Welternährungstag

Ein Seminar im Nationalpark Thayatal

Ich hatte großes Glück und durfte ein Seminar im Nationalpark Thayatal besuchen.

Ein großartiger Biohof

Im Anschluss an die großartigen Führungen durch den Nationalpark besuchen wir einen Biobauernhof. Gemäß dem Motto der Demeter-Bauern betreiben die Biobauern eine Kreiswirtschaft, haben Vieh, Gemüse und Getreide, düngen ihre Felder mit dem Mist ihrer Tiere und bauen auf den Feldern immer verschiedene Früchte an (Fruchtfolge), da verschiedene Pflanzen dem Boden andere Mineralien entnehmen und auch wieder zurückgeben.

Im Keller des Hofes: appetitlich geschlichtetes Gemüse.

Fichtensterben

Von den Bauern wie von den Nationalpark-Rangern bekamen wir das Leid zu hören, dass seit Monaten in den Medien beklagt wird: Das massive Fichtensterben im Waldviertel.

Die Fichte ist kein standorttreuer Baum, kommt natürlicherweise erst in viel höheren Lagen vor und nach Jahrzehnten des Tolerierens kommt nun mit dem Klimawandel das böse Erwachen: Die wenig robusten Fichten (ungeeignete Lage und ungesunde Monokulturen ) werden von Borkenkäfern befallen und sterben ab. Begünstigt wird das aktuelle Fichtensterben durch den Klimawandel.

Klimawandel und Hunger

Wir spüren nun also schon direkt den Klimawandel. Ernteausfälle werden auch bei uns im wohlhabenden, niederschlagsreichen Österreich immer öfter vorkommen. Aber noch können wir es uns leisten, Ernteausfälle durch Importe auszugleichen. Aber wie sie es dort aus, wo die Menschen kein Geld für teures, importiertes Gemüse haben? Dann werden die Menschen von einer Hungerkatastrophe heimgesucht, wie z.B. 2017 Kenia.

Der von uns verursachte Klimawandel trifft auch uns selber. Auf wir werden immer öfter und immer stärker von Wetterkapriolen, Hochwässer, Dürreperioden, Stürmen betroffen und geschädigt. Noch schlimmer trifft es meist die Armen dieser Welt, mit kleinstem ökologischen Fussabdruck, die für den Klimawandel keinen Beitrag leisten aber die Folgen in vollem Ausmaß spüren und deren (ausreichende, gesunde)Ernährung oftmals nicht gewährt werden kann.

Ein sorgfältiger Umgang mit Lebensmittel kann vielleicht nicht den Hunger eines Kindes in Somalia stillen aber es zeigt vom respektvollen Umgang mit einem Gut von dem wir in Überfluss aber viele Mitmenschen zu wenig.

Ein klimafreundlicher Umgang mit unserer Welt schon nicht nur unser Geldbörse und sichert unseren Kindern ein würdevolles Leben in deren Zukunft sondern sichert auch den Menschen in jenen Regionen der Welt wo Überleben ein täglich Kampf ist, die Chance auf eine gute Ernte und ausreichend Wasser zum Leben!

Im Massai Dorf

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