Adventskalender

Weihnachtsmann

Liebe Leser/innen:

In diesem Advent möchte ich Euch einen Adventskalender schenken. Jeden Tag im Dezember wird ein neues Türchen gefüllt- nicht mit Schokolade- sondern mit Geschichten, Gedichten, Bastelideen für die lieben Kleinen und vielem mehr!

Mein Adventskalender richtet sich somit vor allem an alle Mamas, Papas, Tanten, Onkeln, Kindergärtner/innen und Lehrer/innen unter Euch, denn hinter jedem Türchen werdet Ihr eine Überraschung für Eure lieben Kleinen finden- entnommen aus meinem Buch „Mit Bruno Bär durchs Kinder(garten)jahr“ .

Weitere Lieder, Gedichte und Geschichten aus meinem Buch findet Ihr übrigens auch auf meiner Kinderseite!

Ein paar Türchen sind aber natürlich auch für Euch „Großen“ reserviert!😁

Ich wünsche Euch einen besinnlichen Advent ohne allzu viel Vorweihnachtshektik!

Zum Öffnen der Türchen klickt bitte in das Datum!

1. Dezember

Nikolaus

Nikolaus

Lied: Nikolausabend

 

In der Nacht von Haus zu Haus

Zieht der liebe Nikolaus.

Geschenke hat er in dem Sack

und den trägt er huckepack.

 

Äpfel, Nüsse, Mandelkern´,

naschen alle Kinder gern,

der liebe, gute Nikolaus

teilt dann seine Gaben aus.

 

Niklaus hat ´nen langen Stock

und trägt einen roten Rock.

Mit dem Bart so lang und weiß,

macht er sich dann auf die Reis.

 

Alle Kinder nah und fern, haben St. Nikolaus so gern

Lieber guter Nikolaus, komm doch auch in unser Haus.


©Silke Geroldinger

2. Dezember

Bruno-Bär

Bruno-Bär

Geschichte: Bruno Bär baut einen Schneemann

Die ganze Nacht hatte es geschneit, während alle noch im Bett lagen und schliefen. Als Bruno Bär am Morgen aus dem Bett stieg und aus dem Fenster schaute, traute er seinen Augen nicht: Alles war weiß! Wie ein weißer, flockiger Teppich lag der Schnee auf den Bäumen, auf den Dächern, auf Autos und auf Gartenzäunen. Bruno Bär staunte wie viel Schnee in der Nacht gefallen war. „Wie verzaubert sieht alles aus!“ murmelte Bruno Bär.

Hastig schlüpfte Bruno in seine Kleider und schlang sein Frühstück hinunter. Heute hatte er es besonders eilig fertig zu werden. Er wollte hinaus und in den Schnee springen und rodeln gehen, und seine eigene Spur im Schnee wiederfinden und Spuren anderer Tiere entdecken und…oh, es gab so viele Sachen, die man im Schnee spielen konnte. „Hallo Bruno Bär!“ hörte der Bär da seinen Freund Hase rufen. Hase war auch schon so zeitig aus den Federn. Wohl auch, um im Schnee zu spielen, dachte Bruno Bär. „Bruno Bär, willst du mit mir einen Schneemann bauen?“ fragte der Hase. „Einen Schneemann?“ Bruno Bär hatte noch nie in seinem Leben einen Schneemann gebaut. „Gerne, wenn du mir sagst was ich dabei tun muss,“ sagte der Bär deshalb. Der Hase erklärte seinem Freund schnell wie man einen Schneemann baut und dann halfen beide zusammen: Bruno Bär rollte die untere, größere Schneekugel und die Kugel für den Oberkörper. Hase rollte die Kugel für den Kopf und kleinere für Arme und Beine. Bruno war der Stärkere der Beiden, darum musste er die schwere Oberkörper- Kugel auf die Bauchkugel und ganz obenauf die Kopf- Kugel setzen. Hase verpasste dem Schneemann Arme und Beine.

„Hmm!“ Bruno Bär und Hase betrachteten ihr Werk von allen Seiten. „Der Schneemann ist ja ganz nett,“ raunte Bruno, „aber irgendetwas fehlt ihm. Hase grübelte, besah sich den Schneemann nun auch rundherum. Plötzlich fiel ihm ein: „Au ja, Augen, Nasen, Mund, sonst lebt sich´ s ziemlich ungesund!“ Hase huschte ins Haus und kehrte mit einer Karotte und einer Handvoll Kohlestücke zurück. „Was willst du denn mit all diesen Sachen?“ fragte Bruno. „Wirst schon sehen!“ antwortete der Hase und begann am Schneemann herum zu werken. Bruno musste sich einstweilen umdrehen und durfte nicht gucken. Bald rief der Hase:“Fertig! Du darfst sehen!“ da wunderte sich der Bär nicht schlecht. Der Schneemann hatte nun eine Karotten- Nase, Kohle- Augen und Kohle- Knöpfe. „Super Freund Hase!“ rief Bruno Bär begeistert.

Bruno und Hase bewunderten stolz ihr Werk. Da meinte Bruno: „Unser Schneemann ist ja echt toll geworden, aber glaubst du nicht das er ziemlich einsam sein wird?“ „Du hast Recht!“ antwortete der Hase und so bauten die Freunde noch den ganzen Vormittag und auch noch am Nachmittag, nach dem Mittagessen weiter bis der einsame Schneemann eine Schneefrau und sogar noch 4 Schneekinder hatte.

©Silke Geroldinger

3. Dezember

Fingerspiel: Mein Laternenlicht 

Im Dunkeln der Nacht, da sehe ich nicht,

Mit der Hand die Augen zuhalten

darum nehme ich mein Laternenlicht,

 Mit den Händen einen Kreis formen

und stelle eine Kerze fein in die Mitte hinein.

Eine Hand aufhalten, mit der anderen „etwas hineinstellen“

Nun zünde ich die Kerze an, damit ich etwas sehen kann.

Anzünden eines Streichholzes darstellen, dann Hand an Stirn und Herumschauen

Meine Laterne strahlt mit hellem Schein,

Mit Armen Kreis darstellen

In die dunkle Nacht hinein.

Hand an die Stirn legen

Leuchte hell Laternenlicht!

Dunkle Nacht ich fürcht´ mich nicht!

