18.08.: Nationaltag der Honigbiene

Wir sind zu Besuch bei meiner Mutter. In der Kräuterspirale blühen Thymian und Oregano. Früher war die Thymianblüte ein einziges Summen. Jetzt scheint es stiller und ich schimpfe mit meiner Hündin Lisa, die wie verrückt nach den Bienen schnappt, die armen Bienen doch endlich in Ruhe zu lassen.

Immer weniger Bienen

Vielleicht trügen mich meine Eindrücke, weil man ja in vielen Medien über das gegenwärtige Bienensterben informiert wird. Allerdings habe ich subjektiv schon den Eindruck, dass es tatsächlich weniger „summt und brummt“ als noch vor wenigen Jahren.

Wie Bienen geschädigt werden

Einerseits schaden den Bienen Bienengifte, wie das umstrittene Glyphosat, ein Nervengift, dass auch für Menschen nicht unbedingt gesund ist, wie die traurige Lage der Menschen in Brasilien zeigt, die in der Nähe von Soja-Feldern wohnen, die per Flugzeug mit Tonnen von Glyphosat gespritzt werden. Chronische Erkrankungen, Krebs, Fehlgeburten und eine hohe Zahl behinderter Kinder sind die traurige Bilanz dieser „modernen“ Form von Landwirtschaft, in der nur der Profit einiger weniger wichtig ist.

Zu den Giften der Landwirtschaft kommt die moderne Landwirtschaft, in der die „Wildnis“ immer weniger Platz hat. Feld- und Wegraine, Extensiv bewirtschaftete Wiesen und Obstwiesen werden immer seltener und somit schwindet der Lebensraum von Wildbienen, aber auch der vieler Vögel und anderer Insekten (auch die Anzahl vieler Vögel und die der Insekten allgemein schwindet kontinuierlich).

Neben Giften und schwindenden Lebensraum setzen den Honigbienen eingeschleppte Krankheiten und Parasiten zu: Milben und Pilze tun ihr übriges um den Bestand der Bienen weiterhin zu dezimieren.

Dabei sind die Bienen unverzichtbar. In manchen Gegenden Chinas müssen Obstbäume per Hand bestäubt werden, weil es keine Bienen mehr gibt. Äusserst mühsam und dennoch ineffizient.

Echt oder Mimikry?

Interessant ist auch, dass viele „Bienen“ beim genaueren Hinsehen gar keine Bienen sind. So schwirrten zu den Thymianblüten im Garten meiner Mutter weit weniger Bienen als Schwebfliegen, die ihren „Vorbildern „täuschend ähnlich sehen.

Unten zwei Bilder einer Biene und zwei einer Schwebfliege. Erkennst Du wer die Biene ist und wer die Fliege?

Unterschied Biene- Schwebfliege

Wie unterscheidet man nun Bienen von Schwebfliegen? Manchmal manchen es einem die Fliegen echt schwer. Allerdings gibt es ein paar eindeutige Merkmale:

Flügel: Bienen haben zwei große Vorderflügel und zwei kleinere, direkt dahinter. Fliegen sind Zweiflügler. Sie haben also nur ein Flügelpaar.

Augen: Bienen wie Schwefligen haben Facettenaugen (aus Einzelaugen zusammengesetzte Augen); Bienen haben sehr schräg stehende, ellipsenförmige Augen. Schwefligen haben zwei große runde Augen, die manchmal wie eine überdimensionierte Sonnen- oder Sportbrille wirken.

Ansonsten gibt es behaarte und unbehaarte Schwebefliegen, solche die einer Biene ähneln oder einer Wespe oder Hummel, dünne oder dicke. An den Flügeln und den Augen sind sie aber dennoch leicht zu erkennen!

So, und ich gönne mir jetzt eine leckere Buttersemmel mit Honig vom Imker aus der Nachbarschaft!

 

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