einer Tochter und eines Sohnes. Natürlich wünsche ich mir für meine Tochter, die in der Schule ihre Leistung bringt und die in 10 Jahren oder etwas später, wenn sie ihre Ausbildung beendet hat, ins Berufsleben einsteigt, Chancengleichheit mit ihren männlichen Kollegen.

Viva la femme! Hoch leben die Frauen! Und natürlich auch die Männer!

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