Kopf schütteln

© Silke Geroldinger

4. Dezember

Wir Basteln einen Weihnachtsstern!


Der abgebildete Stern ist das Werk eines Fünfjährigen.

Man kann den Stern auch mit größeren Kinder genauer ausarbeiten:

Viel Spaß beim Schneiden und Schnipseln in der Weihnachtswerkstatt!

© Silke Geroldinger

5. Dezember

Gedicht: Krampus und Nikolaus

Krampus

Krampus

 

Wer steht denn da vor unserem Haus?

Der Krampus mit dem Nikolaus!

Sie haben heut in dieser Nacht,

den Kindern etwas mitgebracht.

 

Der Krampus poltert mit den Ketten,

er will die Kinder gern erschrecken,

doch Nikolaus nimmt sie ihm ab

und droht ihm mit dem Bischofsstab.

 

Der Nikolaus hat viel zu tun,

Kommt kaum dazu sich auszuruh´ n.

Krampus, dieser wilde Wicht,

gönnt ihm seine Ruhe nicht.

©Silke Geroldinger

6. Dezember

Bruno-Bär

Bruno-Bär

Bruno Bär spielt Nikolaus/Nikolaus-Gedicht

 

Bruno Bär spielt Nikolaus

Bruno Bär war traurig. „Warum bist du traurig Bruno?“ fragte Püppchen Lisa. „Ach“; antwortete der Bär kläglich, „es ist so ungerecht!! So furchtbar, furchtbar ungerecht!“ Bruno Bär schaute Püppchen Lisa mit traurigen Augen an. „Was ist ungerecht, lieber Bruno?“ fragte Püppchen Lisa. „Ach, zu uns kommt der Nikolaus, dann das Christkind und dann, und dann..“  Bruno Bär schluchzte: „Und dann sogar noch der Osterhase!“  „Aber was ist daran so ungerecht?“ wunderte sich Püppchen Lisa. „Nun das wir so oft beschenkt werden und zu den armen Tieren des Waldes kommt niemand. Sie warten auf den Nikolo und auf das Christkind, aber es kommt kein Nikolaus und auch kein Christkind, nicht einmal der Osterhase. Und das ist ungerecht!“ Püppchen Lisa schaute Bruno Bär an und war auf einmal so traurig, dass sie beinahe weinen musste. „Du hast Recht Bruno Bär!“ rief sie entschlossen: „Wir müssen an der Situation etwas ändern.“ Nur was? Wie sollten Bruno Bär und Püppchen Lisa den Nikolaus oder das Christkind davon überzeugen, auch den Tieren im Wald einen Besuch abzustatten. Beide mussten ja bereits zu so vielen Kindern, dass sie für die Tiere des Waldes bestimmt keine Zeit mehr hatten. „Ich weiß was“ , meinte da Püppchen Lisa, ein anderer muss für den Nikolo einspringen. Nur wer? „Vielleicht der Weihnachtsmann?“ überlegte Püppchen Lisa. „Quatsch!“ rief Bruno Bär, „Der hat doch in Amerika England und Finnland so viel zu tun, dass er bestimmt keine Zeit hat, unsere Tiere zu besuchen. „Hmmm! Püppchen Lisa besah sich Bruno Bär von der Seite. „Warum schaust du komisch?“ fragte Bruno Bär. „Ach, ich hab da so eine Idee!“ sagte Püppchen Lisa und ihre Augen leuchteten dabei. Dann flüsterte Püppchen Lisa Bruno Bär etwas ins Ohr. Bruno Bär schaute irritiert. „Ich weiß nicht, glaubst du, das klappt?“ fragte er Püppchen Lisa, aber diese meinte nur bestimmt: „Mit Sicherheit“

Am nächsten Morgen waren Püppchen Lisa und Bruno Bär schwer beschäftigt. Sie taten sehr geheimnisvoll und machten ihre Vorhänge zu. Man merkte nur, dass sie etwas sehr wichtiges zu tun hatten. Bruno Bär nähte und Püppchen Lisa schnitt etwas aus Karton. Dann ging Bruno Bär in den Wald und holte einen riesengroßen Stock. Am Abend waren sie fertig. Bei Einbruch der Dunkelheit öffnete sich die Tür der Bärenhöhle und heraus trat nicht Bruno Bär sondern- der Nikolaus. Er trug eine spitze Bischofsmütze und einen langen, roten Mantel. Mit seiner rechten Hand stütze er sich auf einen goldenen Bischofsstab und mit der linken hielt er einen riesengroßen Sack, den er über seine Schulter geworfen hatte, und im Gesicht trug er einen watteweichen, weißen Bart. Dennoch, man hätte meinen können, dass der Nikolaus große Ähnlichkeit mit Bruno Bär hatte. Nikolaus zog mit schweren Schritten in den Wald und besuchte dort alle Tiere, die Rehe beschenke er mit einem Sack voller Kastanien, die Wildschweine bekamen jeder ein großes Büschel Heu und die Hasen eine Karotte. Nikolaus dachte an wirklich jedes Tier und diese freuten sich riesig, denn es war das erste mal, dass der Nikolaus auch zu den Tieren in den Wald kam. Nur der große Hirsch runzelte die Stirn und raunte: „Ich werde den Eindruck nicht los, dass St. Nikolaus unserem lieben Bruno Bären verdammt ähnelt!“

©Silke Geroldinger

Nikolaus-Gedicht

Wer kommt da in Saus und Braus?

Es ist der liebe Nikolaus!

Mit seinem Bart, so lang und weiß,

macht sich Niklaus auf die Reis´.

 

Roter Mantel, rote Schuh,

Rote Mütze noch dazu.

 

Einen großen, schweren Sack

Trägt Herr Niklaus huckepack,

eilt damit von Haus zu Haus

und teilt seine Gaben aus.

 

Zieht dann weiter ganz geschwind,

Niklaus denkt an jedes Kind.

 

Alle Leute groß und klein,

laden Niklaus gerne ein!

©Silke Geroldinger

7.Dezember

vom Futterhaus

vom Futterhaus

Vom Futterhaus

 

Jetzt wird es draußen kalt,

Arme reiben

und weißer Schnee fällt bald.

Mit Fingern wackeln, Arme von oben nach unten bewegen

Die Vögel fliegen hin und her- und finden oft kein Futter mehr.

