Tag der Bauern, Tag der Ernte

by Verena N. / pixelio.de
Nahrung für alle?

Auf der Erde leben derzeit über 7, bald 8 Milliarden Menschen. Bis zum Jahr 2050 werden wir sogar 9,7 MilliardenMilliarden Menschen sein, die sich den einen Planeten teilen müssen. Theoretisch gäbe es ausreichend Nahrung für alle Menschen weltweit, tatsächlich ist Nahrung und Wasser nicht für alle Menschen in gleichem Maße verfügbar. Während etwa 800 Millionen Menschen weltweit an Hunger leidet und eine weitere Milliarde Menschen an einem Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen, leben viele Menschen im Überfluss. Etwa 2,1 Milliarden Menschen weltweit sind übergewichtig. In den reichen Industrieländern wird außerdem ein beträchtlicher Teil der Nahrung weggeworfen. So landen allein in Deutschland  82 Kilogramm Lebensmittel pro Person jährlich im Müll.

Der Klimawandel und das Bevölkerungswachstum werden das Problem der Ungleichverteilung noch verschärfen. In vielen teilen der Welt wird der Bedarf an Nahrung immer größer. Gerade viele Länder, die jetzt schon an Wasserknappheit oder Umweltkatastrophen leiden, werden vom Klimawandel besonders stark betroffen, wie Dürreperioden usw.

Industrieländer lagern ihre Produktion oft ins Ausland aus, zum Leidwesen der dortigen Bevölkerung, auch Ernteausfälle bereiten Menschen in den Insdustrieländern weit weniger Probleme., da sie über genügend Geld verfügen, Nahrung aus dem Ausland einfach zuzukaufen.

Immer weniger Bauern und Bäuerinnen

In den Industrieländern sank der Anteil der Bauern an der Gesamtbevölkerung. Um 1900 waren etwa 45 % der Bevölkerung Bauern und Bäuerinnen, 1934 etwa 30 %, 1961 16%. Heute sind weniger als 7% der Bevölkerung in Österreich oder Deutschland Bauern.

In Schwellenländern und Entwicklungsländern ist der Anteil an Bauern noch größer. Bis ins 19. Jahrhundert ernährte ein Bauer in Österreich oder Deutschland etwa vier Menschen. Mitte des 20. Jahrhunderts waren es bereits zehn Menschen. Heute sind industrielle Landwit/innen in der Lage, bis zu 129 Menschen zu ernähren. Möglich wird das durch die Techniken der industriellen Landwirtschaft. Riesige Felder mit Monokulturen (sogenannte Agrarwüsten) sind die Folgen diesen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandels in der Landwirtschaft. es gibt einige wenige (große) landwirtschaftliche Betriebe inmitten einer öden Landschaft. Hecken und Feldraine oder kleine Bäche mussten weichen, damit die Felder mit großen Maschinen bearbeitet werden können. Damit diese großen Monokulturen nicht Opfer von Ernteschädlingen werden, „erfand“ die Agrarindustrie eine menge an Mitteln: Insektizide und Pflanzenschutzmittel oder genveränderte Nutzpflanzen mit „eingebautem Insektenfraßschutz“, Dank fremder Gene, zumeist von Bakterien. Herbizide sollen Unkräuter vernichten. Da viele Herbizide auch Nutzpflanzen abtöten, entwickelte man auch hier gentechnisch veränderte Nutzpflanzen mit einer hohen Herbizidresistenz.

Folgen der Industrialisierung der Landwirtschaft

Folgen der Industrialisierung der Landwirtschaft: extreme Artenarmut: Bienen und andere Insekten werden Opfer der Pflanzenschutzmittel; Vögel und Kleinsäuger finden keinen Unterschlupf, da Sträucher und hecken als Versteckmöglichkeiten fehlen. Durch die schweren Maschinen verdichtet sich der Boden. Er wird weniger durchlüftet und viele Bodenorganismen gehen zugrunde. Eine weiter Folge sind eine hohe Anfälligkeit für Bodenerosion.

Da viele Bauern aufgrund des Preisdrucke ihren Hof aufgeben müssen und mussten, kommt es auch zu einer Vertuschung und Verwaldung ehemals landwirtschaftlicher Gegenden. Während Grünland einerseits intensiv genutzt wird, verbuchen auf der anderen Seite wertvolle Magerwiesen, weil sie unrentabel geworden sind und nicht mehr gepflegt werden.

In einer kleinräumigen (idealerweise biologisch betriebenen) Landwirtschaft, werden kleinere und leichtere Maschinen eingesetzt. De Boden verdichtet sich weniger, ist gut durchlüftet und die Artenvielfalt im Boden ist recht groß. Insektenschutzmittel und Herbizide sind kaum nötig: Einerseits wird Schaden begrenzt, weil die Bauern nicht auf nur Mais oder nur Weizen setzen und Schaden am Maisfeld durch den Weizen kompensiert werden kann. Auch werden Schädlinge durch Nützliche in Schaft gehalten: in den Feldrainen und Gebüschen leben viele nützliche Insekten und in den Bäumen und Gebüschen können sich Vögel und Kleinsäuger verstecken. Die Artenvielfalt in der kleinräumigen Landwirtschaft ist viel höher als in der industriellen. Das intensiv schmeckende Obst und Gemüse ist schadstofffrei oder zumindest schadstoffarm.

Am 01.06. ist Tag des Bauern und auch Tag der Ernte.

Ich finde, es ist an der Zeit wieder eine faire Landwirtschaft zu betreiben. Faire Löhne für Bauern, damit diese nicht gezwungen werden aus ihren Betrieben „Fleisch oder Eierfabriken zu machen. Es ist auch Zeit, fair gegenüber der Welt zu sein. Unsere Bauern Lager oft Produktionen in Billigländer aus. So wird Vieh oftmals mit Sojaschrot gefüttert, dass aus Brasilien importiert wird. In Brasilien wird für die Sojaproduktion Regenwald gerodet, welcher zum Schutz des Klimas benötigt wird. Auch ist der Regenwald Heimat seltener Tiere und Pflanzen und man vermutet, dass es in den Regenwäldern noch viele noch nicht entdeckte Heilpflanzen gibt.

Sägen wir uns nicht mehr länger den Ast ab, auf dem wir sitzen!

 

 

 

 

 

 

Hier noch ein Video vom deutschen Astronauten Alexander Gerst, der vom Weltall aus beobachtete, wir wir Menschen uns den Ast absägen, auf dem wir sitzen:

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