…und heuer blieb es still- Internationaler Bienentag am 20.05.

Kleine_Wildbiene
  1. Stille zur Zeit der Weichselblüte

In unserem kleinen Garten stehen drei Weichselbäume und ein Apfelbaum. Normalerweise surrt und summt es in der Blütezeit, doch heuer war es erschreckend still. Ich wollte in den Garten gehen, um einige Fotos von den fleißigen Bienchen während ihrer Arbeit zu machen, aber heuer entdeckte ich nur ein einsames Bienchen, welches zu geschäftig war (hatte es doch alle Blüten für sich allein), um für ein Bild kurz „ruhig zu posieren“.

Immer weniger Bienen

Wäre es nicht nur meine Beobachtung, die könnte ich als Zufall-Ereignis oder einmal-Angelegenheit zur Seite schieben, aber Beobachtungen wie diese mehren sich. Die Bienen  werden immer weniger. Und zwar nicht nur die Honigbiene, die eine kräftige Lobby von Imker/innen und Honigliebhaber/innen hinter sich hat, sondern leider nimmt auch die Zahl der Wildbienen rasend schnell ab. Von der riesigen Holzbiene, über die pummelige Hummel bis zur winzigen Steppenbiene weist Österreich ein breites Artenspektrum auf- oder besser: wies Österreich ein breites Artenspektum auf. Blumenwiesen verschwinden aufgrund der intensiven Landwirtschaft. Manche Bienenarten vertragen nur eine einmalige Mahd pro Jahr, in der intensiven Landwirtschaft wird aber mehrmals pro Jahr gemäht. Ebenso verschwinden Feld- und Wegraine.

Warum gibt es immer weniger Bienen?

Den Bienen macht also nicht nur das viel diskutierte und der EU noch immer nicht verbotenen Bienengift, das Spritzmittel Glyphosat (das auch für uns Menschen giftig ist, wie   eine überdurchschnittlich hohe Zahl kranker und behinderter Kinder und Fehlgeburten in manchen Gegenden von Brasilien zeigt, wo genmanipulierter Soja mit großen Mengen an Glyphosphat behandelt wird), sondern auch die intensive Landwirtschaft: Das fehlen von Brachen, von extensiv bewirtschafteten Grünflächen.

Was den Bienen gut tut, tut auch Schmetterlingen und Vögeln gut

Extensives Grünland würde dabei nicht nur den Bienen gut tun: Auch Schmetterlinge oder sogar der bedrohte Wachtelkönig benötigen solche Blumenwiesen und verschwinden mehr und mehr von unserer Bildfläche.

Unverzichtbare Helfer in der Landwirtschaft

Im Zusammenhang mit Obst und Gemüse muss aber gesagt werden: Bienen sind unverzichtbare Helfer in der Landwirtschaft und manche Wildbienen sogar noch fleißiger als Honigbienen. Und der Ausfall von Bienen bedeutet, wie in manchen Gegenden Chinas, wo es praktisch keine Bienen mehr gibt, die Blüten händisch zu bestäuben. Nicht nur ökologisch, auch wirtschaftlich ein Desaster!

Internationaler Bienentag

Am 20.05. ist der „internationale Weltbienentag“. Eine Gelegenheit, für uns alle, etwas für die Bienen zu tun:

  • sich gegen Glyphosphat stark machen
  • in Haus und Garten auf Pestizide und Insektizide verzichten
  • im Garten zumindest ein Fleckerl Blumenwiese stehen lassen und dieses nur 1-2x pro Jahr mähen
  • Produkten aus ökologischer Landwirtschaft den Vorzug geben
  • auf dem Balkon oder der Fensterbank eine kleine Blumenwiese aussäen
  • ein Insektenhotel zum Überwintern von Wildbienen und anderen Nützlingen aufstellen.

Ich wünsche Euch, liebe Leser, noch einen wunderschönen Mai und uns allen, dass uns die Bienen noch lange erhalten bleiben!!

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