Mit Händen Vögel darstellen; hin und her „fliegen“

Kommt, bauen wir ein Haus-

Mit beiden Händen ein Haus darstellen

und streuen darin Futter aus,

Pantomimisch mit der rechten Hand Futter in die offene, linke Handfläche streuen

für unsere liebe Vogelschar, so wie jedes Jahr!

Mit Händen flattern und Vögel darstellen

 

© Silke Geroldinger

8. Dezember

Lied: Schneefall

Dicke weiße Flocken, richtig kleine Brocken, tanzen durch die Luft. Setzen sich nicht nieder, fliegen immer wieder, als ob sie jemand ruft.

Müde sind sie nun, möchten gerne ruh´n, halten endlich Rast. Und ein dicker Flaum, liegt, man glaubt es kaum, am Zaun, am Dach, am Ast

© Silke Geroldinger

9. Dezember

Bruno-Bär

Bruno-Bär

Bruno Bär findet einen Freund

Bruno Bär war traurig. Püppchen Lisa war zu Besuch bei Oma und der Bär war ganz allein zuhause in seiner Wohnhöhle. Alleine machte Bruno Bär aber gar nichts richtig Spaß. Lustlos kramte der Bär in seinen Spielsachen herum. Er spielte etwas mit den Puppen und machte ihnen Tee, dann spielte er Kaufmannladen und Ritterburg. Schnipp Schnapp oder Memory konnte er überhaupt nicht spielen, so allein wie er war. Bruno Bär fühlte sich sehr, sehr einsam und dicke Tränen kullerten über seine Wangen.

Da hatte Bruno Bär eine Idee, er beschloss hinaus zu gehen und einen Freund zu finden.

Bruno Bär spazierte zur Blumenwiese, er schaute in alle Baumlöcher und hinter jeden Baumstumpf. Aber einen Freund zu finden schien schwerer zu sein als er es sich vorgestellt hatte.

Der Bär war so vertieft in sein Suchen, dass er gar nicht bemerkte, dass ihm ein kleiner Igel schon die längste Zeit beobachtete. Neugierig trottete der Igel hinter Bruno Bär her und lugte in sicherem Abstand in all die Verstecke, in denen Bruno Bär nach einem Freund suchte. Schließlich nahm der Igel all seinen Mut zusammen, ging zu Bruno Bär und fragte ihn: „Was suchst du denn? Ich beobachte dich nun schon die ganze Zeit, kann ich dir beim Suchen helfen?“ Bruno Bär betrachtete den kleinen Igel und antwortete: „Freilich darfst du mir helfen, aber ich glaube nicht, dass wir Glück haben werden. Ich suche nämlich einen Freund, und suche schon den ganzen Vormittag. Ich habe schon überall nachgesehen, wo Freunde sich verstecken können, aber nichts gefunden!“ „Ich helfe dir trotzdem. Zu zweit suchen macht sicher mehrt Spaß!“ lachte der Igel.

Der Bär und der Igel suchten und suchten also nach einem Freund für den Bären. Sie suchten überall. Auf der Wiese, im Wald, am Bach. Sie guckten in jede Höhle und jedes Erdloch und wären beinahe von einem Fuchs gebissen worden, der sich in seiner Höhle gestört fühlte. So spielten und lachten sie und sie hatten den ganzen Tag viel Spaß zusammen.

Am Abend musste der Igel wieder nachhause. „Das war ein schöner Tag Bruno Bär!“ sagte der Igel. „Nur leider habe ich keinen Freund gefunden.“ Sagte Bruno Bär. „Hast du nicht?“ fragte der Igel traurig. „Nein“; sagte Bruno Bär. „Wir haben überall nachgesehen, aber niemanden gefunden“. Traurig blickte der Igel dem Bären ins Gesicht. „Schade. Und ich dachte, ich wäre jetzt dein Freund.“ Mit hängendem Kopf ging der Igel davon. Bruno Bär stand wieder alleine da. Plötzlich merkte er, freilich, er hatte ja einen Freund gefunden, den lustigen Igel!

„Warte!“ rief der Bär und lief dem Igel nach. „Warte, ich habe einen Freund gefunden. Den besten, den man finden kann!“ Der Bär und der Igel umarmten sich. Der Igel passte auf, dass er den Bären dabei nicht zu sehr mit seinen Stacheln pikste, und von da an waren Bruno Bär und der Igel Ignaz die allerbesten Freunde.

© Silke Geroldinger

10.Dezember

…ein Türchen für die Großen…

by_Oliver Thaler_pixelio.de

by_Oliver Thaler_pixelio.de

Liebesgedicht: Was ist Liebe?

Was ist LIEBE ?

fragte der Jüngling die Taube.

             LIEBE ?

flötete die Taube,

LIEBE ist, wenn man sich ansieht,

und man spürt das Herz bis zum Hals klopfen.

 

Der Jüngling ging, und er spürte das Herz bis zum Hals klopfen,

aber es war ihm zuwenig.

Also fragte er den Feldhamster.

 

Was ist LIEBE ?

fragte der Jüngling den Feldhamster.

LIEBE ?

piepste der Feldhamster,

LIEBE ist, wenn man jemanden trifft, dem man gerne gibt,

und noch mehr bekommt.

 

Der Jüngling ging, und er gab, und nahm noch mehr,

aber es war ihm zu wenig.

Also fragte er den Stier.

 

Was ist LIEBE ?

fragte der Jüngling den Stier.

             LIEBE ?

schnaubte der Stier,

             LIEBE ist, wenn man seinem weiblichen Gegenstück begegnet,

und die volle Manneskraft in sich spürt.

 

Der Jüngling ging, und er spürte die volle Manneskraft in sich,

aber es war ihm zu wenig.

Also fragte er das Schaf.

 

Was ist LIEBE ?

fragte der Jüngling das Schaf.

             LIEBE ?

blökte das Schaf,

             LIEBE ist, wenn man an seines Liebsten Ohr knabbert,

und nicht meht weiß wo einem der Kopf steht.

 

Der Jüngling ging, und er wußte nicht mehr wo ihm der Kopf stand,

aber es war ihm zu wenig.

Also fragte er den Hund.

Was ist LIEBE ?

fragte der Jüngling den Hund.

