Tag des Tees

Ich sitze bei einer Tasse Kaffee. Zu meinen Füßen liegt unsere alte Labradoründin und unser Kitten turnt fleißig auf meinen Schultern und springt mir manchmal lustig in die Tastatur.

Heute ist der Tag des Tees. Ich bin ja leider keine große Teetrinkerin, der Teetrinker in der Familie ist mein Sohn, der leidenschaftlicher Teegenießer ist und mit Vorliebe grünen Tee am Morgen trinkt.

Grüntee und Epigenetik

Grüner Tee ist ein ganz besonderes Getränk. Es gibt etliche Hinweise darauf, dass Grüntee sogar epigenetisch wirksam ist. Was heißt das?

Evolution-Lamarckismus-Darwinismus-Genetik-Epigenetik- was bedeutet das alles?

Spätestens seit den Forschungsergebnissen des Augustinermönchs Gregor Mendel wissen wir, dass Erbfaktoren für unser Ansehen und andere Merkmale verantwortlich sind.

Die Nobelpreisträger Watson und Crick knackten mit Hilfe von Forschungsergebnissen der genialen Forscherin Rosalind Franklin die Struktur der DNA und Charles Darwin stellte die Welt auf den Kopf, als er 1859 sein Buch „The Origin of Species“ (Über die Entstehung der Arten) herausbrachte.

Darwin zögerte lange mit der Veröffentlichung der Ergebnisse seiner Forschungsreise auf die Galapagos Inseln, jedoch war in etwa zur gleichen Zeit sein  jüngerer Kollege Alfred Russel Wallace auf die selben Ergebnisse gekommen wie Darwin. Nur hatte Wallace das Pech, dass sein Schiff abbrannte- und mit dem Schiff all seine Aufzeichnungen und Sammlungen.

Darwin widerlegte die Ideen seines Vorgängers Jean Baptiste Lamarck, der davon ausging, dass Lebewesen sich an ihre Umwelt anpassten und neu erworbene Eigenschaften an die Nachkommen weitergäben. So nahm Lamarck an, Giraffen würden sich immer nach dem Futter strecken, so würde ihr Hals wachsen und diesen langen Hals gäben sie an ihre Jungen weiter.

Darwins Ansatz war, dass in jeder Population nicht alle Individuen gleich sind. Ein paar Giraffen hätten also einen etwas längeren Hals. Weil die weiter nach oben kämen und Blätter naschen könnten, welche die anderen Tiere nicht erwischen könnten, würde es diesen Giraffen besser gehen, sie würden viele Junge bekommen und auch diese hätten wieder einen längeren Hals. So würde der Hals immer länger werden…

Darwin erkannte auch, dass alle Arten einen gemeinsamen Ursprung hatten.

Epigenetik verbindet nun beides- die Theorie Lamarcks und Darwins Evolutionstheorie. Versöhnlich für Lamarck und versöhnlich für Darwin. Unser Genom kann natürlich NICHT durch äußere Faktoren beeinflusst werden, aber der Schaltplan der Gene. Wir brauchen nämlich nicht immer alle unserer etwa 25.000 Gene. Es gibt Gene, die benötigen wir nur zu ganz bestimmten Zeitpunkten unserer Entwicklung. Nach dieser Phase werden werden diese Gene abgeschaltet. Es gibt Gene, die benötigen wir nur in bestimmten Organen, so können Gene, die man für die Herstellung von Insulin benötigt in Nervenzellen oder Leberzellen abschalten. Es gibt Gene, die kontrollieren etwa andere Gene, die für die Entstehung von Krebs verantwortlich gemacht werden. Diese Tumor-Suppressor Gene (Krebs-Kontroll-Gene) werden durch unseren Lebenswandel oft abgeschaltet. Eigenetisch wirksame Substanzen, wie etwa grüner Tee, können diese Gene wieder anschalten. Sp spricht man beim Grünen Tee von japanischen Paradoxon: Japaner haben haben TROTZ ihres stressigen, westlichen Lebens wesentlich seltener Krebs-Erkrankungen als Europäer. Für dieses Phänomen wird häufig Grüntee verantwortlich gemacht, den Japaner/innen gerne und häufig trinken.

Neben grünen Tee kennt man noch andere epigenetisch wirksame Substanzen, etwa Auberginen, Tomaten, usw.

Ja ich bin eine Kaffee Trinkerin, aber ich glaube, ich werde mir jetzt eine schöne, Tasse heißen Tee aus biologische und fairer Produktion aufbrühen!

Massai-Giraffen

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