Liebe Dein Haustier Tag

Lisi als süßer Welpe vor 2 Jahren, bildquelle: privat
Am 20.02, ist der „Liebe Dein Haustier Tag“

Am 20.02, ist der „Liebe Dein Haustier Tag“. Eigentlich kein Artikel für einen ökologischen orientierten Blog? Eigentlich eh klar, dass man sein Haustier lieben sollte? Eigentlich. Aber…

Haustier und Haustier- Nutztier und Schmusetier

Aber da ist mal die grobe Unterscheidung zwischen Haustier und Haustier. Erstere sind Nutztiere, Haustiere zweiter Wahl, mit großer Qual. Sie leben ein Schattendasein in unserer Gesellschaft, denn unsere moderne, scheinbar aufgeklärte und tierliebende Gesellschaft liebt zwar billiges Fleisch und das in großen Mengen. Das dazugehörige Tierleid wird aber verdrängt. Mit bösen Folgen. Hochintelligente Schweine werden in Massentierhaltung zusammengepfercht, in fensterlosen Ställen auf tierfeindlichen, weil angeblich hygienischen Spaltböden. Die Füße der Tiere schmerzen, der Mist brennt in ihren empfindlichen Nasen und die sensiblen und sozialen Tiere können kaum Kontakte zu Artgenossen pflegen, können sich weder suhlen noch anders die „Sau rauslassen“. Kurz, sie können nicht leben, wie Schweine leben möchten. Dafür werden sie mit Soja aus Brasilien gemästet. Für diesen Soja wurde Regenwald gerodet, der unser Klima stabilisieren könnte. Die meisten Soja Pflanzen in Brasilien sind genmanipuliert, damit die Bauern noch mehr Nervengift spritzen können, dass zwar herbizid wirkt, also Unkräuter (wildwachsende Beipflanzen) abtötet, aber Insekten umbringt und die Menschen in der Umgebung krank macht. Sie leiden an Krebs und die Rate der Babies, die behindert das Licht der Welt erblicken, ist erschreckend hoch.

Viele blenden diese Tatsachen lieber aus, um weiter billiges Fleisch kaufen zu können. Neben den Schweinen gibt es natürlich noch Hühner, die in Bodenhaftung (Käfige sind zum Glück ja verboten) in riesigen Hallen zusammengepfercht werden und vorsorglich mit Antibiotika vollgepumpt werden, damit unter diesen wahnsinnigen Bedingungen keine Seuchen ausbrechen. Ihre Körper sind nach der Schlachtung oft voller multiresistenter keime. Diese können, sollten sie auf den Menschen überspringen, Krankheiten auslösen, gegen die keine Medizin mehr hilft!

Schmusetiere und Kinder-Ersatz

Auf der anderen Seite sind die Haustiere im engeren Sinne. Unsere Familientiere, Schmusetiere. Vermenschlicht und verhätschelt werden ihre eigentlichen tierischen Bedürfnisse ignoriert. Sie werden angezogen wie Puppen, leiden unter Diabetes und Adipositas, bekommen teures Diätfutter oder BARF-Fütterung. Die größten Tierliebhaber wollen oft BARF füttern, auch wenn sie selber vegan leben, statt bei der Fütterung von und und Katze auf Tierfutter aus dem Handel zurückzugreifen, wo Schlachtabfälle verwertet werden, was den ökologischen Fußabdruck von Hund und Katze zumindest ein bisserl kleiner macht.

Kein Wunder dass es, wenn Menschen ihre Tiere als „Menschen“ sehen und nicht als Tiere, auch zu Bissunfällen kommt. „Der tut eh nix“, hört man da oft. Dann tut Bello doch mal was – und alle sind ganz überrascht…

Mit Hund und Katze unter einem Dach leben

Ja, auch ich bin Vegetarierin und wir haben einen Hund und eine Katze. Ökologischen nicht optimal. Der pädagogisch Wert von Haustieren ist für Kinder ist meiner Meinung nach aber sehr  groß. Wir versuchen halt wo es geht, bio zu füttern. BARF lehne ich ab. Zum einen möchte ich wegen dem Infektionsrisiko keine rohen Innereien verfüttern und außerdem habe ich ein weniger schlechtes Gewissen, wenn meine Haustiere Schlachtabfälle fressen. Ihnen macht es nichts aus.

Ein schlechtes Gewissen macht mir auch der Gedanke, dass unsere Tiere ärztlich besser versorgt sind, als viele Kinder in Afrika, Lateinamerika oder Südostasien.

Ich hoffe, dass wir für unsere Tierliebe dennoch einen Mittelweg gefunden haben, auch die Nutztiere durch unsere Kaufentscheidungen (vegetarisch und/oder bio) positiv unterstützen und unsere Kuschel-Haustiere nicht zu sehr vermenschlichen.

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