Tag des Wals

Tadoussac-Buckelwal

In den Semesterferien kehrte mein Sohn von seinem sechsmonatigen Auslandsaufenthalt in Kanada zurück.

Mit einem fröhlichen und einem traurigen Auge, blickte er auf die vergangenen Monate zurück. Traurig, weil Kanada ihm extrem gut gefallen hat, fröhlich, weil er endlich seine geliebte Hündin wieder in die Arme schließen kann, die lustigerweise ihre Vorfahren auf Neufundland -Labrador, also in Kanada, hat (unsere Hündin ist ja ein Labrador).

Wal-Beobachtungen

In Kanada findet sich viele Wal-Hotspots, so kann man im kalten, nährstoffreichen St. Laurenz Strom an der Ostküste Blauwale, Finnwale, Belugas, Zwergwale, seltene Nordkapper, Buckelwale und die kleinen Schweinswale beobachten. Während manche Wale sich dauerhaft niederlassen, sind andere nur saisonale Gäste. Blauwale etwa wandern um die Albe Welt. Während sie in den warmen Deren am Äquator Ire Jungen zur Welt bringen, firn sie in den kalten, krillreichen Regionen, vor allem in Polarnähe, mehr Nahrung.

In Westkanada, bei Vancouver kann man Orcas beobachten.

Bei unserer Kanada Rundfahrt, mein Sohn und ich haben vor seinem Auslandsaufenthalt eine Rundreise unternommen, haben wir in Vancouver Orcas beobachten können. In Tadoussac an der Ostküste, sahen wir im St. Lorenz Strom Buckelwale, Finnwale und Schweinswale.

Auch in anderen Gegenden der Welt lassen sic gut Wale beobachten. So in Europa in Island, Irland, rund um die Azoren (sogar Pottwale), vor Indien oder Panama. Oft lassen sic Arten nur zu bestimmten Zeiten beobachten, wie der Blauwal, der vom Äquator in Polnähe Zeit und wieder zurück.

Wale sind hochentwickelte Meeressäuger

Wale sind hochentwickelte Meeressäuger. Die Ordnung der Wale unterteilt sich in die Unterordnungen der Bartenwale, meist riesige Tiere, die mit Hilfe ihrer Barten (Hornkämme) Tonnen von Kleinstlebewesen wie Krill (Kleinkrebse)aus dem Wasser filtrieren und der Unterordnung der Zahnwale, zu denen Delfine und Pottwale gehören. Orcas sind die größten Vertreter aus der Familie der Delfine.

Wale sind bekannt für ihre oft engen Familienbanden und- besonders bei den Orcas- für ihre ausgeklügelten Jagdtechniken, die sie von Generation zu Generation weitergeben.

Walmütter säugen ihre Jungen, indem sie einen die Milc ins maul spritzen und Bein vielen Walen elfen Tanten und andere Familienmitglieder mit, Neugeborene oder auch kranke Tiere an die Oberfläche zu bringen, damit die atmen können.

Andererseits hat man schon grausame Seiten an Wahlen beobachtet: so „spielen“ Delfine oft „zum Spaß“ mit Schweinswalen, bis diese sterben.

Bedrohte Wale und Delfine
Kommerzieller Walfang

Wale und Delfine sind heute vielfältig bedroht; einerseits setzte der kommerzielle Walfang einigen Arten arg zu. Anders als indigene Völker (z.B. Inuit oder Samen), die alle Teile des Wals verwerte(te)n und nur so viele Wale fangen (fingen) wie sie zum Überleben benötig(t)en, wurde beim kommerziellen Walfang keine Rücksicht auf die Tiere genommen und in der Gier wurden Jahr für Jahr tausende Wale, z.B. Finnwale, Minkwale und andere getötet und an den Rand des Aussterben gebracht.

Ausstieg aus dem kommerziellen Walfang

Die meisten Staaten unterzeichneten einen Vertrag zum Ausstieg aus dem kommerziellen Walfang. Leider will Japan nach 30 Jahren den kommerziellen Walfang wieder aufnehmen. Doch auch in dieser Zeit wurden viele Tiere unter dem Deckmantel des „wissenschaftlichen Walfangs“ illegal geschlachtet. Diese Schonung der Tiere führte zu einer gewissen Erholung der Bestände. Viele Wale sind aber nach wie vor akut gefährdet.

Lärm-Echolotungen

Neben Walfang gefährdet Lärm die Wale. Wale orientieren sich mit Echolotungen. Die Suche nach Erdöl im Meeresboden oder andere Orientierung-Aktivitäten verursachen Lärm, Wale verlieren die Orientierung und stranden in Folge oft in großer Zahl.

Umweltverschmutzung

Ein weiteres Gefährdungspotential ist die Umweltverschmutzung. Flussdelfine sind durch stark verdrecktes Wasser arg gefährdet, der chinesische Flussdelfin, Baiji, gilt sogar als ausgestorben, nachdem mehrere groß angelegte Versuche, doch noch ein Exemplar der ehemals häufigen Art zu finden, erfolglos blieben.

Plastikmüll

Auch die Plastik-Verschmutzung (eine weitere Form der Umweltverschmutzung) der Meere setzt den Walen zu, da die Tiere Plastik irrtümlich verschlucken und mit vollem Magen verhungern.

Interessantes aus dem Leben der Wale

Auch wenn viele „Walfisch“ sagen- Wale sind KEINE Fische! Sie sind lungenatmende, lebendgebärdende, ihre Jungen säugende, im Wasser lebende und vollständig an das Leben im Wasser angepasste Säugetiere

Wale schlafen nur mit einer Hirnhälfte, ähnlich wie es Zugvögel im Flug tun. Eine Hälfte schläft, die andere passt auf

Wale entwickelten sich vor 30–40 Millionen Jahren aus primitiven Huftieren, fleischfressende Urhuftiere, die in ihrer Gestalt einem Wolf ähnelten

Die nächsten Verwandten der Wale sind die Flusspferde

Pottwale können vermutlich bis zu 3000m tief tauchen

das größte Tier, das je auf der Erde gelebt hat, ist der Blauwal: er wird bis zu 33m lang und 200 Tonnen schwer. Sein Herz ist so groß wie ein VW-Käfer und durch seine Aorta (=Körperschlagader) könnte ein Kind krabbeln

Der älteste je gefangene Wal (Grönlandwal) war 211 Jahre alt

Blauwale können mit einer Geschwindigkeit von bis zu 50km/ Schwimmen

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.