Ein letztes Mal grüßt der Sommer…

Laubheuschrecke-Portrait

Die herbstlichen Sonnenstrahlen lassen nochmal das Thermometer hochklettern und ein letztes Mal scheint sich der Spätsommer gegen sein Ende aufzulehnen.

An Allerheiligen fand meine Tochter am Waldsaum eines Waldfriedhofes ein kältestarres Heupferd. Tags drauf, an Allerseelen war das Insekt immer noch am selben Ort. Allerdings war es deutlich wärmer und das Tierchen schien die warmen Sommerstrahlen zu genießen. Heuschrecken sind sehr wärmeliebende Insekten. Schon ein kühler, feuchter Sommer kann zu Pilzbefall und zum Tod vieler Heuschrecken führen.

Der kleine grüne Hüpfer genoss also die warmen Sommerstrahlen, noch einmal kehrte Leben in den kleinen Körper. Den Winter überstehen nur die Eier, welche tief vergraben in der Erde liegen. Die erwachsenen Tiere überleben den Winter nicht. Nur ganz wenig Arten (Grillen und Dornschrecken) überdauern den Winter als Larve oder als erwachsenes Tier.

Auch einige Pflanzen blühen jetzt vor dem Winter noch: der Nachtschatten etwa oder auch Gänseblümchen. Der Löwenzahn schickt seine reifen Samen als Schirmchen aus. Die an sich giftige Eibe (Taxus baccata) hat ihre Samen in einen dunkelroten, zuckersüßen Samenmantel gehüllt. Dieser Samenmantel und der Pollen der Eibe sind ungiftig, während der Rest des Baumes stark giftig ist. Auch an dem Saft dieses “Arillus” genannten Samenmantels laben sich nicht nur Amseln und andere Vögel. Auch kleine Mücken nutzen diesen Saft zur Stärkung in ihren letzten Lebenstagen.

Aufgenommen habe ich die Makrofotos mit meiner Canon EOS 750D; mit einem günstigen 50mm Objektiv von Yongnuo in Retrostellung unter Verwendung eines automatischen Movo Photo Retrorings.

Die Heuschrecke und der Löwenzahn wurden bei Blende 4 und der Belichtungszeit von 1/80 Sekunde aufgenommen; die Mücke am Samenmantel der Eibe bei Blende 3,5 und einer Belichtungszeit von 1/60 Sekunde

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