ZERO DISCRIMINATION DAY

Parc Jacques Cartier-Ottawa
Rassismus als Teil der Alltagskultur

Wie ich ein Kind war, in den 70ger und frühen 80ger Jahren, war Rassismus Teil der Alltagskultur. Unbemerkt und unaufgeregt lag da etwa das „Negerbrot“ beim Hofer im Regal und niemand regte sich auf. Weder über den Namen noch über das Bild, eine Zeichnung eines schwarzafrikanischen Kindes mit dicken Lippen, das auf der Schokolade prangte. Irgendwann Anfang der 90ger Jahre wurde die Produktion dann eingestellt. Es gab nie einen Nachfolger der eigentlich recht leckeren Vollmilchschokolade mit Erdnüssen, mit politisch korrektem Namen.

In einem Kinderlexikon, welches ich in meiner Volksschulzeit zu Weihnachten geschenkt bekam wurde Kaffee als „Türkentrank“ besungen, den nur der „Muskelmann“ trinkt und Hatschi Bratschi Luftballon war ein Kinderbuch-Klassiker, den fast jedes Kind gelesen hatte.

Sensibilisierte Sprache

Seit den 70ger und 80ger Jahren at sic zum Glück viel getan. Die Sprache ist wesentlich sensibilisierter und auch im Alltag gehen immer mehr Menschen behutsam mit dem Thema Rassismus um. Anderseits wird gerade aktuell mit Minderheiten oder Migrant/innen nicht gerade zimperlich umgegangen und auch Frauen haben noch immer wenige Rechte als Männer. In unserer gesundheitsbewussten, vom Fitness. und Schlankeitswahn behafteten Gesellschaft werden Übergewichtige Menschen diskriminiert.

Alle Menschen sind gleich?

Alle Menschen sind gleich? Das wäre ein Traum. Schon George Orwell at erkannt, dass der Traum von der Gleichheit aller Menschen schwer umsetzbar ist. So galt auch auf der Animal Farm bald die Regel „All Animal are equal but some animals are more equal than the others“- oder „Alle Tiere sind gleich, aber manchen sind gleicher“.

Mein Traum am Zero Discrimination Day

Dennoch wünsche ich mir gerade am Zero Discrimination Day eine Welt, wo es wirklich egal ist, welche Hautfarbe Du hast oder welcher Religion Du angehörst, wo ein Mann und eine Frau wirklich gleichwertig behandelt werden und auch behinderte Menschen den Respekt bekommen, der ihnen gebührt!

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