Der gesunde Baby- und Kinderschlaf

Der Mensch verschläft mindestens ein Drittel seines Lebens und dieses Drittel verbringt er großteils im eigenen Bett. Säuglinge und Kinder schlafen noch mehr als Erwachsene, nämlich mindestens 12 Stunden am Tag, je jünger desto mehr. Umso wichtiger scheint es, gerade bei den Jüngsten auf eine hohe Qualität des Schlafbereichs zu achten um Schäden am Bewegungsapparat und generelle gesundheitliche Beeinträchtigungen möglichst zu vermeiden. Während eines erholsamen Schlafs können sich Körper und Geist regenerieren und dies ist für Heranwachsende gleichsam wie für Erwachsene von immenser Bedeutung. Natürlich ändern sich die Schlafbedürfnisse und somit auch die Anforderungen an die Liegestatt. Darum sind hier die wichtigsten Punkte für einen gesunden Säuglings – und Kinderschlaf angeführt.

Das ideale Baby- und Kinderbett

  • Welches Bett für mein Kind
  • Gesunde Baby- und Kindermatratzen
  • Zudecke oder Schlafsack

Die gesunde Schlafumgebung

  • Bei den Eltern oder im eigenen Bett?
  • Raumluft

Gefahren im Kinderzimmer

  • Schimmel
  • Chemie im Kinderzimmer – Schlafbereich
  • Elektrosmog

SIDS – plötzlicher Kindstod

  • Was ist der plötzliche Kindstod
  • Risikofaktoren minimieren

Ideen für einen angenehmen Schlaf

 

  • Eine angenehme Schlafatmosphäre
  • Rituale geben Sicherheit

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Das ideale Baby- und Kinderbett

Welches Bett für mein Kind

Ein Bett für Babys und Kinder sollte aus möglichst schadstoffarmen Materialien bestehen. Das kann ein geöltes Vollholzmöbel sein, oder, was wesentlich preiswerter kommt, ein gebrauchtes Möbel bzw. ein Erbstück. Ältere konventionelle Möbelstücke geben nicht mehr so viele Schadstoffe ab als neue, da bereits große Mengen flüchtiger Chemikalien verdunstet sind. Diese „verstecken“ sich im Bett im Lack oder der Farbe, in Kunststoffen, Spanholzplatten und im Zubehör wie Matratzen, Unterbett und Zudecke. Besonders Billig – Produkte aus dem Ausland weisen oft eine hohe Schadstoffbelastung jenseits der gesetzlichen Grenzwerte auf.

Neugeborene und Babys bis zu einem halben Jahr fühlen sich in Wiegen oder Stubenwägen besonders wohl, da ihnen die Begrenztheit des Raumes Sicherheit bietet.

Auch hier ist es besonders wichtig, auf die Sicherheit der Materialien und insbesondere auf deren Schadstoffbelastung zu achten. Bei Wiegen und Babybettchen muss man unbedingt auf eine ausreichende Luftzirkulation achten. Des weiteren können auch Schaumstoffe in Auskleidungen (Babynestchen) große Mengen an giftigen Chemikalien enthalten. Ein Tipp: Wiege von Bekannten leihen. Auch manche Unternehmen bieten ökologische Wiegen zum Verleih an, etwa die Naturfabrik Ahorn um 70€ für ein halbes Jahr . Mit 5 – 6 Monaten empfiehlt sich der Umzug ins Gitterbett, da die Kinder nun mobil werden und sich bald an den Gittersprossen hochziehen. Wichtig zur Sicherheit des Sprösslings ist, dass die Gitterstäbe einen maximalen Abstand von 4,5 – 6,5 cm aufweisen dürfen, damit das Köpfchen nicht durchpasst.

