WELTTAG GEGEN DIE TODESSTRAFE

Rosen- Brigittenau

Ich durfte an einem dreitägigen Seminar im Nationalpark Thayatal teilnehmen.

Am zweiten Tag des Seminars begleitete uns Heini Staudinger (Waldviertler, GEA) ein Stück weit durch die Wiesen und Wälder des kleinsten Nationalpark Österreichs. Nicht nur, dass er uns während des Spaziergangs durch den Nationalpark viele seiner Weisheiten offenbarte (…der wichtigste Tipp für Lehrer: „Habt Vertrauen in die Kinder!“…), bevor Heini wieder in die Firma fuhr, wo noch eine Menge Arbeit auf ihn wartete, sang er mit uns zum Abschied ein Lied und erzählte dazu die traurige Geschichte von Nicola und Bartolomeo.

Ferdinando „Nicola“ Sacco und Bartolomeo Vanzetti waren zwei in die USA emigrierten Italiener, die sich der anarchistischen Arbeiterbewegung angeschlossen hatten. Sie wurden beide des doppelten Raubmordes angeklagt und nach einem umstrittenen Prozess schuldig gesprochen. Nach 7 Jahren Haft wurden beide 1927 in Charlestown, Massachusetts, am elektrischen Stuhl hingerichtet.

Im Jahr 1977, 50 Jahre nach der Hinrichtung, gab die USA die Unschuld der beiden zu. Nicola und Bartolomä wurden Opfer eines politischen motivierten Justizmordes.

Andere Hingerichtete oder in der Todeszelle wartende sind zwar keine Opfer politischer Intrigen, aber schuldlos.

So wurde etwa Carlos DeLuna 1989 nach einer Serie von Justiz-Pannen für einen Mord durch die Giftspritze hingerichtet, den er nie begangen hat.

Laut einem Spiegel-Bericht sind 4% der Hingerichteten in den USA vermutlich unschuldig!

Am Tag gegen die Todesstrafe möchte ich nicht nur den unschuldig hinter Gitter sitzenden, den Schuldig oder gar Unschuldig im Todestrakt wartenden, den Hingerichteten (keine Hinrichtung ist gerecht) und ganz besonders den unschuldig Hingerichteten gedenken!

Unten Heini Staudinger beim Singen des Liedes, welches Ferdinando „Nicola“ Sacco und Bartolomeo Vanzetti gewidmet ist.

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