04.02.: Weltkrebstag

NicoLeHe / pixelio.de

Heute ist Weltkrebstag. Nicht zuletzt aufgrund der steigenden Lebenserwartung, aber auch aufgrund unserer schlechten Lebens- und Ernährungsgewohnheiten (Bewegungsmangel, Laster wie Rauchen usw.), ist die Zahl an Krebs-Neuerkrankungen jedes Jahr sehr hoch. In Österreich liegt sie bei 39.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Laut Standard ist zwischen 1995 und 2012 europaweit die Zahl der Krebs-Neuerkrankungen um 30 Prozent gestiegen. Dank moderner Therapien, wird die Diagnose Krebs zunehmend weniger erschreckend. In Österreich überleben 61% der neu erkrankten Patient/innen die nächsten fünf Jahre nach der Diagnose- wenn es auch noch immer unheilbare Varianten gibt- besonders dann, wenn sie zu spät erkannt werden. Der Krebsvorsorge und auch der selbstverantwortlichen Selbstuntersuchung kommt daher eine große Rolle zu!

Krebs als Todesursache Nummer 2

Nach Herzkreislauferkrankungen (z.B. Herzinfarkt)  stellt Krebs in den westlichen Industrieländern die Todesursache Nummer 2. Wobei Krebs dank moderner Medizin mehr und mehr von der todbringenden Krankheit zur chronischen Krankheit wird.

Was ist Krebs?

Krebs ist eine bösartige Tumorerkrankung. Böartig bedeutet, dass es sich von gutartigen Tumorerkrankungen (Tumore sind Geschwulte aller Art) vor allem darin unterscheiden, dass sie schnell wachsen und gesundes Gewebe infiltrieren (in die Organe eindringen und deren Gewebe verdrängen- die Gewebe und Organe dann auch oft mehr und mehr an Funktion verlieren).

Krebskrankheiten basieren auf entarteten Zellen. Gewöhnlich reparieren sich beschädigte zellen, etwa wenn ach einem Sonnenbrand Erbgut beschädigt wurde. Irreparable Zellen starten ein vorprogrammiertes Zelltod-Programm. Dieser „Zellselbstmord“ findet immer dann statt, wenn Zellen kaputt sind oder nicht mehr gebraucht werden (z.B. Gewebe zwischen den Fingern beim Embryo). Bei Krebszellen ist dieser Mechanismus kaputt oder ausgeschaltet. Sie sind quasi „unsterblich“.

Weiters sind bei Krebszellen bestimmte Areale auf den Genen mutiert, die für die Entstehung von Krebs verantwortlich gemacht werden. (daher die oft gehäufte Belastung von Familien für bestimmte Krebsarten): sogenannte Protoonkogene werden bei Krebspatient/innen zu Onkogenen.

Krebs-Ursachen

Es sind also verschiedenen exogene (äußere) Faktoren wie die Umwelt, die Ernährung, Rauchen, und vieles mehr sowie endogene Faktoren (genetische Anlagen, Hormonhaushalt) die das Risiko an Krebs zu erkranken beeinflussen.

Das Wissen um diese Risikofaktoren hilft uns ebenso gesund zu bleiben, wie die Möglichkeiten zur Früherkennung verschiedener Krebsarten und Selbstuntersuchungsmethoden.

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