Tag der Migrant/innen

Axel Müller / pixelio.de

Am 18. Dezember ist der Tag der Migrant/innen.

Als 2015 im Rahmen der sogenannten Flüchtlingskrise viele Fremde ins Land strömten, wurden schnell rassistische, fremdenfeindliche Stimmen laut.

Oft wird dabei vergessen, dass kaum ein Mensch flüchtet, der nicht muss. Viele Flüchtlinge riskieren ihr Leben, etwa wenn sie in winzigen Schlauchbooten über das Mittelmeer fahren.

Natürlich ist es schwer, wenn unterschiedliche Kulturen aufeinander prallen, natürlich gibt es unter den oft schwer traumatisierten Flüchtlingen auch „schwarze Schafe“, die sich in ihrer neuen Heimat nicht so benehmen als sie sollten.

Dennoch sollten man vielleicht auch einmal versuchen sich in die Haut der Flüchtenden zu versetzen. Ende 2016 waren 65,6 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht, auf der Flucht vor Krieg, vor Verfolgung, vor Hunger.

Was wäre, wenn wir flüchten müssten? Auch wenn es für uns undenkbar ist, wir leben in stabilen, sicheren Verhältnissen. Dennoch würde sich jeder wünschen oder erwarten, gerettet zu werden, wenn man verfolgt wird.

Natürlich haben auch Flüchtende nicht nur Rechte, sie haben sicher auch die Pflicht, sich möglichst in das Land zu integrieren, Regeln und Gesetze dieses Landes anzunehmen, in das sie flüchten. Das kann aber nur gelingen, wenn man ihnen die Hand reicht- ihnen eine Integration ermöglicht.

Flüchtlingspolitik ist bestimmt ein heikles Thema, aber mit Herz und Verstand lassen sich sicher menschliche Lösungen finden und gerade am Tag der Migrant/innen appelliere ich besonders an jene Menschen, die den Flüchtende besonders skeptisch gegenüberstehen, sich einmal zu überlegen, was sie in deren Situation tun würden und das Flüchtlinge nicht in erster Linie Verbrecher sind, sondern schutzbedürftige Menschen wie Du und ich und gerade in der Weihnachtszeit sollte die Menschlichkeit auch in der Flüchtlingspolitik einmal im Vordergrund stehen.

 

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