22.04.:Tag der Erde

Heute, am 22.04., ist der Tag der Erde. Sogar die Suchmaschine „Google“ würdigt die Erde mit einem eigenen Doodle.

Die Erde ist ein wundervoller Planet. 4,5 Milliarden Jahre alt und seit 3,5 Milliarden Jahren belebt. Freilich hat das Leben damals noch anders ausgesehen als heute, war noch primitiv in Form von bakterienähnlichen Einzellern im Wasser. Jedoch hat sich das Leben prächtig entwickelt und vor über 500 Millionen Jahren entwickelten sich zu beginn des Kambriums während einer Zeitspanne von 5-15 Millionen Jahren, während der sogenannten kambrischen Explosion alle noch heute existierenden Tierstämme, bis auf die Wirbeltiere.

Die Erde liegt in der habitablen Zone, der Lebenszone: Weit genug entfernt von unserem zentralen Stern, der Sonne, aber auch nah genug. Dank unserer dichten Atmosphäre herrschen auf der Erde angenehme Temperaturen, die vielfältiges Leben ermöglichen.

Der Mensch ist nun drauf und dran, die eingespielten Kreisläufe der Erde durcheinander zu bringen, und zwar vielfältig und in vielen Bereichen.

Einerseits werden durch Industrie und Verkehr immer mehr Treibhausgase emittiert, Wälder werden gerodet und auf den neu angelegten Weiden grasen Rinder, die wiederum Methan ausstoßen, ein noch stärker wirkendes Treibhausgas als CO2. Die Folgen dieses Effekts sind bekannt: Der Klimawandel. Das Treibhaus Erde ermöglicht uns ein komfortables Leben. Ohne Atmosphäre hätte es auf der Erde um die -20°C, nur wird es jetzt eben immer wärmer.

Der Klimawandel bewirkt nicht nur eine globale Zunahme der Temperatur- Luft und Wasserströmungen geraten durcheinander. Die Folge sind Extremwetterlagen wie Wirbelstürme und Flutkatastrophen oder auch Dürreperioden.

Der Golfstrom, die Heizung Europas wird möglicherweise immer schwächer oder versiegt ganz, dann würde es auf der immer wärmer werdenden Erde in Europa kälter- wir wären dann der Kühlschrank der Erde…

Plastik aus Verpackung und Kleidung oder Kosmetik gelangt in Flüsse und Seen und in die Meere. Schon jetzt findet man in den Meeren mehr Mikroplastik als Plankton und 2020 wird es mengenmäßig sogar schon mehr Plastik als Fische geben.

Wichtige Arten sterben aus, die Korallenriffe erliegen der Korallenbleiche und Ölteppiche sabbern vor Küsten, weil viel zu oft Schrottschiffe genutzt werden, um Erdöl zu transportieren. Bleibt zu hoffen, dass wenn in etwas über 50 Jahren das Erdöl zu neige geht die Folgen unseres Ölrausches nicht alles kaputt gemacht haben.

Die nächsten Generationen werden an den Folgen unseres Handels zu kleiden haben, Folgen wie Wasserverschmutzung, Dürren, Überschwemmungen, vielleicht sogar Kriege um wertvolle Ressourcen wie Wasser. Die Natur wird sich erholen, es gab schon viele Katastrophen auf der Erde, die einen Großteil der damaligen Arten ausgerottet haben. Die bekannteste dieser Katastrophen ist jene vor 64 Millionen Jahren, als ein riesiger Meteorit in Mexiko einschlug und zusätzliche Vulkanausbrüche die Erde verdunkelten und in der Folge die Dinosaurier ausstarben. Wirklich gefährden tut sich der Mensch selber. Und noch können wir das Schlimmste verhindern.

Sicherlich wäre es auch an der Zeit, dass die Regierungen wichtige Schritte setzen, mit Hilfe von Gesetzen und Regulierungen etwa ökologisch produzierten Strom Form fordert, Häuser-Sanierungen mit Dämmungen forciert, die Preise für öffentliche Verkehrsmittel herabsetzt und den Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel auch in ländlichen Gegenden fördert.

Aber gerade auch wir Konsument/innen haben es in der Hand: Kaufe ich  den Apfel aus Südamerika oder den aus lokalem Anbau? Fahre ich mit dem Zug von A nach B oder setzte ich mich in meinen SUV? Nutze ich das Fahrrad und gehe auch mal zu fuß? Kaufe ich Getränke in der Glasflasche und achte darauf, dass ich Produkte kaufe, wo kein Palmöl drin ist? Gebe ich Bioprodukten den Vorrang und verzichte ich zumindest einmal in der Woche auf Fleisch?

Die Liste ließe sich noch ewig fortsetzen und jeder von uns hat es in der Hand einen Betrag zu leisten, damit aus noch unsere Kinder und deren Kinder einen lebenswerten Planeten Erde vorfinden. Wir schulden es ihnen!

Honigbiene

 

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