Wie Hund und Katz? (…Fortsetzung)

Meine Schwester hatte eine sehr liebe Schäferhündin. Und Katzen. Hund und Katzen kamen beide als Jungtiere zu ihr und wurden ein starkes Team. Die Hündin und die Katzen hatten ihre eigenen, wilden Spiele, so „schlüpften“ die Katzen dem Hund regelrecht ins Maul und der Hund setze die Katzen wohlbehalten wieder ab.

Die Hündin warf Junge und auch die Hundebabies lernten mit den Katzen umzugehen, lernten die katzensprache und waren ein Team mit den Katzen.

Unsere Hündin lernte leider als Welpe nie Katzen kennen, allerdings konnte ich sie vor ca. 5 Jahren an den Kater meiner Mutter gewöhnen, der leider vor 3 Jahren von feigen Tierhassern vergiftet wurde. Seither hatte sie keine Katzen in ihrer Gesellschaft und reagierte auf vorbeistreunende Katzen irritiert bis aggressiv. Da sie aber eine an sich gutmütige Hündin ist und schon mal eine Katze akzeptiert hat, gingen wir davon aus, dass so eine Vergesellschaftung erneut möglich sein müsste.

Wie berichtet, haben wir Anfang November ein Katzenkind in unsere Familie aufgenommen. Mittlerweile sind etwa 6 Wochen vergangen und (unter Aufsicht) sind unsere alte, fast 11jährige Hündin und das Kätzchen schon zusammen.

Hier die Auf und Abs dieser Gewöhnung, die bisher relativ schnell gegangen ist, bisher gut geklappt hat und sich jetzt in der finalen Phase befindet.

Phase1:

Die ersten Tage waren unsere Mädchen streng räumlich getrennt, bekamen aber Tücher oder Decken zu beschnuppern, die das andere Tier benutzte

Phase2:

Abwechselnd hielt jemand den Hund fest und eine andere Person betrat mit der Katze im Arm den Raum. Es gab viel Lob- und besonders Leckeres für den Hund, wenn die Tiere ruhig blieben.

Phase3:

Die nächsten 4-6 Wochen bekam unsere Hündin immer wieder geschützt (mein Arm schützte das Kätzchen, der Hund durfte aber direkt schnuppern) das Katzenkind präsentiert oder durfte angeleint in den Raum, wo sie die Katze frei bewegen durfte und selbst entscheiden konnte, wie nahe sie sich an den Hund trauen würde.

Die Kontakte dauerten anfangs nur wenige Minuten, wir steigerten die Dauer der Besuche langsam.

Phase4:

Nach etwa 4 Wochen wagten wir den ersten direkten Kontakt ohne Leine oder die Katze zu halten.

Wohl um ihre Position zu demonstrieren, schnappte die Hündin warnend in die Luft, wir machen wieder einen Rückzieher- zurück zu Phase3.

Mittlerweile sind wir stabil in Phase 4. Der Kontakt  zwischen den Tieren klappt gut, findet aber nur unter Aufsicht statt. Alleine bleiben die zwei noch nicht zusammen.

Die Hündin und die Katze Wechseln sich ab in ihrem Mut. Einmal ist es die Hündin, die die Katze näher kennen lernen will, dann ist es eher die Katze. Mittlerweile liegt unser Hund schon völlig gechillt am Boden, wenn die Katze herumturnt, Versucht ihren Schwanz zu fangen oder nach ihr schlägt, wenn die „Riesen Schnauze“ zu nahe kommt…

Noch traue ich beiden nicht zu 100%, sind sie nur unter Aufsicht zusammen, aber wie es derzeit aussieht, sind unsere beiden Mädels am besten Wege, ungleiche Freundinnen zu werden…

…Fortsetzung folgt

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