LIEBE ?

bellte der Hund,

             LIEBE ist, wenn man seinen fehlenden Teil mit sich vereinigt,

und sich dabei selbst völlig hin und aufgibt.

 

Der Jüngling ging, und er gab sich völlig hin, und sich selbst auf,

aber es war ihm zu viel.

Also fragte er die Eule.

 

Was ist LIEBE ?

fragte der Jüngling die Eule.

Ich habe die Taube, den Feldhamster, den Stier, das Schaf, und den Hund gefragt.

Ich spürte das Herz bis zum Hals klopfen, ich gab und nahm noch mehr, ich spürte die volle Manneskraft in mir, ich wußte nicht mehr wo mir der Kopf stand, und

ich gab mich selber völlig hin und auf.

 

Aber es war mir zuwenig, oder auch zuviel.

             LIEBE ?

antwortete die Eule,

LIEBE kann man weder in Worte fassen, noch festhalten.

             LIEBE kommt und geht.

Wenn sie einen trifft, weiß man es, und braucht keine Worte

sie zu beschreiben,

keine Merkmale sie zu finden.

Man spürt sie einfach.

LIEBE muß man nicht suchen, sie findet einen.

 

Der Jüngling ging, und es fand ihn die LIEBE.

Und er spürte das Herz bis zum Hals klopfen.

Und er gab und nahm.

Und er spürte die volle Manneskraft in sich.

Und er wußte nicht mehr wo ihm der Kopf stand.

Und er gab sich selber völlig hin, ohne sich aufzugeben.

Aber es war ihm nicht zuwenig, und nicht zuviel.

 

Es fand ihn, wonach er gesucht hatte!

© Silke Geroldinger

11. Dezember

Der Schneemann

Eine Decke ganz aus Schnee

Schneemann

Schneemann

Liegt überall wohin ich seh´,

drum will ich mir beim Gartenzaun

einen schönen Schneemann bau´ n.

 

Eine Kugel ganz aus Schnee

wird der dicke Bauch,

noch eine Kugel für den Kopf,

und zwei Hände braucht er auch

 

Eine Möhre ist die Nase,

ei ich hoff es kommt kein Hase,

sonst wird ihm die gestohlen;

Als Augen hat er Kohlen.

 

Wenn die Sonne kräftig scheint

Muss er ganz stark schwitzen,

da ist ihm viel zu heiß!

Er ist aus Schnee und Eis.

© Silke Geroldinger

12.Dezember

Lied: Schlittschuhlaufen

Draußen ist es bitterkalt, doch mir wird richtig heiß,

ich zieh´ mir meine Schlittschuh´  an und laufe auf dem Eis.

 

Ich zieh mir dicke Fäustel an, die Finger soll´ n nicht frier´ n,

zieh mir die Mütze unterm Helm noch tiefer in die Stirn.

 

Und wenn ich einmal stolpern soll, so macht mir das nichts aus;

Meiner cooler Helm schützt meinen Kopf und hält auch Stürze aus!

 

Ich drehe gern so für zwei Stunden richtig schnelle Flitzer- Runden.

Zwischendurch rast ich im Schnee mit Butterbrot und heißem Tee.

 

Das erste mal am glatten Eis, da konnte ich nur geh´ n.

Doch jetzt fahr ich schon ziemlich schnell und kann mich richtig dreh´ n.

 

Ich liebe Eislaufen, juchhe, in der Halle und am Platz.

Und wenn das Eis mal dick genug ist, fahren wir am See.

 

© Silke Geroldinger

13. Dezember

Bruno-Bär

Bruno-Bär

Bist Du krank, Bruno Bär?

Als Bruno Bär an diesem Tag aufstand, war irgendwas anders als sonst. Bruno Bär hatte keine Lust aus seinem Bett zu steigen, obwohl er sonst morgens immer so fröhlich war. Er hatte keine Lust sich die Zähne zu putzen, obwohl er so stolz auf seine blitzweißen Zähne war und er hatte erst Recht keine Lust auf sein Honigbrot, obwohl er sonst immer mit einem Bärenhunger aufwachte und an manchen Tagen sogar 25 Honigbrote zum Frühstück verputzte. Und 25 Honigbrote sind sehr, sehr viele Honigbrote.

An diesem Morgen also hatte Bruno Bär auf gar nichts Lust. Und als er dann doch mühsam beschloss, sich wenigstens anzuziehen, da merkte er, dass sein Kopf brummte. Sein Kopf brummte so laut wie der Motor eines riesengroßen Reisebusses. Nur, in Bruno Bärs Wohnhöhle war kein Reisebus. Da waren nur Bruno Bär, sein Kuschelhase und Püppchen Lisa. Und manchmal wohnte Familie Maus bei Bruno Bär zu Untermiete.

Da klopfte der Igel Ignaz an der Tür. „Hallo Bruno!“ rief Ignaz fröhlich, „has du Lust, mit mir eine Schneeballschlacht zu machen?“ Bruno Bär wollte. Er holte Schal und Mütze und ging zur Tür hinaus. Aber ach, da merkte Bruno Bär, wie seine Knie zu zittern begannen und er sich ganz elend und schwach fühlte. „Was ist mit dir Bruno Bär? Bist du krank, Bruno Bär?“ fragte Ignaz besorgt und fühlte die Stirn des Bären. „Bruno, du bist ja ganz heiß! Du musst ins Bett!“ sagte Ignaz Igel, führte Bruno Bär in seine Wohnhöhle und legte ihn ins Bett. Der Igel deckte seinen Freund zu und holte den Walddoktor, die Eule Erika.

Frau Doktor Erika hörte Bruno Bär mit ihrem Stethoskop ab, klopfte auf seinen Rücken, ließ ihn laut „Aaahh“ sagen und schaute ihm in Hals und Ohren. Schließlich sagte sie: „Halb so schlimm Bruno. Du hast dir eine leichte Grippe gefangen. In einer Woche bist du wieder wohlauf!“ Und dann sah sie Bruno streng an: „Jetzt musst du allerdings brav im Bett liegen bleiben! Viel Hustentee trinken und 3mal täglich einen Löffel Medizin zu dir nehmen!“

Bruno Bär versprach sich an die Tipps von Frau Doktor Erika zu halten, denn er wollte schnell wieder gesund werden. Wie gut, dass er so viele Freunde hatte! Püppchen Lisa kochte ihm Hustentee, Vater Maus holte die Medizin von der Apotheke und flößte sie ihm ein und jeden Tag besuchte ihn Igel Ignaz und erzählte ihm den neuesten Tratsch.

