DIY Sole-Salzseifen mit Salz aus dem toten Meer- Meeresrauschen auf der Haut

Solesalzseife
Gesunde Haut Dank DIY Naturkosmetik

Ich habe schon oft gehört, dass Menschen- und besonders solche mit Hautproblemen von Salzseife schwärmen. Die Kids und ich haben zwar nicht wirklich Hautprobleme- ich zumindest nicht mehr, seit ich auf selbstgerührte Seifen und Selbstgerührte Cremen umgestiegen bin. Vorher hatte ich im Winter fast blutig-trockene Hände und im Gesicht hatte ich im Mundbereich oft einen Ausschlag, den ich nur mit teuren Cremes aus der Apotheke mit Urea in Schach halten konnte. Seit ich selber Cremes rühre- und ich mache mir auch nur solche mit Urea, ist meine Haut viel stabiler.

Salzseife mit Salz aus dem Toten Meer-geht das? Versuch & Irrtum

Ich beschloss auch mal Salzseife zu rühren und zwar solche mit Salz aus dem Toten Meer. In sämtlichen Seifenforen las ich zwar, Salz aus dem Toten Meer könne man nicht in Seifen verarbeiten, mit der Begründung, dieses Salz sei zu hygroskopisch. Hygroskopisch, dachte ich, ist Meersalz oder Steinsalz auch und ich wagte den Versuch: Auf 700g Öle (Kokos, Sheabutter und Kakaobutter nahm ich 700g Salz aus dem Toten Meer.

Der Leim dickte schnell an und duftete fein, aber trotz Gelphase im Ofen bei 50 Grad wollte die Seife nicht hart werden. Sie blieb quasi eine schmierige Paste und ich mir blieb nichts anderes übrig , als sie wegzuwerfen. Da ich nur lebensmitteltaugliche Öle, zumeist in Bioqualität verwende, tat mir das wirklich leid- zumal ich diesmal auch keine Möglichkeit sah, die Seife irgendwie zu retten (normalerweise kann man quasi alles retten- Seife wieder einschmelzen oder ähnliches….)

Seife mit Salz aus dem Toten Meer- es geht doch- aber mit Einschränkungen

Für meinen zweiten Versuch wollte ich aber dennoch zumindest etwas Salz aus dem Toten Meer verarbeiten. Im Seifen Wiki habe ich gelesen, dass man Soleseifen mit Salz aus dem Toten Meer machen könnte (sogar bis zu 15% der Fettmasse). Aufgrund meines ersten Fehlversuchs wollte ich aber auf Nummer sicher gehen und rührte die Sole mit einer Mischung aus Salz aus dem Toten Meer und Meersalz an.

Soleseifen sind Seifen, bei denen man das NaOH in einer gesättigten oder ungesättigten Salzlösung (Sole) anrührt- das geht zumindest teilweise auch mit Salz aus dem Toten Meer. Bei Salzseifen löst man das NaOH in normalem Wasser und rührt dann in den Seifenleim Salz- bis zu 300% der Masse des Öls.

Meine Seifen wurden Sole-Salzseifen. Das NaOH in Sole gelöst und dann in den Leim nochmal Salz gerührt.

Salzseifen werden sehr hart und auch meine Seifen wurden sehr schnell sehr hart und zwar wurden die so schnell hart, dass ich sie nur noch in die Formen pressen konnte. Leider sind sie aus dem Grund nicht so schön (bröckeliges Aussehen). Aber sie duften so herrlich und schäumen sogar und hinterlassen ein wunderbar zartes Hautgefühl!

Rezept: Sole-Salzseife mit Salz aus dem Toten Meer
Zutaten Zubereitung
  • Schutzbrille (notfalls eine Schwimmbrille)
  • Gummihandschuhe
  • Großer Kochtopf aus Edelstahl oder Email (NICHT aus Aluminium!!
  • Stabiles Plastikgefäß oder 2. alufreier Kochtopf zum Anrühren der Lauge- kein Joghurtbecher- der schmilzt!!
  • Kochlöffel
  • alter Löffel zum Anrühren der Lauge
  • Stabmixer
  • Einzelförmchen (ev. auch Sandspielformen,…)
  • 340g Kokosöl
  • 165g Kakaobutter
  • 165g Sheabutter
  • 30g Rizinusöl
  • 104g NaOH (5-6% Überfettung)
  • 235g destilliertes. Wasser
  • 40g Meersalz und 30g Salz aus dem toten Meer für die Sole
  • 500g Meersalz (oder Kochsalz)
  • ev. Tinanoxid (für reinweiße Seifen)
  • Ätherische Öle zum Beduften (oder Parfümöle)
Alle Materialien zurechtlegen

Salz abwiegen und eventuell in einem Mörser fein zerstoßen

Schutzausrüstung anlegen

NaOH genau abwiegen und Wasser abwiegen.

Für die Sole rühren wir nun 40g Meersalz und 30g Totes Meer Salz ins Wasser. Sieben.

NaOH abwiegen und in der Sole auflösen.

Immer das NaOH ins Wasser geben und nicht umgekehrt

(MERKE: Erst das Wasser, dann die Lauge, weil sonst spritzt Dir was ins Auge!)

Hinweis: die Lauge wird durch die Sole ganz weiß.

Öle abwiegen und schmelzen lassen-

Öle und Lauge abkühlen lassen (bis 50-60 Grad)- Öle und Laugen sollen etwa die gleiche Temperatur haben. Ich schätze es am Topfrand ab- genauer geht es mit einem Thermometer!

Lauge in die Öle rühren, mit dem Stabmixer pürieren, bis der Seifenleim eine cremsuppenartige Konsistenz hat.

Das Salz nach und nach einrieseln lassen und fest unterrühren

zuletzt noch bedurften und in Förmchen füllen

Zügig arbeiten- Salzseifen werden rasch hart.

Unbedingt in Einzelförmchen füllen- Salzseifen sind sehr brüchig und äußert schwer schneidbar. Gut isolieren oder für 1 Stunde bei 50 Grad in den Ofen (Wärmeschrank).

Die Seifen sind sehr pflegend und bei empfindlicher Haut und auch Akne zu empfehlen! Allerdings schäumen die Seifen wenig (darum wurde hier etwas Rizinusöl zugesetzt und harte, schäumende Öle verwendet)

 

Solesalzseife

Solesalzseife

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