Weltgesundheitstag

Am 07.04. war Weltgesundheitstag.

das Rauchervolksbegehren und die Tatsache, dass die seit Jahrzehnten steigende Lebenserwartung in den letzten Jahren stagniert, sollte uns zum Nachdenken bringen. Die Volksdrogen Nikotin und Alkohol sind in unserer Gesellschaft tief verwurzelt. Obwohl Alkohol mehr Todesopfer fordert als Heroin und obwohl Kinder alkoholkranker Mütter oft mit schweren Behinderungen zur Welt kommen (fetales Alkoholsyndrom) wird Alkohol hierzulande nicht nur nicht als Droge gesehen und als solche behandelt, sondern auch noch stark beworben. Komasaufende Jugendliche haben zumindest bewirkt, dass Kinder mittlerweile im Supermarkt keinen Alkohol mehr kaufen dürfen. Und wenn man bedenkt, wie viele Alkolenker Unschuldige mit in den Tod reissen, so steigen die Opfer des Alkohols noch weiter. Neben behinderten Kindern und Leberzirrhosen sind eben auch Unfallopfer zu beklagen.

Ähnlich verhält es sich mit Nikotin. Auch über die Schädlichkeit von Nikotin weiß (fast) jedes Kind Bescheid, dennoch ist die Raucherlobby- Strache sei Dank- immer noch stark genug, um sogar das Trauergesetz zu kippen.

Da, aus Zeitmangel oder anderen Gründen, immer weniger Menschen kochen, kommen auch immer öfter Fertiggerichte auf den Tisch. Auch vermeintlich gesunde Speisen, oder zumindest von der Werbung als solche angepriesene, die vor Zucker, Fett und Zusatzstoffen nur so strotzen und an manchen, an sich wirklich gesunden Lebensmittel wie Paprika, oft Rückstände wie Pestizide haften, ist es nicht verwunderlich dass die immer gestresstere, kaum Sport betreibende, sich ungesund ernährende Menschheit immer kränker wird. Der modernen Medizin ist es zu verdanken, dass Krebs und andere schlimme Krankheiten immer besser heilbar werden, dennoch machen wir uns selber zu gesundheitlichen Krüppeln.

Dabei wäre es so einfach: regionalen- und Bio-Produkten den Vorzug geben, Alkohol (und wenn es sein muss) Nikotin in Maßen statt in Massen genießen. Genießen scheint überhaupt ein Zauberwort, statt ungesundes Fastfood in sich reinzustopfen, lieber eine kleinere Mahlzeit genießen, sich Zeit lassen, spüren, wie gut das Essen schmeckt und spüren, wenn man satt ist und dann auch mal eine kleine Nascherei- ohne schlechten Gewissen- genießen. Einen gemütlichen Dauerlauf, eine Radtour mit den Kindern oder eine kleine Wanderung in der Natur mit allen Sinnen genießen- zum Entschleunigen- und dann wieder mit Power an die Arbeit.

Es ist wirklich nicht schwer, fordert nur die konsequente Umsetzung und nützt der Umwelt und nützt Deiner Gesundheit!

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