Bruno Bär ging es so gut, dass er es mit dem gesund werden gar nicht mehr so eilig hatte. Aber nach 3 Tagen ging es ihm deutlich besser. Und als Frau Doktor Erika nach einer Woche ihren Patienten wieder besuchte, da war Bruno Bär wieder ganz gesund.

©Silke Geroldinger

14. Dezember

Bastelanleitung Klanggarten

 

Sie benötigen:

 

1 Holzbrett

Nägel

Gummiringerl, Radschlauch, Luftballon

Metallringe

1 Hammer

 

Zuerst schlagen sie oder das kind Nägel in das Holzbrett. Zwischen die Nägel spannen sie nun Gummiringerl, einen Luftballon oder ein Stück eines alten, kaputten  Fahrradschlauches. Eventuell kann man auch Metallringe auf ein Stück abgerissenes Gummiringerl fädeln, die Enden verknoten und dann spannen.

Viel Spaß beim Experimentieren mit den Tönen!

©Silke Geroldinger

15.Dezember

Geschichte & Lied: Klaus, die Maus

Auf einem   Rübenfeld lebte eine ganz normale Mäusefamilie. Alle waren ganz normale Mäuse. Alle waren einfach mausgrau. Alle, nur eine nicht. Klaus war anders. Klaus war nicht einfach nur mausgrau wie die anderen Mäuschen. Klaus hatte ein strahlend blaues Fell, mit grünen und roten Punkten. Die anderen Mäuse hatten Klaus sehr gern. Wenn Klaus da war, dann war immer etwas los. Klaus hatte stets tolle Ideen und wenn ihnen mal gar nichts einfiel, dann versuchten die Mäuse einfach alle Punkte auf seinem Fell zu zählen. Und das war gar nicht so einfach. Klaus versteckte immer ein paar Punkte und so mussten die Mäuse immer wieder von vorne zu zählen anfangen. Die Mäuse hatten so eine Freude an und mit Klaus, dass ihnen gar nicht auffiel, dass Klaus immer stiller und trauriger wurde. Nachts, wenn alle schliefen, weinte Klaus sogar manchmal ein wenig. Er wünschte sich so sehr, nicht immer anders zu sein. Er wollte mausgrau sein, wie die anderen und nicht immer der, der sie unterhalten musste oder über den sie lachen konnten.

 

Eines nachts schließlich wurde Klaus so traurig, dass er einfach davonlief. Er lief und lief und lief durch das ganze Land. Alle Tiere erkannte ihn und sogar der Fuchs, der sonst Mäuse fraß, wollte ihm nichts tun sondern sich nur mit ihm anfreunden. Aber Klaus lief weiter. Er lier bis spät in die Nacht, nahm sich kaum Zeit zu fressen und schlief nur kurz. Nach 4 Tagen kam er zu einem sonderbaren Busch. Der Busch trug Beeren, aber es waren Himbeeren oder Brombeeren. Es waren auch keine Heidelbeeren oder Stachelbeeren. Die Beeren, die auf diesem Busch wuchsen waren mausgrau. Klaus hatte Hunger und biss in eine der Beeren, aber sie schmeckte nicht sehr gut. Plumps, da fiel eine Beere direkt auf Klaus Kopf und zerplatzte. Grauer Saft rannte über sein Gesicht und auf seinen Bauch. Da hatte Klaus eine Idee. Er pflückte viele der grauen Beeren, sammelte sie auf einem Haufen und nahm dann ein Bad in den grauen Beeren, bis er selber über und über voller grauem mausbeerensaft und mausgrau war. Endlich hatte Klaus gefunden, wonach er immer gesucht hatte. Jetzt erst merkte Klaus, dass ihm seine Freunde sehr fehlten und dass es eigentlich ziemlich langweilig war, so ganz allein. Klaus beschloss nach hause zurückzukehren. Mausgrau wie er nun war, erkannten ihn die Tiere gar nicht mehr. Selbst der schlaue Fuchs erkannte ihn nicht mehr und wollte Klaus zum Abendessen fressen. Klaus rannte um sein Leben, doch zu seinem Glück fing es in diesem Augenblick zu regnen an, und unter seiner grauen Mäusefarbe kamen das leuchtende Blau seines Fells und die roten und grünen Punkte zu Vorschein.

 

Jetzt erkannten alle Tiere Klaus wieder und auch die Mäuse zu hause freuten sich und jubelten laut, als Klaus wieder heim kehrte. Klaus fühlte sich nun in seinem bunten Fellkleid sehr wohl und freute ich seine Familie und seine Freunde wieder zu sehen. Die anderen Mäuse aber versprachen Klaus, in Zukunft besser auf ihn aufzupassen und ihn auch mal in Ruhe zu lassen, wen er nicht mehr mit ihnen spielen wollte


Lied Klaus, die Maus

 

Auf dem  Rübenfeld Klein Klaus. war eine ganz besond´ re Maus.

Er war nicht einfach mäusegrau; gepunktet war er, grün, rot blau.

Alle Mäuse nah und fern, hatten Kaus, die Maus sehr gern

Doch hörte man Klaus manchmal singen, und leis´ sein traurig´ Lied erklingen:

 

Alle Mäuschen sind doch grau, sind nicht rot und grün und blau,

will wie alle and´ren  Mäuse und nicht anders sein.

Freunde habe ich zwar viel, mit denen ich auch gerne spiel´-

und trotzdem fühl´ ich mich oft einsam und allein.

 

Wie die anderen genau, will ich grau sein und nicht blau

auch nicht rot und grün gepunktet, Ich will mausgrau sein!

Wie die grauen Mäuselein, will nicht immer anders sein,

immer hör ich sie nur lachen, ach das ist gemein.

 

Kläuschen schlich sich heimlich fort, ging an einen fremden Ort,

nahm an einem Mausbeerbaum ein graues Beeren-Bad,

Grau marschierte er durchs Land, wurde gar nicht mehr erkannt,

schließlich wurd dem grauen Kläuschen selber ziemlich fad.

 

Kläuschen ging nach haus zurück, beinah´ passierte ein Un-glück

denn selbst sein Freund der Fuchs erkannte Klaus, die Maus nicht mehr.

