Tag des Vogels am 05.01.

Schwäne im NP Thayatal
Tag des Vogels

Jedes Jahr am 05.01. ist der „Tag des Vogels“. Dieser Tag wurde  im Jahr 2003 von Tierschützern der Organisation Born Free USA eingeführt und somit strenggenommen ein US-amerikanischer Gedenktag.

Viele Vögel (Vogelarten) sind heute akut gefährdet (wie zahlreiche andere Tierarten- Amphibien, Echsen, Insekten,… auch).

Neben illegalen Abschüssen durch Wilderei, z.B. wird der streng geschützte Gartenammer noch immer in Frankreich illegal erlegt und als Delikatesse genossen.

Vielen Zugvögeln macht der Klimawandel zum Schaffen

Vielen Zugvögeln macht ganz besonders der Klimawandel zum Schaffen. Manche Arten verlegen ihre Brutgebiete aufgrund des immer wärmer werdenden Klimas immer weiter nach Norden, andere Arten leiden unter Trockenperioden- etwa wird in vielen Regionen, wo die Zugvögel pausieren, die Nahrung knapp. Generell kehren Zugvögel laut NABU früher aus dem Süden zurück oder kürzen ihre Flugstrecken ab.

Zum Problem wird diese neue Situation für Langstreckenzieher wie Gartenrotschwanz, Trauerschnäpper, Nachtigall oder Pirol: Da immer mehr Vogelarten in Österreich oder Deutschland überwintern oder aufgrund der Klimaerwärmung früher in ihr Brutgebiet zurückkehren, sind die besten Reviere bereits besetzt, wenn die Langstreckenzieher im Frühjahr aus ihren Überwinterungsgebieten zurückkehren.

Was vielen Vögeln noch das Leben schwer macht

Zusätzlich zu den oben genannten Problemen kommen noch altbekannte Probleme, wie die Industrialisierung der Landwirtschaft, wo für Vögel kaum Platz bzw. Futter bleibt, die Umweltverschmutzung z.B. durch Plastik- viele Vögel verringern mit vollem Magen, weil sie anstelle von Futter Plastik fressen oder Plastikteile durchbohren die Mägen von Jungvögeln.

Auch der zunehmende Schwund von Insekten oder die Verbauung von Grünflächen wirken sich negativ auf die Vogel-Bestände aus.

Vogelschutz ist auch Menschenschutz

Vögel, die direkten Nachkommen der Dinosaurier, sind heute vielfältig gefährdet. Aktiver Vogelschutz wäre konsequenter Klimaschutz, Vermeidung (oder zumindest Reduktion des Plastikmülls, Reduktion schädlicher Pestizide und Insektizide in der Landwirtschaft bzw. noch besser ein Umstieg auf landschaftsschonenden Bio-Landbau.

Es zeigt sich: Vogelschutz kommt nicht nur Vögeln sondern vielen gefährdeten Tier- und Pflanzenarten zugute und nicht nur das: Auch das langfristige Überleben der Menschen (zumindest unter menschenwürdigen Bedingungen) kann nur durch nachhaltige Strategien gesichert werden- provokant gesagt: Vogelschutz ist auch Menschenschutz!

 

 

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