Rettet die Adler Tag

Ausgerottetes Wappentier

Am 10. Jänner ist der „Rettet die Adler Tag“.

Österreichs Wappentier ist auch ein Adler. Vermutlich ein Seeadler, die früher in großer Zahl in den Auwäldern zu finden waren.

Österreichs Wappentier, der Seeadler war allerdings lange Zeit in unserem Land ausgerottet. Seltsam, das Wappen- und Nationaltier ausgerottet? Immerhin, nach 50 Jahren kehrt der Seeadler, Europas größte Adler Art wieder zurück.

Welche Faktoren bedrohen einen so beeindruckenden und großen Vogel?

Eines der größten Probleme ist sicher der Lebensraumschwund. Seeadler brauchen fisch- und wasservögelreiche Gewässer, Altbaumbestände oder Felsenklippen. Verbauungen und das Verschwinden von ausgedehnten Aulandschaften, sowie (illegale) Jagd durch Trophäenjäger haben den Seeadler an den Rand des Aussterbens gebracht. Dank intensiver Bemühungen haben sich die Bestände erholt und die Art gilt in vielen Ländern Europas nicht mehr als gefährdet, in Österreich findet sich der Seeadler allerdings noch auf der „Roten Liste“ der UNESCO.

Ein weiteres Problem für den Seeadler sind Vergiftungen durch Fressen vergifteter Beutetiere oder durch absichtliches Vergiften, weil die Tiere „zuviel Fische wegfressen“ oder sich als Wandschmuck fürs Wohnzimmer, als verstaubte, ausgestopfte Jagdtrophäe, gut machen.

Die Adler kehren zurück

Seit 2001 ist der Seeadler in Österreich wieder heimisch. Neben 18-20 Brutpaaren des Seeadlers gibt es noch etwa 10 Brutpaare des für 190 Jahre ausgestorbenen Kaiseradlers, der seit 2011 wieder bei uns heimisch ist. Vom ebenfalls sehr majestätischen Steinadler leben etwa 350 Brutpaare bei uns.

Adler brauchen drei Jahre, bis sie brüten, und legen dann ein oder zwei Eier. Sie weichen dem Menschen bei Störungen aus und verteidigen dabei weder ihren Horst noch ihre Jungen. Vogelschützer verraten daher Horstbäume niemals.

Adlerschutz ist auch Menschenschutz

Nicht zu vergessen ist: Der Schutz einer Tierart schützt auch andere Arten und leistet einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt. Schütze ich den Seeadler, so muss ich auch seinen Lebensraum schützen und somit helfe ich auch Laubfröschen, Unken, Störchen und anderen Arten, die ebenso Feuchtgebiete zum Leben benötigen. Ich schütze automatisch seltene Pflanzen und der Schutz dieser Gebiete bietet dem Menschen Erholung und Lebensqualität, denn die nachhaltige Nutzung dieser Lebensräume, wie ein Spaziergang im Auwald tut auch uns stressgeplagten Menschen gut!

 

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