01.02.: Tag der Schlange

Äskulapnatter am Leopoldsberg; Bildquelle: privat
Eine „falsche Blindschleiche“

Vor einigen Jahren war ich mit meiner Schwester, ihren erwachsenen Kindern und meinen Kindern wandern. Mein Sohn entdeckte eine „Blindschleiche“ in einem Gebüsch und rief entzückt. „Mama, schau mal, eine Blindschleiche!“

Als ich mit dem Fotoapparat bewaffnet die „Blindschleiche“ fotografieren wollte und mit der Hand einen Ast zur Seite schob um das wegkriegende Tier noch zu sehen- oder besser noch auf ein Foto zu bekommen- erkannte ich in der „Blindschleiche“  eine junge Kreuzotter, die schleunigst die Flucht ergriff.

Ein giftiges Tier, dessen Biss unangenehm, aber wohl kaum wirklich gefährlich gewesen sein dürfte. Dennoch war ich froh, ungebissen davon gekommen zu sein und froh, dass sich die junge Kreuzotter mindestens genau so erschreckt hat, wie ich. Mein Sohn hat damals jedenfalls 2 Lektionen gelernt, nämlich wie ein Kreuzotter aussieht und eine Blindschleiche nicht aussieht und Vorsicht im Umgang mit Tieren, wenn man sich nicht ganz sicher ist.

Beinlose Reptilen

Blindschleichen sind beinlose Echsen und auch Schlangen sind beinlose Reptilen, deren rudimentäre Beinanlagen sich nicht entwickeln. Auf viele Menschen wirken die ungewöhnlichen, schlängelnden Bewegungen der Schlangen bedrohlich.

Während in westlichen Kulturkreisen Schlangen nicht den besten Ruf haben, in der Bibel wird die Schlange im Schöpfungsbericht sogar mit dem Bösen gleichgesetzt, wurden sie in der Antike von vielen Völkern (z.B,. von den alten Griechen oder den Römern) verehrt. Ihr guter Ruf im Alten Griechenland als Heilerin spiegelt sich noch heute im Symbol der Schlange im Logo der Apotheken.

Verehrte Schlange, verhasste Schlange

Manche Kulturen verehren die Schlange noch heute, so wird die Schlange in Teilen Indiens verehrt und In der buddhistischen Lehre werden Schlangen als Helfer Buddhas erwähnt.

Besonders interessant sind das Schlangenfest im katholisch geprägten Italien, wo in Cocullo, wo jedes Jahr am ersten Donnerstag im Mai, unerschrockene Gläubige Schlangen durch Dorfs tragen oder gar küssen.

Schlangen sind vielen Menschen unheimlich, oft zu unrecht, denn viele der kriegenden Geschöpfe sind zumindest für den Menschen harmlos.

Andere wiederum sind hochgiftig und führen ohne Gegengift (so es überhaupt Gegengift gibt) binnen weniger Minuten zum sicheren Tod.

Die giftigsten Schlangen der Welt

Der australische Inlandtaipan (Oxyuranus microlepidotus) gilt als die giftigste Schlange der Welt. Sein Gift ist ein Nervengift und ungefähr 50 Mal giftiger als jenes der indischen Kobra.

Die indische Königskobra (Ophiophagus hannah)ist eine wenig aggressive Giftnatter. Es kommt selten zu Unfällen. Wird man aber dennoch von dem  Tier gebissen, sollte man sich raschest um Gegengift bemühen: Schon bei einem einzigen Biss produziert die Königskobra genug Nervengift, um 20 Männer in einer Stunde zu töten.

die ostafrikanische Schwarze Mama  (Dendroaspis polylepis) lebt häufig in der Nähe menschlicher Siedlungen, so kommt es relativ häufig zu Biss-Unfällen. Ohne Gegengift ist ein Biss aufgrund des gefährlichen NNervengifts zu 100 % tödlich und tritt zwischen 15 Minuten und 3 Stunden ein.

Die gewöhnliche Braunschlange (Pseudonaja textilis) gilt häufig als die zweitgiftigste Landschlange der Welt. Die meisten tödlichen Schlangenbisse in Australien gern auf das Konto dieser aggressiven Schlange. Ohne medizinische Hilfe verlaufen 90 % der Unfälle tödlich.Das Gift der Braunsclange ist nicht nur ein Nervengift, es enthält auch gerinnungshemmende Komponenten.

Im Gegensatz zu oben genannten Schlangen sind Österreichs Kreuzottern recht harmlos. Es Biss von ihr ist nicht nur sehr selten sondern auch nur in den seltensten Fällen tödlich. natürlich muss man sich auch nach dem Biss einer Kreuzotter einer ärztlichen Behandlung unterziehen.

Giftschlangen in Österreich

Seltener als eine Kreuzotter, dafür gefährlicher ist die äußerst seltene Hornviper. Man findet sie noch vereinzelt in Kärnten und der Steiermark. Ihr Gift ist Blut und Gewebe schädigend, wirkt aber aber in der Regel nicht lebensbedrohend.

Die Wiesenotter ist in Österreich vermutlich ausgestorben.

Die meisten Schlangen, die man in Österreich antrifft, sind harmlose Nattern: Ringelnattern oder die in Wien häufige Äsculapnatter. Selten werden Badegäste in Kärnten das Glück haben, eine Würfelnatter zu erblicken. Und wenn, verwechseln sie die seltene, harmlose Natter oft mit der Kreuzotter.

Oft sind vermeintliche Schlangen auch gar keine Schlangen, sondern Blindschleichen, beinlose Echsen.

Würgeschlangen

Neben Giftschlangen gibt es auch Würgeschlangen. Bekannt sind etwa die südamerikanische Anakonda, die angeblich ausgewachsen ganze Wasserschweine verschlingen kann. Gerüchte besagen, dass große Exemplare sogar schon einen Menschen verschlungen haben sollen. Auch Pythons sind sehr bekannt oder werden sogar als Haustiere gelten. Auch wenn es Hinweise gibt, das diese Schlangen Menschen vereinzelt gefährlich werden können.

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