Saftig, saftig!

Mindestens zwei Wochen früher als in den letzten Jahren (sonst war es erst in der ersten Ferienwoche, Anfang Juli, soweit) leuchten unsere Weichselbäume im Garten in den schönsten Rot-Tönen. Bewaffnet mit Kübeln und Baumscheren (ich mache dem Obstbaumschnitt an den Weichselbäumen und im Herbst am Apfelbaum, immer zur Erntezeit) geht es zur Weichselernte.

Obstbaumschnitt und Weichselernte

Habe ich früher die Bäume immer zwischen November und Februar geschnitten, so kombiniere ich jetzt Ernte und Baumschnitt und komme so auch mühelos an die oberen Früchte. Ich halte meine Bäume im Garten sehr klein und schneide sie so, dass sie mehr in die Breite als in die Höhe wachsen.

Naturnah garteln

Die Äste kommen zum Teil auf den Kompost und zum Teil schichte ich sie in einen Winkel des Gartens, wo sie unseren Weinberg- und Schnirkelschnecken, aber auch den winzigen Schließmundschnecken Nahrung und Unterschlupf bieten.

Gut für die Kaninchen

Die Kaninchen meiner Tochter freuen sich auch, sie lieben die Blätter von Obstbäumen und nagen auch die zarte Rinde der Ästchen und Zweige ab, wobei sie auch ihr Zähne abschleifen.

Riesen-Ernte im Mini-Garten

Zurück zur Ernte: Am Ende des Tages habe ich neben einem Haufen abgeschnittener Zweige und Äste und mehr Licht im Garten, zwei 10l Kübel voller Wechsel.

Aus Wechseln wird Saft- DIY-Weichselsaft

In einer Nachtschicht- ich will die Früchte im Sommer schnell verarbeiten- werden die Wechseln zerstampft und durch ein Tuchpassiert.

Der Saft wird nun mit Zucker aufgekocht (auf 3l Saft gebe ich 1kg Zucker), 3 Minuten soll er sprudelnd kochen, dann wird er noch siedend heiß in saubere(!) vorher heiß ausgewaschene (ich desinfiziere noch zusätzlich mit Alkohol) Flaschen abgefüllt.

Der Saft mit Gelierzucker aufgekocht, ergibt herrliches Gelee für das Frühstücksbrot!

Zudem entdeckte ich bei der Ernte gut versteckt in einem der Weichselbäume ein leeres Vogelnest. Ich war immer ein bisschen traurig, dass die Vögel unseren doch naturnahen Garten verschmähten, da die Nistkästen immer leer bleiben. Dabei wollten die Vögel in unserem Garten nur kein „Fertigteilhaus“, sondern waren lieber selber Häuselbauer…

Alles in Allem hatten wir eine saftige Ausbeute: Eine Ernte von 20l Wechseln und eine Ausbeute daraus von 11l Saft und Gelee sind einer Meinung nach nicht schlecht.

Und die Ernte ist noch nicht vorbei. Noch habe ich einige Wechseln am baum gelassen, die noch etwas nachreifen dürfen. Darüber dürfen sich dann Omas und Freunde freuen. Und zu Mittag wird es dann leckeren Topfenstrudel mit Wechseln geben, oder Weichselmuffins zur Jause. Mal schauen!

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