Betten für größere Kinder und Stockbetten werden oft in großen Handelsketten gekauft und zuhause zusammengebaut. Die Einzelteile werden gleich nach deren Produktion in Plastik geschweißt und verpackt. Zuhause entfalten sie dann beim Auspacken ihr „volles Aroma“, einem Cocktail aus verschiedenen Chemikalien wie Formaldehyd, Lacke und Holzschutzmittel, Reste von Pestiziden usw. Daher sollte man auch für die „Großen“ ein möglichst unbedenkliches Bett anschaffen, entweder ein geöltes Vollholzbett, ein konventionelles Bett, dass mit einem Umweltzeichen (blauer Engel, Hundertwasserzeichen) versehen ist, oder ein älteres Erbstück. Plastik hat in Baby- und Kinderbetten nichts verloren, auch Metallbetten sind nicht empfehlenswert. Beim Kauf von Stockbetten muss man außerdem beachten, dass sie möglichst sicher gebaut sind: die Höhe des Geländers muss mindestens 16cm betragen, außerdem darf der Abstand zwischen 2 Geländerlatten nicht so groß sein, dass der Kopf oder der Körper des Kindes durchrutschen kann! Die Leiter sollte mit dem Bett fest verbunden und trittsicher sein.

weitere Infos unter: http://www.gesund.co.at/gesund/kinder/Kinder_Stockbett.htm

Gesunde Baby- und Kindermatratzen

Lattenrost und Matratze des Baby- und Kinderbetts sollten eher hart sein, da bei jungen Kindern die Wirbelsäule noch nicht ihre spätere Doppel – S-Form hat, sondern noch gerade ist, sodass die Unterlage nichts ausgleichen muss. Bei Kleinkindern ist der Kopf fast so breit wie die Schultern. Deshalb müssen diese nicht wie bei den Großen in die Matratze einsinken um den Kopf gut zu betten. Wenn das Gitterbett im 3. oder 4. Lebensjahr durch ein großes Bett ersetzt wird, darf auch die Matratze etwas mehr nachgeben, soll aber dennoch nicht zu weich sein.

Babys haben noch sehr weiche Knochen, deshalb sollte bei ihnen die Matratze aus einem harten Kern bestehen, der mit einer weichen Oberfläche versehen ist, um Druckstellen und Schäden am Bewegungsapparat zu verhindern. Allerdings darf der Körper des Kindes im Liegen nicht mehr als ca. 2cm tief in die Matratze einsinken. Eine Matratze für Babys darf nicht zu dick sein (2 – 3 cm), denn sie muss in jedem Fall gut luftdurchlässig sein und speziell im Kopfbereich muss die CO2 Rückkopplung möglichst gering sein (z.B. durch Atemkanäle oder luftdurchgängiges Material), daher stellen auch Nässeschutzeinlagen im Hinblick auf den plötzlichen Kindstod ein gewisses Risiko dar. Besser als Nässeschutzeinlagen sind abnehmbare und  bei 60°C waschbare Matratzenbezüge aus locker gewebtem Baumwollstoff.

Wie beim Bett sollte man auch beim Kauf der Matratze darauf achten, dass möglichst wenig Schadstoffe enthalten sind. Beim Weitererben von Matratzen scheiden sich die Geister, denn laut einer älteren Studie könnten auch Keime in den Matratzen für den Kindstod mitverantwortlich sein. Da der Organismus von Säuglingen sehr empfindlich auf Umweltgifte reagiert, sollte man nur streng schadstoffgeprüfte Matratzen kaufen. Wenn auch laut Öko – Test Berichten die Schadstoffbelastung von Kindermatratzen stark abgenommen hat, sollte man bedenken, dass gerade Billig – Produkte aus Dritte Welt – Ländern oder ehemaligen Ostblockstaaten oft nicht unseren Standards entsprechen. Außerdem tauchen immer wieder neue Chemikalien auf, deren Wirkung oftmals noch nicht absehbar ist. Um Schädigungen (auch Entwicklungsschäden durch bestimmte Chemikalien) und das Allergie- und Neurodermitisrisiko zu minimieren, empfiehlt sich eine Matratze aus biologischen Rohstoffen – die lassen sich dann auch besser entsorgen, wenn die Matratze ausgedient hat.