Doch der Regen wusch ihn rein und die Farben frisch und fein blitzten grau und grün und rot nun aus dem Grau hervor.

 

Die Mäuse schrien laut HURRA! Unser Klaus ist wieder da!

Kläuschen seufzte: „Ach wie schön ist´s unter Freunden sein!

Nie mehr geh ´ich von hier fort, denn dieses ist der schönste Ort.

Und dann ward die ganze Nacht gefeiert und gelacht.

 

 

 

 

 

©Silke Geroldinger

16. Dezember

Regenmacher

 

Die Aborigines Australiens verwenden Regenmacher um die Trockenzeit zu vertreiben und Regen anzulocken. Kinder fasziniert das interessante Geräusch das Regen-macher erzeugen.

Du benötigst:

  • 1 große Kartonrolle
  • Nägel die kleiner sind als der Durchmesser der Rolle (dürfen sich nicht auf die gegenüberliege Seite durchbohren
  • Reis oder getrocknete Erbsen
  • Kleister
  • weißes Papier
  • Seidenpapier
  • Klebeband

Zuerst stecken wir mit den Kindern die Nägel rundherum in die Kartonrolle. Notfalls müssen die Erwachsenen Helfer/innen ein wenig vorbohren!

Dann verschließen wir mit Papier und Klebeband eine Öffnung, füllen das Geräuschgut (Reis oder Erbsen) in die Rolle und verschließen anschließend die 2. Öffnung.

Nun können die Kinder die Rolle mit Kleister bestreichen und erst mit weißem Papier „grundieren“, und dann mit mehreren Lagen Seidenpapier bunt gestalten.

Viel Spaß beim Basteln und beim Musizieren mit dem Regenmacher!

17.Dezember

Bruno-Bär

Bruno-Bär

Bruno Bär streitet mit dem Igel

Heute kommt Bruno Bär zu seinem Freund Igel auf Besuch. „Hallo Bruno Bär!“ freut sich der Igel, „Schön, dass du mich besuchen kommst. Los, spielen wir Eisenbahn!“ Der Igel freut sich. Er liebt es Eisenbahn zu spielen und mit seinem Freund Bruno ist das Eisenbahn- Spiel noch viel lustiger. Bruno Bär und Igel legen die Schienen aneinander. Igel baut mit Bausteinen einen Bahnhof und Bruno Bär baut eine hohe Brücke. „Vorsicht, tschu tschu, Zug fährt ein!“ ruft Bruno Bär und fährt mit seinem Zug in den Bahnhof ein. Rums, da passiert es: Bruno kommt mit seinem Ellenbogen an dem Bahnhofsgebäude an, dass mit lautem Gepolter in sich zusammenstürzt.

 

„Pass doch auf du Trampel!“ ruft Igel wütend, „du hast meinen Bahnhof kaputt gemacht!“ „Ich bin kein Trampel du blöder Stachelkopf! Selber schuld, wenn du keine Bahnhöfe bauen kannst, die nicht zusammenkrachen!“ Bruno Bär schnaubte vor Wut und kauert sich schmollend in eine Zimmerecke. Auch Igel ist sauer. Er ist kein Stachelkopf und schon gar nicht blöd. Und außerdem ist er der beste Baumeister. Nein, seine Schuld ist es sicher nicht, dass das Bahnhofsgebäude umgefallen ist.

 

So sitzen sie eine Weile stumm da. In einer Ecke sitzt Bruno, in der anderen Igel. Bruno tut ziemlich leid, dass er sich mit seinem besten Freund gestritten hat. Und auch Igel guckt vorsichtig zu Bruno Bär hinüber.

 

„Es tut mir leid Bruno!“ sagt Igel: “Du bist kein Trampel. Sicher hab ich die Bausteine schlampig gestapelt!“ „Mir tut es auch leid.“ Sagt Bruno. „Ich hätte besser aufpassen sollen. Und du bist überhaupt kein blöder Stachelkopf!“

 

Bruno und Igel umarmen sich. „Mein bester Freund!“ sagt Bruno Bär, „Lass uns nie wieder so schlimm streiten.“ „Nein, nie mehr! Sagt Igel. „Hilfst du mir einen neuen Bahnhof zu bauen?“ Ja, das tut Bruno Bär gerne. Und dann spielen die Freunde noch den ganzen Nachmittag miteinander Eisenbahn. Und es wird ein wunderschöner, gemeinsamer Nachmittag.

©Silke Geroldinger

18. Dezember

Bruno-Bär

Bruno-Bär

Bruno Bär und der Weihnachtsbaum

Es war Dezember. Überall schmückten die Menschen ihre Häuser und auch die Tannen davor mit bunten Lichterketten und glänzenden Kugeln in Rot und Gold und Blau. Die Geschäftsstraßen waren bunt erleuchtet und überall sah man eilige Menschen mit ernsten, geheimnisvollen Gesichtern. Aus vielen Fenstern stieg der Geruch nach Keksen und Lebkuchen heraus und die Kinder warteten schon ungeduldig auf das Christkind.

 

Bruno Bär lag in seiner Höhle. Er freute sich schon sehr auf das Christkind und auf die Geschenke unterm Weihnachtsbaum. Seinen Wunschbrief hatte er schon geschrieben und er war auch schon verschwunden. Mit Igel hatte er sogar schon 3 Bleche herrlicher Kekse gebacken. Nur waren die so lecker, dass sie sofort alle aufgegessen hatten. Bruno Bär musste wohl noch einmal Kekse backen. Aber das machte ihm gar nichts aus, denn Kekse backen machte Bruno Bär großen Spaß.

 

Bruno Bär überlegte, wie er seinen Weihnachtbaum in diesem Jahr schmücken sollte. Das Baum schmücken machte Bruno Bär nämlich immer selber, weil er dachte, dass das arme Christkind ohnehin genug Arbeit hätte. Und manchmal half ihm auch Igel beim Schmücken des Christbaums. Bruno überlegte also, wie er den Christbaum heuer dekorieren sollte: mit bunten Kugeln und Lametta, mit Äpfeln und Strohsternen oder mit Zuckerzeug oder einfach mit allem? Hmm, Bruno wiegte seinen Kopf hin und her. Da hatte er eine Idee. Nein, heuer wollte Bruno Bär einen ganz besonderen Weihnachtsbaum machen. Einen der nicht nach Weihnachten tot in der Ecke steht, einen, an dem sich auch die Wildtiere freuen konnten, die ja sonst nie einen Christbaum hatten.

