21.03.: Tag gegen Rassismus

Axel Müller / pixelio.de
Erinnerung an den Anschluss Österreichs an Nazi Deutschland im März

Der März steht ganz im Zeichen der Erinnerung an den Anschluss Österreichs an Nazi Deutschland. Nie wieder sollen Gräueltaten wie jene zwischen 1938 und 1945 mehr passieren.

Rassismus war in diesen dunklen Tagen en vouge und noch bis in die 1980er waren Judenwitze populär oder dachten sich viele Leute nichts, wenn sie  „rassistische“ Bemerkungen machten oder grausliche Bezeichnung in ihrem Sprachgebrauch üblich waren.

Rassismus in der Sprache

In meiner Volksschulzeit, in den 1980er Jahren hörte ich noch oft Leute scherzen, dass sie mit dem „Jugokoffer“ unterwegs wären, wenn sie ein Plastiksackes statt einer Tasche verwendeten. Schwarzafrikanische Mitbürger/innen wurden öffentlich als „Neger“ bezeichnet. Waren sie pleite, meinten diese Mitbürger/innen, sie wären „neger“ und die Lieblingsschokolade vieler Österreicher/innen war das „Negerbrot“. Menschen, die gerne herumreisten oder wenig Zuhause waren, schimpfte man „Zigeuner“ und geizige Menschen nannte man „Jud“…

Heute, rund 30 Jahre später, sind die meisten Menschen viel sensibler in ihrem Sprachgebrauch geworden. Zwar werden noch immer Mohren (Mohr im Hemd), Frankfurter und Schweden (bomben) verspeist, aber dennoch sind die politisch korrekten Bezeichnungen („Schwarzafrikaner/innen“, „Roma und Sinti“ usw. für die meisten Menschen (zumindest bei allen, die ich kenne) selbstverständlich geworden.

Rassismus- heute

Dennoch, Rassismus ist auch noch heute allgegenwärtig: Bei grauslichen Naziliedern, die in dubiosen Burschenschaften gesungen werden, bei Vorurteilen gegenüber Schwarzen entlang der U6, bei Vorurteilen gegenüber Migräne/innen, die sich oft legen, sobald man sie näher kennt. Laut dem neuen Zara Rassismus-Report befinden sich rassistische Übergriffe in Österreich auf einem traurigen, neuen Rekord.

Rassismus findet sich meiner Meinung auch in Form von Mobbing gegen Homosexuelle, auch eine andere sexuelle Orientierung ist im aufgeklärten Österreich noch nicht überall selbstverständlich. In gewisser Weise findet man Rassismus auch gegenüber anders denkende, gegenüber menschen mit anderer Religion und teilweise auch gegenüber braunen, deren rechte noch immer nicht gleich sind mit denen von Männern.

Heute ist Tag gegen Rassismus und eine weltoffene Gesellschaft brauch keinen Rassismus. Wir brauchen starke Menschen mit Mut zu einer friedlichen Zukunft, Mut zu einem freundlichen Miteinander, Mut zu Zivilcourage und Mut dazu zu sagen: Wir sind alle Menschen, und Mensch ist Mensch, egal ob schwarz oder weiss, Christ, Atheist, Jude oder Muslim, Mann oder Frau. Es kommt nur auf die inneren Werte an!

Axel Müller / pixelio.de

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