15.02.: Tag des Flusspferdes

Am 15.02.ist der Tag des Flusspferdes. Grund genug dem drollig wirkenden Hippopotamus (so die wissenschaftliche Bezeichnung), dass aber auch sehr gefährlich werden kann, ein paar Zeilen zu widmen.

Nicht nur im Schönbrunn, auch in Tansania hatten wir vor zwei Jahren die Gelegenheit, in einigen Nationalparks träge im Wasser dösende Flusspferde zu beobachten. Selten ließen sich die Tiere bei Landgängen blicken und einmal beobachteten wir, wie eine Gruppe Flusspferde einen toten, verwesenden Artgenossen aus dem Wasser buxierte.

Nilpferd oder Flusspferd und dennoch kein Pferd

Flusspferde tragen zwar die Bezeichnung  „Pferd“ in ihrem Namen, sind mit diesen aber in keiner Weise verwandt. Pferde gehören zur Ordnung der Unpaarhufer (Perissodactyla), während Flusspferde zur Ordnung der Paarhufer (Artiodactyla) gezählt werden. Allerdings sind die nächsten Verwandten der Flusspferde Schweine und auch  Wale, (wie DNA Tests zeigten).

Viele Menschen nennen Flusspferde „Nilpferde“, was auch nicht ganz stimmt: Flusspferde wurden zwar zuerst am Nil beobachtet, daher der Name „Nilpferd“, allerdings sind Flusspferde seit etwa 120 Jahren am Nil jedoch ausgerottet. Sie wurden von einheimischen Bauern getötet, weil sie bei ihren nächtlichen Weidegängen ganze Felder vernichteten. Den größten Anteil an der Ausrottung hatten aber europäische Jäger, welche die Tiere wegen ihrer mächtigen Zähne erlegten, die sie als „Elfenbein“ handelten. Noch heute werden Flusspferde deshalb Opfer von Wilderern.

Gefährdete Flusspferde

Heute leben noch zwei Flusspferd Arten, das (Großflusspferd (Hippopotamus amphibius) und das Zwergflusspferd. Beide Arten sind aufgrund der (illegalen) Bejagung und der Zerstörung ins Lebensraumes in ihrem Bestand gefährdet, das Zwergflusspferd (Choeropsis liberiensis) wird von der IUCN sogar als stark gefährdet eingestuft.

Nicht nur gefährdet- auch gefährlich

So drollig, tollpatschig und harmlos die Pflanzenfresser auch wirken, sie können sehr aggressiv werden. Auch Wildcamper, die ihr Zelt sorglos an einem Flussufer am „Weide-Weg“ der Tiere aufstellen können Opfer der Flusspferde werden, wenn diese unbeirrt am Weg zu ihren Weide platzen einfach über die Zelte trampeln. Man kann sich vorstellen, wie es schlafenden Tourist/innen ergeht, wenn ein bis zu 4000kg schweres Tier auf  sie steigt- und zertretet.

Schlechte Schwimmer

Sie leben am und im Wasser und sind doch schlechte Schwimmer. Dafür hüpfen sie im Wasser und können bis zu 5 Minuten lang die Luft anhalten. An Land können sie bis zu 50km/h schnell rennen. Ein Mensch hätte keine Chance, vor einem wütenden Flusspferd wegzulaufen.

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