Auch der Organismus von Kleinkindern ist noch sehr empfindlich und reagiert hochsensibel auf äußere Einflüsse. Kinderknochen sind noch weich und selbst die Wirbelsäule ist noch verformbar. Für Kleinkinder wird daher im allgemeinen eine relativ feste, dabei elastische und die Wirbelsäule unterstützende Matratze aus naturbelassenen Materialen empfohlen. Diese Eigenschaften bieten Naturlatex und latexiertes Kokos. Als Auflagenmaterial eignet sich eine dicke Schicht Schurwolle. Letztere hat eine ausgezeichnete Wärmerückbildung und schützt gleichzeitig vor einer Überhitzung. Zudem nimmt sie besonders gut die vom Körper verdunstete Feuchtigkeit auf.

Generell empfiehlt es sich, nach einem Neukauf von Möbel und Matratzen, diese nicht sofort zu benutzen, sondern einige Zeit auslüften zu lassen, da kaum ein Produkt vollkommen schadstofffrei ist.

Obwohl für Babys und Kleinkinder kaum Federkernmatratzen verwendet werden, sei hier noch ein Punkt zu diesem Matratzentypus angemerkt:

Federkernmatratzen bestehen aus mehreren Metallfedern, die von Polstermaterialien wie Baumwolle, Rosshaar oder Schaumstoff umgeben sind. Man unterscheidet zwischen den Bonnell – Federkern-Matratzen, Taschenfederkern-Matratzen und den Endlosfederkern-Matratzen. Die Anfangs- und Endspitzen aller Federkernmatratzen wirken wie Antennen und bringen die Gefahr des Elektrosmogs mit sich. Das in die Matratze eingearbeitete Metall kann das körpereigene Magnetfeld beeinflussen, was bei besonders empfindlichen Menschen zu Schlafstörungen führen kann. Allerdings sind sich bei der Schädlichkeit in Bezug auf Federkernmatratzen und Stahlbetten die Wissenschafter nicht einig, so findet man in der Literatur viele widersprüchliche Aussagen und Studien darüber. Immerhin verfügen Taschenfederkernmatratzen über eine Punktelastizität und gute Luftdurchlässigkeit, dennoch sind sie für Babys und Kleinkinder wenig geeignet.

Zudecke oder Schlafsack?

Die Zudecke sollte aus schadstofffreien, möglichst unbehandelten natürlichen Materialien bestehen. Gerade Schurwolle ist oft mit Mottengiften behandelt, Baumwolle kann pestizidbelastet sein. Kaufen sie daher am besten nur Produkte aus schadstoffgeprüften  Rohstoffen.

Für Säuglinge und Kleinkinder sind Schlafsäcke ideal, denn:

  • sie können nicht über den Kopf gezogen werden
  • die Kinder können sich nicht losstrampeln und frieren
  • sie bieten gerade jungen Kindern ein Gefühl der Begrenztheit – und somit Geborgenheit

Wichtig ist, dass das Material des Schlafsacks, oder auch der Decke der Jahreszeit  angepasst ist und nicht zu dick sein darf, um eine Überhitzung zu verhindern. Gerade bei Schlafsäcken reicht oft ein dünnes Modell aus. Decken sollten am unteren Bettende festgebunden sein, damit sie das Kind nicht über den kopf ziehen kann.

Die gesunde Schlafumgebung

 

 

Bei den Eltern oder im eigenen Bett?

Spätestens wenn der Nachwuchs in den eigenen Wänden einzieht, stellt sich den frischgebackenen Eltern die Frage: schläft das Baby in seinem eigenen Bett oder in dem der Eltern, im Schlaf- oder im Kinderzimmer. Patentlösung kann es für diese Frage keine geben und muss in jeder Familie individuell getroffen werden. Ein paar Punkte sollten an dieser Stelle jedoch diskutiert werden:

Viele Autoren von Baby – Ratgebern verweisen darauf, dass der ideale Platz für das Kinderbett ist im ersten Lebensjahr im Schlafzimmer der Eltern ist. Das Kind fühlt sich in der Nähe der Eltern geborgen und sicher und hat so weniger Stress (Stress ist einer der Risikofaktoren des plötzlichen Kindstods – siehe SIDS). Natürlich muss der Einzug des Sprösslings ins elterliche Schlafzimmer von beiden Elternteilen gewünscht sein, nur so kann sich das Baby geborgen fühlen.

