Internationaler Monkey Day am 14.12.

Das ist echt affig: Am 14. Dezember ist der internationale Monkey Day. Aber eigentlich ist dieser Tag nicht wirklich ein Grund zur Freude. Der Menschen hat seinen nächsten Verwandten nämlich arg in Bedrängnis gebracht.

Bedrängte Verwandte

Während 7,6 Milliarden Menschen die Erde bevölkern und auf allen Kontinenten mehr oder weniger starke Spuren hinterlassen (haben) und ganze Erdteile und auch die Meere (nicht immer vorteilhaft) verändern, stehen unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen, mit denen wir uns immerhin 99% der Gene teilen, auf der „Roten Liste“ der Weltnaturschutzorganisation IUCN. Schätzungen zufolge streifen noch 181.000 bis 256.000 Schimpansen durch den ostafrikanischen Busch, etwa 128.700 Tiere gibt es noch in Zentralafrika und nur noch 15.000 bis 65.000 in Westafrika. Von den Nigeria-Schimpansen leben laut WWF nur noch maximal 6.000 bis 9.000.

Immer weniger Gorillas im Nebel

Aber nicht nur die klugen Schimpansen werden arg bedrängt. Alle Gorilla-Arten sind nach der Roten Liste der IUCN bedroht. Berggorillas gibt es schätzungsweise nur noch etwa 600, Bwindi-Gorillas gar nur noch 400, Westliche Flachlandgorillas etwa 320.000, Grauergorillas ca. 3800 und Cross-River-Gorillas 250 bis 300.

Neben Wilderei und Ebola ist der Verlust des Lebensraums (z.B. Rodung von Regenwald für Plantagen) einer der Gründe für die Dezimierung der Menschenaffen in Afrika.

Die berühmte Primatenforscherin Dian Fossey, sie wurde gemeinsam mit Birute Galdikas und Jane Goodall vom Paläontologen Louis Leakey ausgeschickt um Menschenaffen zu erforschen, wurde 1985 in Ruanda von Wilderern ermordet. Ihr größtes Anliegen war es, die Primaten zu schützen.

Waldmenschen in Gefahr

Auch die Orang Utan in Indonesien sind massiv bedroht. Nicht nur Wilderei bedroht die intelligenten „Waldmenschen. Ihr Lebensraum verschwindet dramatisch schnell, da noch immer (illegal) tropischer Regenwald für Plantagen (vorwiegend Palmölplantagen gerodet wird.

Auf Borneo leben schätzungsweise noch 10.000 bis 15.000 Exemplare, auf Sumatra sind es etwa 14000 der an sich im Land hoch geschätzten Tiere.

Bedrängte Gibbons

Die manchmal als „Kleine Menschenaffen“ bezeichneten Gibbons sind ebenfalls massiv bedroht. Auch hier spielt der Lebensraum -Verlust eine große Rolle, aber auch Wilderei.

Der Großteil aller Affenarten weltweit ist vom Aussterben bedroht

Laut t-online sind weltweit 60% aller Affen-Arten vom Aussterben bedroht. Wichtigste Bedrohungsfaktoren: Lebensraumverlust und Wilderei.

So sind in Brasilien, Madagaskar und Indonesien der Lebensraumverlust der hauprgund für die schrumpfenden Affenpopulationen, während in der Demokratischen Republik Kongo die Wilderei und der Handel mit Affenfleisch die größte Bedrohung für die gefährdeten Tiere darstellt.

Affen und besonders Menschenaffen, sind nicht immer die lieben Tiere als die sie manchmal hingestellt werden. Es sind Tiere mit hoch entwickelteren sozialen Fähigkeiten. Sie empfinden Trauer, Neid, haben Freunde und Feinde und sind mitunter brutal und grausam zu Artgenossen. Auch Morde kommen vor- wie bei uns Menschen ja auch.

Scimpansen verwenden- wie andere intelligente-Tiere auch Werkzeuge. Sie leben eine Art Kultur die von Gruppe zu Gruppe unterschiedlich ist und geben diese Kultur an ihre Nachkommen weiter. Sie entwickeln komplexe Jagdstrategien und trainierte Menschenaffen in Gefangenschaft sind in der läge mittels Zeichensprache uz kommunizieren. In manchen Bereichen sind ihre Fähigkeiten sogar stärker als die der Menschen, etwa wenn es darum geht, sich kurzzeitig Zahlen zu merken. Auch bei anderen Intelligenztest schlagen Schimpansen etwa 4jährige Menschenkinder.

Wie Delfine und Schweine erkennen sich Menschenaffen im Spiegel selber, eine Fähigkeit, die Menscenkinder ab etwa 18 Monaten besitzen.

Schutz der Affen

Was können wir zum Schutz der Affen tun? Da eine wesentlich Bedrohung (fast) aller Affen eine Beschneidung ihres Lebensraumes darstellt und viele Affen ihre Heimat auf Kosten von Plantagen verlieren, bedeutet bewußtes Einkaufen auc Affenschutz. Wer auf Palmöl verzichtet tut nicht nur seiner Gesundheit was Gutes, der Erhalt des Regenwaldes ist auch wichtig für den Klimaschutz und natürlich für den Schutz der Affen. In Indonesien bedeutet der Erhalt der Regenwälder auch, dass die Heimat von Gibbons, Orang Utan und auch anderer Tiere erhalten bleibt.

Ein Verzicht auf Produkte aus industrialisierter Landwirtschaft kann das Leben vieler Tiere aus Afrika und Brasilien retten.

Soja ist ein beliebtes und billiges Futter für Tiere. Häufig wird es aus Brasilien importiert, wo  Regenwald für Sojaplantagen gerodet wird. Die Sojabohnen sind häufig genmanipuliert, damit sie gegen glyphosathaltigen Herbiziden resistent sind.

Die traurige Folgen sind: gehäufte Missbildungen in der Umgebung der Felder aufgrund des Giftes, welches Ungeborene schädigt, Rückgang von Arten aufgrund des Herbizides Glyphosat, der Klimawandel wird darf den Regenwaldverlust vorangetrieben, viele Tiere verlieren ihren Lebensraum und wir importieren ungesundes Essen…

Bewusster Kauf von Biolebensmittel, etwa Biofleisch von heimischen Betrieben stützt hier, wie man sieht, nicht nur die Affen…

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