 

Bruno Bär holte Karotten und befestigte Schnüre daran. Er kaufte Meisenkugeln, füllte Tontöpfe mit Schmalz und Sonnenblumen und befestigte Aufhängebänder daran. Dann bohrte er noch Löcher in Kastanien und bastelte Kastaniengirlanden. Gemeinsam mit Igel schmückte er einen kleinen Tannenbaum in der Nähe seiner Höhle. Sie hängten die Karotten und Meisenkugeln auf, die mit Schmalz und Sonnenblumenkerne gefüllten Tontöpfe und die Kastaniengirlanden. Bruno Bär und  Igel fanden, dass sie den Weihnachtsbaum heuer besonders schön geschmückt hatten. Und sie freuten sich schon auf die Bescherung im Freien. Natürlich mussten sie sich zur Bescherung in diesem Jahr besonders warm anziehen, und eine Thermosflasche mit heißem Tee mitnehmen, aber Bruno Bär freute sich, dass er mit seinem Baum auch den hungrigen Hasen, Rehen und Vögeln ein Geschenk machen konnten. Und es wurde wirklich ein sehr, sehr schönes Weihnachtsfest.

©Silke Geroldinger

19. Dezember

Bruno-Bär

Bruno-Bär

Bruno Bär gibt nix her

Heute war Igel auf Besuch bei Bruno Bär. Bruno wollte seinem Freund seine neuen Spielzeugautos zeigen, die er vom Nikolaus geschenkt bekommen hatte. Stolz präsentierte der kleine Bär sein Köfferchen. „Darf ich mit dem roten Auto spielen, bitte?“ fragte Igel. „Das ist ein Ferrari, und mit dem wollte ich gerade spielen,“ antwortete Bruno Bär. „Kann ich dann das grüne Auto haben?“ erkundigte sich der Igel aber Bruno Bär gab nur zur Antwort: „Das ist ein Jaguar, und das ist mein Lieblingsauto. Den borg ich überhaupt nicht her.“ „Kann ich dann wenigstens das kleine gelbe Auto haben?“ fragte Freund Igel weiter, aber Bruno Bär antwortete nur barsch. „Nein. Das sind meine Autos. Die sind vom Nikolaus. Die borg ich alle nicht her.“ „Dann lass uns doch was anderes spielen!“ meinte Igel, „Nur zuschauen und nicht spielen dürfen, dazu habe ich keine Lust.“ Bruno Bär kramte in seiner Spielzeugkiste. „Wie wär´s mit Bauernhof spielen?“ fragte er. „Klasse!“ antwortete der Igel und wollte nach der Kuh greifen. Bruno Bär war aber schneller, schnappte nach der Holzkuh und schrie: „Nein, ich will mit der Kuh spielen!“ Der Igel schrie zurück: „Alles was ich will willst du auch haben! Womit soll ich denn dann bitte spielen?“ „Mit der Gans kannst du spielen!“ Der Bär hielt seinem Freund eine nicht mehr sehr schöne Holzgans vor die Nase von deren Füßen schon ein großes Stück abgebrochen war. Der Igel schmollte: „Mit der will ich aber nicht spielen. Ich will mit der Kuh spielen.“ „Ist aber meine Kuh!“ schrie Bruno wütend. „Dann spiel doch alleine. Ich gehe nach hause spielen, da darf ich wenigstens mit den Sachen spielen wozu ich Lust habe!“ „Ja, dann geh doch heim. Habe ich wenigstens meine Ruhe!“ keppelte Bruno Bär zurück. Wütend stand der Igel auf und lief heim. Bruno Bär blieb allein und traurig zurück. Jetzt plötzlich hatte er gar keine Lust mehr mit seinen Autos zu spielen, wenn keiner den schönen und glänzenden Lack bewunderte. Und Bauernhof spielen machte allein auch keinen Spaß. Außerdem spielte er gar nicht so gern mit der Kuh. Bruno Bär fühlte sich auf einmal sehr schlecht. Ihm tat der Streit sehr leid und er wünschte sich, dass sein Freund Igel hier wäre.

 

Bruno hatte eine Idee. Er wollte zu seinem Freund gehen um sich zu entschuldigen. Aber der Igel war ziemlich eingeschnappt und öffnete Bruno Bär gar nicht die Tür. Erst als Bruno beteuerte, wie sehr im der Streit leid täte und er ab jetzt auch Spielsachen ausleihen wollte, machte der Igel auf. „Bin ich froh, dass wir nicht mehr streiten!“ meinte der Igel erleichtert und fiel seinem Freund um den Hals. „Willst du dir noch mal meine neuen Autos ansehen? Du darfst sogar mit dem roten Ferrari spielen, meinem Lieblingsauto!“ meinte Bruno Bär großzügig und reichte dem Igel seine Pfote. Der Igel ging mit zu Brunos Höhle und diesmal teilte Bruno seine Spielsachen. Der Igel spielte natürlich sehr vorsichtig, besonders mit Brunos Lieblingssachen. Es wurde noch ein sehr schöner und lustiger Nachmittag und Bruno Bär fand, dass es viel mehr Spaß machte mit Igel zu spielen und auch seine Sachen zu teilen.

©Silke Geroldinger

20.Dezember

Der Rabe Lutz

 

Der Rabe Lutz,

der Rabe Lutz,

der frisst alles ratzeputz.

 

Alles was der Schlingel findet,

schnell in seinem Bauch verschwindet:

Semmelbrösel, Apfelkern`,

Nüsse mag er auch sehr gern!

 

©Silke Geroldinger

21. Dezember

Schlafe, mein Kindchen

Schlafe, mein Kindchen

Lied zur Guten Nacht

 

Schlafe mein Kindchen, schlaf ein, geborgen sollst Du und behütet sein.

Der Herrgott im Himmel hoch wacht (die Mama am Bettchen die wacht),

und der Mond lacht durchs Fenster bei Nacht.

 

Schlafe mein Kindchen, schlaf ein, ich wünsch´ dir ein schönes Träumelein.

Was hast am Tag Du gemacht? Hast gespielt und gesungen, gelacht.