In vielen Kulturen ist es üblich, dass das Baby im gemeinsamen Bett mit den Eltern schläft. Auch für stillende Mütter kann das Baby im eigenen Bett eine große Erleichterung sein, da sie dann zum Stillen in der Nacht nicht aufstehen müssen. Vereine wie „la leche liga“ begrüßen daher das Schlafen des Babys im elterlichen Bett. Wenn  das Baby im Elternbett schläft, ist es wichtig, dass es einen eigenen Platz und eine eigene Decke haben muss, damit es sich nicht überhitzen kann. Das Baby darf nicht im gemeinsamen Bett schlafen, wenn Mutter oder Vater rauchen, Alkohol trinken, Schlafmittel oder Drogen konsumieren. Falls das Kind seitlich im Elternbett schläft, ist darauf zu achten, dass es nicht herausfallen kann (z.B. Steckgitter verwenden). Ideal ist die Verwendung eines Beistell- oder Balkonbettes, die am Elternbett eingehängt werden können und eine Ebene mit dem Elternbett bilden. So haben die Kinder ihr eigenes Bett mit allen Vorteilen und sind dennoch in unmittelbarer Nähe der Eltern. Oft können diese Bettchen mit Zusatzmaterialien tagsüber als Stubenwagen verwendet werden.

Raumluft

Die Raumtemperatur im Schlafbereich von Babys und Kindern sollte nicht zu hoch sein und etwa 16 – 18°C betragen. Die Raumluft in Innenräumen ist mit biologischen und chemischen Schadstoffen belastet, auf die gerade der  Organismus von kleinen Kindern sehr empfindlich reagiert. Zu diesen Schadstoffen gehören Hausstaub (er enthält oft Schwermetalle und Gifte die sich in der Raumluft längst nicht mehr nachweisen lassen, wie etwa Rückstände von Insektiziden), Chemikalien, Lösungsmittel, Dämpfe aus Putz- und Reinigungsmitteln, Pilzsporen usw. Generell sollte man tagsüber ca. alle 2 Stunden zwischen einer halben und 3 Minuten lang stoßlüften. Ständiges Kippen ist eine Energieverschwendung und kühlt auch die Wände zu stark ab, wodurch sich leicht Schimmel bilden kann. Besonders wichtig ist eine gute Lüftung vor dem schlafen gehen, da gerade über Nacht die Luftqualität stark abnimmt.

Gefahren im Kinderzimmer

 

 

Schimmel

Schimmelbildung findet sich auf Tapeten, im Badezimmer und oft hinter Kästen im Schlafzimmer in der Wohnung, im feuchten Keller und sogar in Neubauten.Schimmel ist nicht immer sichtbar, so sind ein muffiger, schimmeliger, auch säuerlicher Geruch ein wichtiger Warnhinweis. Besonders Allergiker sind gesundheitlich betroffen. Weitere Betroffene sind Personen mit nicht vollständigem Immunsystem, das können abwehrgeschwächte Personen sein, oder Kleinkinder bei denen sich das Immunsystem erst herausbildet. So sind Schimmelpilze oft schuld an Infektionen der Atemwege uns stellen für Kinder ein erhöhtes Allergierisiko dar. Schimmelbefall kann ernstzunehmende Gesundheitsprobleme verursachen.


Schimmelbefall steht im direkten Zusammenhang mit Feuchtigkeit. Diese kann viele Ursachen haben. Einige davon sind:

  • Geringe Wärmedämmung von Außenwänden
  • Wärmebrücken
  • Baurestfeuchte bei Neubauten
  • Möblierung und Verkleidungen an kühlen Außenbauteilen
  • Bauteildurchfeuchtung aufgrund fehlender oder mangelhafter Feuchteisolierung
  • Rohrleitungsschäden, Überflutungen
  • Hohe Luftfeuchte durch falsches Lüftungs- und Heizverhalten.

