Die unromantische Seite des Valentinstags

Glockenblume
Der Ursprung des Valentinstag

Fast alle Frauen und natürlich auch Männer bekommen gerne Blumen als kleine Aufmerksamkeit überreicht. Am Valentinstag, der bis ins Mittelalter zurückgeht, boomt das Geschäft für Florist/innen natürlich so richtig.

Früher wurde von den Katholiken der 14.Februar zu Ehren des heiligen Valentin von Terni religiös gefeiert. Valentin traute zu seinen Lebzeiten mehrere Liebespaare, und schenkte ihnen Blumen aus seinem eigenen Garten. Die von ihm geschlossenen Ehen galten gut und zukunftsträchtig. Allerdings widersetzte sich Valentin durch die Trauung von Soldaten und anderen Staatsdienern dem kaiserlichen Befehl. So wurde er am 14. Februar 269 hingerichtet. Möglicherweise ist der Brauch des Überreichens von Blumen an seine/n Liebsten aber auch auf mittelalterliche Minnesänger zurück zu führen.

Im englischsprachigen Raum wird die Popularität dieses Tages auf Dichtungen des 14. Jahrhunderts zurück geführt. So wird in einem bekannten Gedicht beschrieben, wie jeder Mensch mit der Hilfe der Vögel seinen Partner finden kann. Gegen Ende des zweiten Weltkrieges wurde der zwischenzeitlich vergessene Valentinstag wieder in Erinnerung gerufen.

Die Schattenseiten des Valentinstag

Wer seiner Liebsten oder seinem Liebsten nun einen Strauß roter Rosen schenkt, um seine Zuneigung zu zeigen, tut der Holden oder dem Holden aber nicht unbedingt Gutes. Laut GLOBAL 2000 überreicht man seinen Liebsten nämlich mit den Blumen in den meisten Fällen einen bunten Mix verschiedener Pestizide, mit beachtlichen Gesundheitsrisiken.

Viele Blumen werden in riesigen Monokulturen gezogen. Neben dem Pestizeinsatz und seinen schädlichen Folgen für Gesundheit und Umwelt (es leiden auch Insekten, Vögel und andere Tiere unter den Giften) sorgen Monokulturen auch immer für einen Rückgang der Artenvielfalt.

Faire Blumen?

Viele Rosen in unseren Läden kommen aus Afrika, wo Arbeiter/innen für wenig Lohn und unter harten Bedingungen unter großem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln die Blumen ziehen. Die Blumen werden dann in die ganze Welt verschickt, um den Liebsten am Tag der Liebenden überreicht werden zu können.

Bio und fair geht auch

Es geht aber auch anders, und den wirklich Liebsten auf der Welt wollen wir doch keine giftigen Blumen schenken, an denen das Blut der Arbeiter/innen klebt.

Es gibt nur wenig  Bio Rosen aus heimischer Produktion, dafür Fair Trade Rosen flächendeckend in Supermärkten wie Billa.

Immer nur Blumen?

Man könnte anstelle Rosen zu verschenken auch eine Rosenseife rühren oder einen leckeren Kuchen backen. Liebe geht ja bekanntlich auch durch den Magen. Nicht im Winter, aber von Frühling bis Herbst erfreut auch ein liebevoll gestalteter selbstgepflückter Blumenstrauß die Herzen der Beschenkten!

Auch ein romantisches Dinner oder einfach Zeit haben (nehmen) und dem/der Liebsten einen wunderschönen Tag bereiten, wäre eine Alternative zu (giftigen) Rosen…

Rosen- Brigittenau

Rosen- Brigittenau

 

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