Internationaler Tag des Tigers

Tag des Tigers

Am 29.07. ist der internationale Tag des Tigers.

Der Tiger, eine bedrohte Raubkatze, Synonym für Kraft und Stärke. Wie kann es sein, dass dieses Tier vor dem Aussterben steht bzw. etliche Unterarten schon von unserem Planeten verschwunden sind?

Der Tiger steht im Spannungsfeld Mensch- Natur. Auf der einen Seite sind die Naturschützer. Menschen, die den Tiger als wichtiges Element des Ökosystems und als lebendes „Naturjuwel“ für die nachkommen erhalten wollen.

Auf der anderen Seite sind skrupellose Wilderer. Menschen, die um ihre Familien zu erhalten (also sind sie vielleicht gar nicht so skrupellos, sondern einfach nur verzweifelt?), Tiger jagen, illegal erbeuten, damit aus ihren Knochen und Organen Trophäen und Pulver (z.B. Potenzmittel) für reiche Abnehmer hergestellt werden.

Und dann gibt es noch die Menschen, die direkt mit den Tigern leben(müssen. Arme Bauern, die Angst um ihr Vieh haben und teilweise auch Angst um ihr Leben. Es ist schon vorgekommen, dass Menschen Opfer von Tiger Attacken wurden.

Wie können wir, die Angst vor einer Handvoll Bären oder vor ein paar Wölfen haben, die die wenigen zurückgekehrten Fischotter zum Abschuss freigeben wollen, weil in unserer Heimat kein Platz für Wildtiere ist, die Ängste dieser Menschen übergehen?

(Kein) Platz für Wildtiere

Was wir brauchen sind Strategien, Pläne, die ein Nebeneinander von Wildtieren und Menschen in unserer modernen Welt ermöglichen. Ausgedehnte Schutzgebiete etwa, Wildzäune oder Strategien um Wildtiere abzuhalten. In Österreich könnten das Hirten und ihre Hunde sein, die Schafherden wie in Rumänien vor Wildtieren wie Wölfen oder Bären beschützen. Auch in Indien oder Bangladesch könnte man Dörfer schützen, Problemtiere, die menschlichen Siedlungen zu nahe kommen könnte man betäuben und in entlegene Wildnisgebiete ausfliegen.

Wichtig ist auch, die Menschen zu informieren. Etwa ihnen klarzumachen, dass aus medizinischer Sicht weder zerriebene Tigerknochen noch das Horn von Nashörnern als Potenzmittel taugen.

Schadenersatzahlungen, wenn Wildtiere Nutztiere reißen wären ebenso wichtig, wie die Engagement der lokalen Bevölkerung als Nationalparkranger oder Wildhüter. Wenn Naturschutz das Überleben der Familie sichert, wird Naturschutz lieber praktiziert und akzeptier, als wenn er existenzbedrohend wahrgenommen wird, weil leine Wildtiere mehr geschossen werden dürfen oder kein Feuerholz mehr gesammelt und verkauft werden darf.

Am 29.07. ist Tag des Tigers- und tag der Nashörner und Tag der Wölfe und Tag der…

Ich wünsche mir, dass wir den Wildtieren endlich den Platz machen, den sie verdienen. In Österreich, in Asien und überall auf der Welt!

 

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