Klimakonferenz 2017 in Bonn

Eisbär
Es geht um die Zukunft unserer Kinder

Als Mutter liegt mir unser Klima natürlich sehr am Herzen. Schließlich geht es um die Zukunft unserer Kinder. Es geht darum, dass unsere Kinder auch in Zukunft noch einen lebenswerten Planeten vorfinden können.

Man spürt , dass auch die Politik (zumindest einige Vertreter/innen) das Thema „Klimawandel“ spätestens seit Paris zumindest ernster nimmt. Vielen Klimaforscher/innen ist das aber nicht ernst genug. Umsetzungen und Gesetzgebung sind zu langsam. Es liegt also an uns, der couragierten, verantwortungsbewussten Zivilbevölkerung das Klima zu schützen und die Zukunft unserer Kinder und deren Kinder zu retten und zu schützen!

Die 23. Klimakonferenz in Bonn

Vom 6.-17. November 2017 fand in Bonn die 23. Klimakonferenz als Fortsetzung der Verhandlungen von Paris, 2015 statt. Gastgeber waren neben Deutschland auch Fidschi.Seit 1995, der ersten Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Berlin, finden alljährlich Klimakonferenzen der Vertragsmitglieder statt.

1997, in Kyoto (Japan), beschlossen die Vereinten Nationen das noch heute wichtige Kyoto Protokoll.

2005 wurden auf der Konferenz in Montreal erstmalig Zielwerte für den Ausstoß von klimawirksamen Gasen für die Industriestaaten festgelegt. Auch wurde die Konferenz auf das Treffen der Mitglieder des Kyoto-Protokolls ergänzt.

Bis Anfang Dezember 2011 haben 191 Staaten sowie die Europäische Union das Kyoto-Protokoll unterzeichnet.  Die USA haben 2001 die Ratifikation des Protokolls abgelehnt, Kanada hat am 13. Dezember 2011 seinen Ausstieg aus dem Abkommen bekannt gegeben.

Die teilnehmenden Staaten verpflichteten sich in der ersten Periode (2008 bis 2012) ihre klimawirksamen Emissionen um 5,2 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu reduzieren.

Da es 2009 in Kopenhagen nicht gelungen war, verpflichtende, bindende Regelungen für alle Staaten, die das Kyoto Protokoll unterzeichnet hatten zu fixieren und die Konferenz von Kopenhagen somit als gescheitert betrachtet wurde, verpflichteten sich bei der Konferenz von Paris, 2016 sogar China und die USA dazu, ihre CO2 Emissionen zu reduzieren, was als großer Erfolg gewertet wurde.

Weitere Klimakonferenzen waren (unter anderem) 2007 in Bali (Indonesien), 2011 in Durban (Südafrika), 2012 in Doha (Katar)

„Dürren, Überschwemmungen oder Unwetterkatastrophen sind nicht düstere Zukunftsszenarien, sie sind Gegenwart!“ rief Raijeli Nicole, die pazifische Regionaldirektorin der Entwicklungsorganisation Oxfam 2017  in Bonn. Ihre Heimat Fidschi ist vom Klimawandel besonders arg betroffen, ähnlich wie der Inselstatt Malediven rennt auch den Menschen auf Fidschi die Zeit davon. Einige Dörfer mussten sogar schon dem steigenden Meeresspiegel weichen und evakuiert werden. Kein Wunder, dass Vertreter dieser Staaten dazu mahnen, die Klimavereinbarungen ernst zu nehmen und wahr zu nehmen. Bis 2020 läuft noch das Kyoto Protokoll. Dann setzten die Vereinbarungen von Paris ein.

Laut einiger Medienberichte war die Stimmung von Paris auch in Bonn zu spüren. Natürlich, um das Klimaruder herumzureißen, sind die Ergebnisse der Staaten (auch Österreichs) unzureichend. Dennoch waren auch in Bonn einige Vertreter der USA, die demonstrierten, trotz Trums Ausstieg aus dem Klimavertrag halten sich die US-Amerikaner an die Vereinbarungen

Hoffnungsschimmer in Bonn war auch die Vereinbarung, dass beim für 2018 geplanten Talanoa (auf Fidschi eine traditionelle Art des Meinungsaustausches) -Dialog nicht nur die üblichen Diplomaten mitreden dürfen, sondern auch Klimawissenschaftler und Umweltschützer.

Auch Österreich steht kurz vor einer Regierung, die den „mensch-verursachten“ Klimawandel negiert (Strache) oder herunterspielt (für Kurz sind definitiv andere- wirtschaftliche, kurzfristige Ziele wichtiger als langfristige, nachhaltige, unbequeme Klimavereinbarungen.

Tipps für den Klimaschutz im Alltag

Umso wichtiger, dass die Zivilbevölkerung- ähnlich wie in den USA den Ernst er Lage erkennt und handelt. Und handeln können wir alle. Im Kleinen wie im Großen. Die Armen wie die Reichen:

  • Regionalen Produkten den Vorzug geben: Äpfel aus Österreich statt Birnen aus Südafrika
  • Öfter das Auto stehen lassen und zu Fuß gehen oder mit „Öffis“ fahren
  • Biologische Produkte kaufen: nützt der Umwelt und der Gesundheit
  • Die Heizung um ein Grad runterdrehen
  • Richtig Lüften: Stoss- und Querlüften statt Dauerkippen- nützt auch dem Raumklima positiv
  • Bus und Zugreisen statt Flugreisen oder zumindest Flüge reduzieren
  • Standby ausschalten- tut auch der Stromrechnung gut
  • Alte Elektrogeröäte gegen energiesparende Geräte tauschen- reduziert auch die Stromrechnung
  • Kleinwagen statt SUV kaufen
  • Kritischer Konsum: Lieber ein Qualitäts-T-Shirt statt 10 „Wegwerf-Leiberl“
  • 1-2 fleischlose Tage pro Woche und wenn Fleischkonsum: Fleisch in Bio-Qualität

Viele Dinge lassen sich im Leben leicht umsetzen ohne unseren Komfort zu reduzieren, etwa der Verzicht auf den standby Modus beim Fernseher und anderen Geräten. Anderes tut unserer Gesundheit gut, etwa die Reduktion des Fleischkonsums oder der Kauf von Bio Produkten.

Klima schützen ist nicht schwer und man kann es tun ohne auf moderne Lebensweise oder Annehmlichkeiten verzichten zu müssen. Wer ein bisschen bedacht und mit offenen Augen durchs Leben geht, kann das Klima schützen und sich selber Gutes tun ohne auf viel Komfort verzichten zu müssen. Und auch mit kleiner Geldbörse kann man das Klima schützen.

Eisbär

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