21.01.: Internationaler Tag des Kuschelns

Löwen
Menschen als Hormon-gesteuerte Wesen

Wir Menschen sind immer der Meinung, dass wir unser Leben selbstbestimmt leben und  uns so entscheiden, wie WIR das wollen. Wir glauben, dass wir unsere Entscheidungen immer bewusst treffen.

In Wahrheit sind aber auch wir Menschen Wesen, die von ihren Hormonen gesteuert werden. Da gibt es Hormone, die oft als „Gewalthormone“ gelten, wie das männliche Geschlechtshormon Testosteron. Das kortisonähnliche Stresshormon Cortisol besänftigt uns dagegen, da es als Gegenspieler zum Testosteron wirkt. Cortisol wird in der Nebennierenrinde aus Cholesterin gebildet.

Unser hormongesteuertes Liebesleben

Auch unser Liebesleben wird hormonell (mit)gesteuert, oft mehr als man (frau) es sich wünscht. Während des Eisprungs etwa sind viele Frauen flirtwilliger als sonst und finden Männer sexy und attraktiv, die den Rest des Monats eher nicht in ihr Beuteschema passen würden. Umgekehrt empfinden Männer, laut mehrer Studien, Frauen während des Eisprungs attraktiver und wohlriechender. Aber nicht nur Testosteron und Östrogen (ein weibliches Sexualhormon) beeinflußen unser Flirt- und Liebesleben; da gibt es noch das Kuschelhormon Oxytocin.

Kuschelhormon Oxytocin

Oxytocin wird etwa bei der Geburt ausgeschüttet und sorgt für eine enge Bindung zwischen Mutter und Baby. Oxytocin wird aber auch beim Kuscheln ausgeschüttet und bindet Partner/innen aneinander.

Bei der Frau wirkt Oxytocin wehenauslösend und wird somit auch als Wehenmittel verabreicht. Es kurbelt die Milchproduktion an und hilft weiters bei Wochenbett -Depressionen.

Oxytocin wird vom Hypothalamus ausgeschüttet. Der Hypothalamus ist ein Teil des Zwischenhirns und gilt als „Boss des Hormonsystems“. Er reguliert wichtige Dinge wie den Wasserhaushalt oder den weiblichen Zyklus. Auch andere Hormondrüsen wie die Schilddrüse arbeiten auf „Befehl“ des Hypothalamus.

Oxytocin selber ist ein sehr kurzes Hormon und besteht aus nur 9 Aminosäuren (Aminosäuren sind die Bausteine der Eiweiße und somit auch der Enzyme und Hormone).

Ocytocin hilft uns auch im Alltag: Etwa wenn wir der von Liebeskummer gepeinigten, guten Freundin eine Tasse heißen Kaffee oder Kakao anbieten, schüttet ihr Körper Oxytocin aus und es geht ihr besser. Kuscheln (Oxytocin) wirkt auch blutdrucksenkend und setzt die Herzfrequenz herab.

Zu Ehren dieses Kuschelhormons, haben zwei US-Amerikaner, der PfarrerKevin Zaborney und Adam Olis, den Weltkuscheltag (auch Weltknuddeltag) ins Leben gerufen.

Der Weltkuscheltag liegt genau in der Mitte zwischen dem Fest der Liebe (Weihnachten) und dem Fest der Liebenden (Valentinstag) und soll ein wenig Liebe und Gefühl in unseren oft lieblosen Alltag bringen und uns ein wenig sensibler für andere Menschen machen.

Beim Weltkuscheltag geht es allerdings nicht darum, fremde Menschen auf der Straße zwangszukuscheln! Ocytocin entfaltet seine positive Wirkung nur in Kombination mit uns vertrauten Menschen. Vielmehr geht es darum, Menschen in unserem sozialen Umfeld, Familie und Freunde zu umarmen und ihnen zu zeigen, dass man sie mag!

In diesem Sinne: eine freundschaftliche Umarmung und….heute schon gekuschelt?

Hier zur Einstimmung noch ein paar Kuschelbilder:

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