Nähere Infos finden sie in den Infoblättern „Schimmel“ und „Richtig lüften“, je 4 Seiten im A4-Format, Bestellung und Information bei: „die Umweltberatung“ Wien unter 01/ 803 32 32 bzw. „die Umweltberatung“ NÖ unter 02742/ 718 29. Kostenloser Download im Bestellservice auf www.umweltberatung.at

Chemie im Kinderzimmer – Schlafbereich

Kinder spielen und schlafen zumeist in ihrem Kinderzimmer. Daher ist auf die Qualität der Möbel im allgemeinen, und nicht nur auf die des Bettes zu achten. Möbel geben ihre Schadstoffe an die gesamte Raumluft ab, und da gerade in der Nacht nicht gelüftet wird und sich die Raumluftqualität über Nacht ohnehin stark verschlechtert, soll man darauf achten, dass die Schlafumgebung von Babys und Kindern nicht zu schadstoffbelastet ist.

Kinderzimmermöbel aus Spanplatten (insbesondere deren Klebstoffe) oder Plastik, geben noch nach Jahren bedenkliche Gase und Dämpfe an die Raumluft ab (unter anderem Formaldehyd und synthetische Ersatzstoffe dafür). Die Folgen dieser Umweltgifte können Augen und Schleimhautreizungen, Allergien und Atemwegserkrankungen sein. Viele der verwendeten und flüchtigen Stoffe stehen auch im Verdacht Krebs zu erregen oder andere schwere Krankheiten zu verursachen.

Am besten man verzichtet im Kinderzimmer oder noch besser in der gesamten Wohnung auf Möbel in denen Spanplatten (auch „formaldehydfreie“) und Plastik verwendet wurde. Besser eignen sich Massivholzmöbel oder Sperrholzplatten – sofern diese mit Kaltleim verleimt sind. Auch ältere konventionelle Möbel geben nicht mehr so viele Schadstoffe ab, da diese bereits zu einem gossen Teil verdunstet sind. Unbehandeltes Massivholz lässt sich mit Seife und Bürste abspülen und nach Jahren auch abschleifen und somit gut weitervererben, wenn die Kinder aus ihrem Kinderzimmer „raus wachsen“. Zum Oberflächenschutz können Bienenwachspräparate oder Öle verwendet werden.

Polstermöbel aus Schaumstoffen enthalten oft toxikologisch bedenkliche Polyurethane (PUR). Diese wurden  zudem meist mit dem Ozonkiller FCKW geschäumt, sind nicht sehr lange haltbar und wenn sie ausgedient haben schwer zu entsorgen. Polstermöbel im Kinderzimmerbereich sollten daher am besten mit Latex, Naturhaar (z.B. Rosshaar) oder Naturfasern (z.B. Kokosfasern) gepolstert sein. Anstelle eines teuren Polstermöbels eignet sich auch eine ausgediente, mit einem hübschen Spannleintuch bezogene Matratze als „Kuschelecke“ (das dient notfalls auch als Gästebett für kleine „Übernachter“).

Weitere Quellen für giftige Schadstoffe im Kinderzimmer sind Teppichböden, Kleber in Tapeten, Wandfarben, aggressive Reinigungsmittel, Rückstände von Pestiziden und ähnlichem in Bettwäsche und Schlafgewand. Nähere Infos zu Schadstoffen in Innenräumen erhalten sie bei „die umweltberatung“

Elektrosmog

 

 

Elektrosmog bedeutet Belastung durch elektrische Energie. Diese ist nicht durch unsere Sinnesorgane erfassbar. Deshalb kann man Elektrosmog“ nur mit Hilfe von

„Elektrosmog – Messgeräten“ aufspüren und nachweisen. Man unterscheidet niedrigfrequente und hochfrequente Strahlung. Erstere entstehet bei Hausstrom, Hochspannungsleitungen, Trafostationen etc. und kann zu Störungen im Tag/ Nacht-Rhythmus, Beeinflussung des Immunsystems und der Psyche, Leitungsabfall, Konzentrationsschwäche, Nervosität, Schlafstörungen und Kopfschmerzen führen.

