Weltbodentag am 05.12.

Was ist Boden überhaupt?
Boden ist der oberste Bestandteil der Erdkruste und eigentlich ein Gemenge aus pflanzlichen, tierischen und mineralischen Bestandteilen.
Boden entsteht…
a)durch Verwitterung des Ausgangsgesteines

b) durch Zersetzung organischen Materials (durch Bakterien, Pilze, Würmer…)

Boden besteht also aus den Resten des Ausgangsgesteins (=Muttergestein), sowie aus Resten von Pflanzen und Tieren

Bodenlebewesen:

 

Vielen Bodenlebewesen fehlen die Augen. Oft sind sie weiß gefärbt. (Es fehlen die Hautpigmente zum Schutz vor der Sonne.). Ihr Körper ist oft walzen- oder wurmförmig. Bodenlebewesen haben meist einen ausgezeichneten Geruchssinn.
Zustand unserer Böden:
Etwa ein Drittel der gewachsenen Böden sind zerstört, von Zerstörung bedroht, tiefgreifend verändert oder akut belastet!
Durch die Ausbreitung von Siedlungen und Infrastrukturanlagen werden wesentlich mehr Böden zerstört und belastet als durch die Landwirtschaft.
In Landwirtschaftsgebieten entfallen 55% aller Gefährdungen auf mechanische Belastungen und 45% auf Schadstoffprobleme. Etwa 1% der  Böden haben eine sehr hohe Schwermetallbelastung.
Böden werden werden zerstört durch:
  • Versiegelung (Straßenbau, Wonungsbau, Asphaltieren von Parkplätzen, Hinterhöfen,…
  • Erosion (Bodenabtrag durch Regen oder Wind, vor allem in der industriellen Landwirtschaft
  • Bodenabtragung (Zerstörung von Mooren, Schottergruben,…)
  • Verdichtung (Bearbeitung mit schweren Maschinen in der industriellen landwirtschaft
  • Schadstoffe
Fruchtbare Böden als wichtigste Grundlage für eine ertragreiche Landwirtschaft

Gesunde, fruchtbare Böden sind die wichtigste Grundlage für eine ertragreiche Landwirtschaft. Gesunde Böden Zeichen sich durch eine lockere, körnige Struktur und eine hohe Zahl an Bodenlebewesen aus.

Früher arbeiteten Bauern und Bäuerinnen in einer Kreiswirtschaft. In sogenannten Mehrfelderwirtschaft wählte man passende Fruchtfolgen, da nicht all Feldfrüchte dem Boden die selben Mineralien entziehen. Alle drei oder vier jähre ließ man die Felder massiv auch für ein Jahr brach liegen oder baute Klee an. So konnte sich der Boden erholen. gedüngt wurde nur mit Mist oder Gründungen.

Heute wird oft mit zu schweren Maschinen gearbeitet. Der Boden verdichtet sich- Bodenleben ist kaum mehr möglich. In der Folge trocknet der Boden oben schnell aus und wird – auf aufgrund wegrationalisierter Windschutzgürtel vom Wind verweht oder bei starken Regen weggewaschen.

Düngung erfolgt mittels mineralischem Kunstdünger und die Bekämpfung von Schädlingen erlegen nicht Nützliche wie früher sondern Chemikalien, die auch Bienen töten und uns Menschen schaden.

Ich wünsche uns und unseren Kindern, dass die Menschen wieder mehr auch auf so scheinbar banale Dinge wie den Boden achten, damit unsere Landwirtschaft auch noch in Jahren auf fruchtbaren Böden gedeiht und uns und unsere Kinder ernähren kann.

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