 

©Silke Geroldinger

22. Dezember

FINGERSPIEL: 5 Brüder

5 Finger machten eine Reise, und schlichen aus dem Haus, ganz leise.

Rechte Hand in der linken verstecken, rechte Hand rausziehen, 5 Finger bewegen. Leise sprechen

Sie sind dann so herumspaziert, und haben sich dabei verirrt

Finger bewegen, mit der Hand „herumschwirren“, Hand hinter Rücken verstecken.

Der erste, der DAUMEN, machte ein langes Gesicht, er sprach: „Ich weiß den Weg nach hause nicht!

Hand wieder nach vor, Daumen zeigen, linker Zeigefinger auf Daumen

Der ZEIGEFINGER, der zweite, sah ihn traurig an, und begann zu weinen dann.

Rechten Zeigefinger zeigen, linken Zeigefinger auf rechten/em>

Dem MITTELFINGER, dem Langen, erblassten die Wangen, und was er auch tat, er wusste keinen Rat.

Mittelfinger zeigen, linker Zeigefinger auf rechten Zeigefinger

Der RINGFINGER sprach: „auch ich kenn mich nicht aus. Ach, meine lieben Brüder, wären wir doch zuhaus`!“

w.o., mit Kleinfinger

Der KLEINE FINGER aber hat nur gelacht und seine Brüder nach hause gebracht!

Rechter Zeigefinger zeigt auf den Kleinfinger, alle 5 Finger der rechten Hand „tän-zeln“ zur linken und verstecken sich darunter

©Silke Geroldinger

23. Dezember

Klassische Spiele im Winter

Schnee-Engel

Wer hat das nicht gemacht in seiner Kindheit: Gut geschützt mit Schianzug flach in den Schnee legen und wie ein Hampelmann die Beine grätschen und wieder zu machen und zeitgleich die Arme bewegen, so als ob man fliegen würde.

Wenn man nun aufsteht hat man den Abdruck einen Engls im Schnee hinterlassen!

Iglu

Ein Kindertraum wird wahr: ein eigenes Iglu!

Und so gehts:

Einfaches Iglu Profi Iglu
Wie bei einem Schneemann werden große Kugel aus Schnee gerollt und aufeinander gestapelt. Eingang freihalten und Zwischenräume mit Schnee auffüllen

Schnee fest stampfen und Schneeziegel etwa in der Größe eines Schuhkartons herausschneiden. Nicht wirklich originales Verfahren, geht aber schneller: Schukartons mit einer Mischung aus Wasser und Schnee füllen und über Nacht gefrieren lassen. Die Schneeziegel werden nun Spiralförmig gestapelt. Eingang freilassen!

24. Dezember

Bruno-Bär

Bruno-Bär

Bruno Bär und das besondere Weihnachtsgeschenk

Bruno Bär durfte mit Igel ins Kino gehen. Beide fuhren erst mit dem Bus in die große Stadt und schlenderten dann durch eine belebte Einkaufsstraße bis zum Kino. In der Nähe des Kinos war ein großes Kaufhaus. Bruno Bär und Igel wollten sich eigentlich nur etwas zum Trinken kaufen, aber dann staunten sie nicht schlecht, als sie an der Spielzeugabteilung vorbeikamen. Dort war eine riesige Modeleisenbahn aufgebaut und Flugzeuge und Puppen und Teddybären stapelten sich in den Regalen. Viele Mamas und Papas waren mit Paketen beladen und die Kinder quengelten, weil sie dieses oder jenes Spielzeug haben wollten.

 

In all dem Trubel bemerkte Bruno Bär ein kleines Mädchen mit traurigen Augen. Sie klammerte sich an ihre Mutter und bestaunte ungläubig die Modelleisenbahn. Während alle anderen Kinder ihre Eltern anbettelten, sie sollen ihnen doch dieses oder jenes Spielzeug kaufen und alle Eltern ohnehin mit Paketen beladen waren, stand dieses Mädchen nur still da und seine Mutter hatte kein einziges Paket in der Hand.

 

Das Mädchen und seine Mutter waren ärmlich gekleidet und als beide hinausgingen, sah Bruno Bär, dass das Mädchen in seiner viel zu dünnen Jacke fror.

 

Bruno Bär überlegte, ob das Mädchen wohl einen Christbaum zuhause hatte und ob zu Weihnachten das Christkind auch zu diesem Mädchen komme würde, wenn sie keinen Christbaum hatten.

 

Bruno Bär wusste es nicht, aber er hatte plötzlich eine Idee. Er wollte für dieses Mädchen ein Weihnachtspaket packen. Selbst wenn das Christkind kommt, so dachte Bruno, könnte dieses arme Mädchen doch ein paar Dinge dringend brauchen. Bruno Bär suchte einen großen Schuhkarton und er packte ein paar schöne Dinge ein. Einen Schal und eine Haube, die ihn Oma Berta gestrickt hatte. Bruno Bär war sich sicher, dass Oma Bert nicht böse war, wenn er seine schöne Mütze und seinen warmen Schal diesem armen Mädchen schenken würde. Sie würde ihm sicher einen neuen Schal und eine neue Haube stricken.

 

Bruno Bär packte eines seiner schöner Autos vom Nikolaus in den Karton und auch eine halbe Tafel Schokolade. Die andere Hälfte wollte der kleine Bär mit seinem Freund Igel essen.

 

Bruno Bär packte das Paket hübsch ein und machte sich auf die Suche nach dem armen Mädchen. Mit Igel fuhr er erneut in die große Stadt und tatsächlich sah er das Mädchen wieder frierend vor dem Kaufhaus stehen, wie es sehnsüchtig in die Auslagen blickte.

 

Schüchtern ging Bruno Bär zu dem Mädchen und überreichte ihr sein Paket. Mit großen Augen nahm das Mädchen das Paket an.

 

Bruno Bär nahm all seinen Mut Zusammen und lud das Mädchen und seine Mutter zu Weihnachten zu sich nachhause ein.

 

Das Mädchen und seine Mutter kamen gerne und es wurde ein wunderschönes und lustiges Weihnachtsfest. Am schönsten für Bruno Bär waren aber die glücklichen Augen des kleinen Mädchens, als es seine Pakete aufmachte!

©Silke Geroldinger

 

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