Hochfrequente Strahlungen entstehen in den Bereichen Fernseher, Computer, Mobiltelefone, Radartechnik, Satellitenkommunikation etc. Folgen sind thermische Effekte, Beeinflussung der Gehirnaktivität, Schwächung des Immunsystems und erhöhtes Tumorrisiko. Die Folgen gepulster Hochfrequenzstrahlung im Bereich des Mobilfunks sind noch nicht ganz geklärt.

Möglichkeiten der Reduzierung von elektrischen und magnetischen Feldern:

  • So wenig wie möglich netzbetriebene Elektrogeräte sollten im Schlafzimmer
  • Netzstecker nach Gebrauch aus der Steckdose ziehen
  • Zu stromführenden Leitungen und Geräten, auch in und hinter Wänden möglichst 1 -2 m Abstand halten.
  • Die beste Lösung für Schlafräumen bietet der Einbau eines Netzfreischalters, der nach Ausschalten des letzten Verbrauchers die Leitung vom Netz abtrennt. Dazu muss der Schlafraum aber über einen eigenen abtrennbaren Stromkreis verfügt und es dürfen keine Geräte im Stand – by – Betrieb angeschlossen       werden.

Laut Informationen der Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute e.V (AGÖF) bieten bietet die Verlegung von abgeschirmten Kabeln und die Verwendung von Geräte mit dreiadrigen, geerdeten Kabeln. im ganzen Haus Schutz vor Elektrosmog.  Ungeschirmte Leuchtstoffröhren, Dimmer und trafobetrieben Geräte sollten bedingt einsetzt oder besser vermieden werden. Bei Computermonitore auf die aktuelle Schwedennorm (MPR III oder TCO’99 achten, auf elektrische Fußbodenheizungen verzichten. Mindestabstände zu Bahnlinien sollten 100 m betragen, zu Hochspannungsleitungen 200 m, und nicht in unmittelbarer Nähe von Transformatorenhäuschen bauen. (Nähere Infos erhalten sie unter http://agoef.de/agoef).

SIDS – plötzlicher Kindstod

Was ist der plötzliche Kindstod
Unter Plötzlichen Kindstod oder SIDS (Sudden Infant Death Syndrom) versteht man den plötzlichen und unerwarteten, meist im Schlaf auftretender Säuglingstod, dessen Ursache weder durch die Auffindesituation noch durch die Obduktion geklärt werden kann. SIDS, dass durch rechtzeitiges Eingreifen verhindert werden kann wird ALE  (Apparently Life – threatening Event) bezeichnet. Aus Auslöser vermutet man als wichtigsten Faktor ein kurzfristiges Ungleichgewicht zwischen (hemmenden) Großhirn- und (aktivierenden) Hirnstammfunktionen, das zu einer Beeinträchtigung der Atmungs- und Muskeltonusregulierung führt.

Zur eigentlichen Risikogruppe gehören Säuglinge, die durch rechtzeitiges Eingreifen eine lebensbedrohliche Krise (ALE) überstanden haben,  Geschwister von an SIDS verstorbenen Kindern (Risiko 2–5fach erhöht),  Kinder, bei denen polysomnographisch Apnoen mit Sauerstoffpartialdruckabfall und Bradykardie nachgewiesen wurde sowie Kinder aus ungünstigem sozialen Milieu und kinderreichen Familien. Allerdings kann jedes Kind betroffen sein.

Risikofaktoren minimieren

Als Mitauslöser werden Überhitzung und Rückatmung betrachtet, weshalb es so wichtig ist, dass die Luft im Babybett gut zirkulieren kann und die Matratze gut luftdurchlässig ist. Schaffelle sind für Babys absolut ungeeignet: sie führen leicht zu einer Überhitzung und behindern auch eine gute Atemluftzirkulation.

Schnuller werden von Stillberaterinnen oftmals nicht gerne gesehen, da sie das Stillverhalten beeinträchtigen können, allerdings dürften sich Schnuller positiv auf die Verhinderung von SIDS auswirken.

