Tag des Igels am 02.02.

Wer ist so alt wie T-Rex und lebt noch immer?

Es gibt ein Säugetier, dessen Vorfahren tapsten schon zu Zeiten des gefährlichen T-Rex durch unsere Welt. Und nein, es waren nicht die Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Großeltern von Sid, dem Faultier aus dem Animationsfilm „Ice Age“, welcher 3 T-Rex Babies großgezogen hat.

Das gesuchte Säugetier ist ein Insektenfresser, ziemlich stachelig und weil es sich einrollt, um sich gegen Feinde zu schützen fällt das Tier oft dem Verkehr zum Opfer. Erraten?

Am 02. Februar ist der Tag des Igels.

Igel sind eine Familie in der Ordnung der Insektenfresser. Zu den Insektenfressern gehören neben den Igeln auch Spitzmäuse oder Maulwürfe. Kleine Raubtiere mit einem Gebiss, speziell für die Jagd auf Insekten.

Neben der Unterfamilie der Stacheligel (Erinaceinae), zu denen auch die beiden in Österreich heimischen Arten, der Braunbrustigel (Erinaceus europaeus) und der bei uns seltenere  Nördliche Weißbrustigel (Erinaceus roumanicus) gibt es noch die Unterfamilie der stachellosen Ratten- oder Haarigel (Galericinae). 26 Igelarten streifen durch Europa, Asien und Afrika.

Der in Europa und Asien vorkommende Braunbrustigel, wie der Name verrät, lässt er sich vom ebenfalls heimischen Nördliche Weißbrustigel durch seine braune oder graubraune Brust unterscheiden, hält im Winter echten Winterschlaf, im Gegensatz zu Bären oder Eichhörnchen, die Winterruhe halten und immer wieder aufwachen und dann z.B. Futter suchen oder wechselwarme Tiere, wie Schnecken, Kröten oder Insekten, die in Winterstarre fallen.

Winterschlaf

Um Winterschlaf zu alten sucht sich das Tier ein geschütztes, frostfreies Plätzchen etwa unter einem Laubhaufen, baut sich ein kugelförmiges Nest und überwintert, je nach Witterung, etwa von November bis März oder April. 

Während des bis zu 5 Monate lang dauernden Winterschlafs reduziert der Igel die Körpertemperatur und sämtliche Stoffwechselvorgänge bis auf ein Minimum.  Erst gegen 0° Celsius produziert das Tier wieder Wärme zum Erhalt einer Minimaltemperatur.

Auslöser für den Winterschlaf ist Nahrungsmangel- der Igel findet immer weniger Insekten zu fressen, so alt er Winterschlaf, um die ungünstige Jahreszeit zu überdauern und so Energie zu sparen. Wichtig ist dabei, dass Igel ein Mindestgewicht von etwa 300-400g erreichen. Kleinere Igel, die im anbrechenden Winter draußen herumirren, päppelt man besser auf und entlässt sie im Frühling in die Freiheit.

Wenn man im Herbst einen kleinen Igel findet, am besten beim Tierarzt oder in einem Igel-Schutz-Zentrum anfragen, was nun zu tun ist, ob der Igel aufgepäppelt werden muss, ob er in einem Freigehege überwintern darf oder am besten im Keller aufgehoben ist…

Ein Igel im Garten

Ein Igel im garten ist ein wahrer Segen, als Insektenfresser halten sie Schädlinge in Schach. Dazu benötigen die Tiere allerdings zumindest ein „wildes Eck“, wo sie Unterschlupf- und Versteckmöglichkeiten vorfinden und natürlich Futter. Am besten ist es, den igelfreundlichen Garten möglich naturbelassen zu gestalten und auf Pestizide und Insektizide zu verzichten. Die Bienen und auch Deine Gesundheit werden dies ebenfalls danken!!

 

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