09.08.: Tag der indigenen Völker

Die Entdeckung Amerikas

Christoph Columbus gilt als der Entdecker Amerikas. Auf der Suche nach einem neuen Weg nach Indien landete er in Amerika, glaubte aber, in Hinterindien gelandet zu sein.

Erst Amerigo Vespucci erkannte in Amerika einen neuen Kontinent. So wurde der Doppelkontinent auch nach ihm, Amerika, benannt.

Später erkannte man, dass vermutlich schon die Wikinger in Amerika waren.

Die ersten aber waren die First Nations, die Ureinwohner Amerikas, von Columbus „Indianer“ genannt, weil er sich eben in Indien wähnte.

First Nations

Amerikas Ureinwohner gelangten vermutlich vor über 10.000 Jahren über die Beringstraße, die zeitweise zugefroren und somit passierbar war, nach Amerika. Dies belegen körperliche und genetische Merkmale, wie auch kulturelle Übereinstimmungen zwischen Bewohnern Sibiriens und den amerikanischen Ureinwohnern.

Fast überall auf der Welt gibt es indigene Völker, Ureinwohner. In Australien, Neuseeland, Nordamerika, Südamerika, Asien, Afrika und sogar in Nordeuropa.

Das traurige Schicksal indigenen Völker

Fast überall auf der Welt erleiden und erlitten diese Ureinwohner ein ähnliches Schicksal. Viele Ureinwohner wurden von den neuen Siedlern ausgerottet. So lebten auch auf den kanarischen Inseln einst Ureinwohner, die aber bald nach der Ankunft der Spanier starben.

Die Überlebenden wurden und werden in Reservaten gesammelt, entrechtet, landlos vegetieren und vegetierten sie am Rande der Gesellschaft dahin. Erst in den letzten Jahren hat sich das Bewusstsein für die Rechte dieser Völker, ein Bewusstsein für ihr oft über Jahrtausende überliefertes Wissen über Heilpflanzen und ein Bewusstsein für ihre Kulturen entwickelt.

Begegnungen mit indigenen Gruppen

In Panama durften wir auf der schönen Inselgruppe „Boas del Toro“ ein indigenes Dorf besuchen. Die Kinder kamen auf uns zugerannt. Ich werde nie vergessen, wie mich ein kleines Mädchen still an der Hand nahm und meine Hand während unseres Besuches ständig hielt.

Auf Jahre zuvor durften wir mit einem Ureinwohner in Venezuela drei tage lang durch den Amazonas wandern. Er zeigte und kleinste Tiere, die er mit seinem geübten Blick sofort erkannte, die wir schlicht übersehen hätten, wie eine Tarantel, die sich am Boden versteckt hielt.

Für mich waren Begegnungen mit indigenen Menschen immer etwas Besonderes. Begegnungen auf Augenhöhe, wo man voneinander lernen kann.

Zukunft für indigene Völker

Ich wünsche mir für indigene Völker dieser Welt, dass sie endlich die Rechte und den Raum, der ihnen zusteht bekommen. Dass sie die selben Chancen und Rechte haben wie die „Zugereisten“. Ich wünsche mir, dass Indigene nicht mehr als die „primitiven Wilden“ betrachtet werden, sondern dass Dialoge auf Augenhöhe entstehen und dass es die indigenen Völker schaffen Tradition und Moderne zu verbinden!

Mai Chau (2)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.