Ein weiterer wesentlicher Punkt ist die Schlaflage. Oft werden an plötzlichem Kindstod verstorbene Säuglinge in Bauchlage aufgefunden, die Ursachen könnten anatomisch bedingt sein, etwa n einer verminderten Blutzirkulation, oder durch vermehrte Rückatmung von CO2

Die deutsche Akademie für Kinderheilkunde und Jugendmedizin empfiehlt die Einhaltung folgender Punkte um Säuglingen einen gesunden und sicheren Schlaf zu garantieren:

 

  • kein Kunststoff-Schonbezug und keine Gummiauflage für die Matratze
  • kein Schaffell
  • Schnuller anbieten
  • nur ein kleines Kuscheltier
  • keine Bettdecke,  stattdessen Schlafsack
  • kein Kopfkissen und keine Mütze
  • Rückenlage als optimale Schlafposition
  • Vermeiden der Bauchlage zum Schlafen
  • keine Schnüre oder Bänder in der Reichweite des Babys
  • Zimmertemperatur 16 – 18 °C zum Schlafen
  • Sichere Gitterabstände (4,5 – 6,5 cm)

Bildquelle: Deutsche Akademie für Kinderheilkunde und Jugendmedizin

Die Seitenlage ist nur zu empfehlen, wenn das Kind entsprechend stabilisiert wird, sonst besteht die Gefahr, dass das Baby in die Bauchlage rollt.

Laut AKH Wien gelten als weitere Risikofaktoren (direkt oder indirekt)

  • Stillverzicht bzw. eine weniger als 2 Monate dauernde Stillzeit
  • Rauchen während und nach der Schwangerschaft
  • Infekte der oberen Luftwege, Hyperplasie des lymphatischen Rachenringes
    ungünstiges soziales Milieu (Stress), kinderreiche Familien

Mehr Infos zu SIDS erhalten sie unter www.schlafumgebung.de/

und www.akh-consilium.at/daten/sids.htm#def

Ideen für einen angenehmen Schlaf

 

Eine angenehme Schlafatmosphäre schaffen

In einer stressfreien, ruhigen Atmosphäre finden auch Babys und Kinder leichter Ruhe. Angenehme leise Musik (z.B. Klassiker wie Mozarts kleine Nachtmusik), gedämpftes Licht und freundliche, nicht zu grelle Farben schaffen eine angenehme und beruhigende Stimmung. Vorsichtig sollte man bei der Verwendung von Duftlampen sein. Auch viele reine ätherische Öle können Allergien hervorrufen und sind für Babys ungeeignet. Synthetische Duftstoffe sind bei Kindern abzulehnen. Wichtig ist auch, dass Kinder die Möglichkeit haben, bei Durst trinken zu können, etwa eine Wasserflasche oder einen Becher mit frischem Leitungswasser bereitstellen.

Rituale geben Sicherheit

Kinder lieben Rituale, sie geben ihnen Sicherheit und setzen Signale was als nächstes kommt, bzw. zu tun wird. Mit Einschlafritualen kann  man schon beim Säugling beginnen. Nach dem gemeinsamen Abendessen, beim Baby dem letzten Fläschchen oder der letzten Stillmahlzeit und der abendlichen Hygiene bietet es sich an,  mit dem Kind noch einmal ausgiebig zu kuscheln, Wiegenlieder vorzusingen oder eine Geschichte vorzulesen. Wichtig ist, dass Rituale immer in der selben Reihenfolge ablaufen müssen, nur so kann sich das Kind an ihnen orientieren.

Weitere Informationen zum gesunden Baby- und Kinderschlaf finden sie unter folgenden Links:

 

http://www.umfeldbiologie.de/index-Dateien/Page1143.htm

http://www.rund-ums-baby.de/gesundheit_baby/sicherer_babyschlaf.htm

http://www.babyschlaf.de/

http://www.schlafumgebung.de/

erzimmer/chemie%20im%20kinderz.pdf

Hier noch ein Link zu einem Anbieter für schadstofffreie Stoffe: Kindsstoff.de

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