Tansania und Seychellen mit Kindern und Rucksack

Nachdem wir letztes Jahr mit der Bahn in den Urlaub fuhren, stand heuer wieder eine Flugreise auf dem Programm. Da die Kinder nun groß genug für Afrika (Malaria Prophylaxe, viele Impfungen, Insektenschutzmittel,…) sind, beschlossen wir heuer nach Tansania und auf die Seychellen zu fliegen.

In Tansania nächtigten wir in Arusha in der süßen Giraffe Lodge, die von einem sehr netten und aufmerksamen Besitzer betreut wird. Wir buchten wir bei einer lokalen Agentur (Meru Treks) eine 9 tägige Safari Tour und es folgten spannende und aufregende Tage mitten in der Natur. Wir waren im Tarangire Nationalpark mit vielen Gnus, Elefanten und Warzenschweinen, Giraffen, Wasserböcken und Impalas. Weiter fuhren wir Lake Manyara Nationalpark. Am Weg besuchten wir ein Massai Dorf, wo wir uns umsehen durften und mit einem traditionellen Tanz begrüßt wurden. Leider sahen wir am Lake Manyara nicht die berühmten Baumlöwen, dafür fanden wir uns zwei mal mitten in einer Elefantenherde wieder, beobachteten Giraffen, Kaffernbüffel, Hippos, Hornraben, Zebras und Giraffen,….

Nach dem Lake Manyara erforschten wir den Ngorongoro Krater, einen Biossphärenpark, in dem in herrlicher Natur Menschen (Massai) und Tiere zusammenleben. Wir suchten Nashörner, von denen es noch ein paar in diesem erloschen Riesenkrater gibt, bekamen aber leider keine vor die Linse. Dafür viele Kaffernbüffel, Adler, Gazellen und dann erlegte eine Löwin vor unseren Augen eine Thomson Gazelle. Das Ganze passierte in Bruchteilen einer Sekunde und die Löwin schleppte ihre Beute zu ihren Jungen. Nach dem Ngorongoro Krater folgte der spannendste Teil der Safari: Wir besuchten die Serengeti. Wir nächtigen auf einem Zeltplatz mitten in der Wildnis, praktisch inmitten einer Herde Kaffernbüffel, die vor unseren Zelten rumlagen und grasten und sahen unzählbare Tiere: Gazellen, Elefanten, Büffel, Löwen, Leoparden, Hippos, leider wieder kein Nashorn und dann die große Tierwanderung: Die “Big Migration”; abertausende Gnus, die den Mara Fluss überqueren müssen, in dem hungrige Krokodile lauern. Auf der anderen Seite des Mara Flusses, in Kenia warteten schon jene Artgenossen, die es bereits geschafft hatten.

Nervosität machte sich breit in der Gnu- Riesenherde. Sie kehrten um, als hätten sie kollektiv beschlossen, die gefährliche Querung erst am nächsten Tag zu wagen, aber dann- plötzlich- kam Bewegung in die Herde und die Tiere stürzten sich in den Mara Fluss. Drei schafften es leider nicht, wurden Opfer der hungrigen Reptilien, aber die meisten schafften die gefährliche Reise.

Nach der Serengeti besuchten wir noch den Lake Natron, welcher schon von der Ferne pink schimmert- der tausenden Flamingos wegen. Mein Sohn und sein Vater wagten den nächtlichenAufstieg auf den fast 3000m hohen Vulkan Ol Doinyo Lengai, dem “Berg Gottes”, während die “Kleine” und ich gemütlich im Zelt schliefen.

Nach der Safari fuhren wir mit dem Bus nach Moshi. Schon von der Terrasse unseres Guest Houses Kindoroko Hotel aus sahen wir den Kilimanjaro. Im Kindoroko Hotel arbeiten sowohl der freundlichste Rezeptionist wie auch der freundlichste Kellner, die ich je erlebt habe! Wir unternahmen einen Ausflug zu einem Bio Kaffeebauern, verfolgten den Weg der Kaffeeernte und kosteten und kauften köstlichen Biokaffee.

Nach Tansania ging es noch auf die Seychellen. Nach einem kurzen Aufenthalt auf Mahe fuhren wir mit der Fähre nach Praslin. Wir wanderten im Valee de Mai, einem Urwald, den es seit der Zeit der Dinosaurier gibt und fühlten uns wie im Urkontinent Pangea. Bei einem Ausflug auf die Insel Curieuse besuchten wir die Riesenschildkröten und schnorchelten in einem Korallenriff, welches arg in Mitleidenschaft gezogen war. Seit einer Korallenbleiche im Jahr 1998 hat sich das Riff nicht mehr erholt. Wir waren verwundert, dass in dem fast toten Riff sich noch so viele bunte Fische tummelten.

Etwas bedrückt schnorchelte ich durch das Riff und versuchte mir vorzustellen, wie es hier wohl vor 1998 ausgesehen haben mag, als das Riff noch gesund und bunt war. Die etwa 150 Riesenschildkröten auf Curieuse waren alle ganz zutraulich und genossen Streicheleinheiten. Ei ganz durstiges Weibchen, welche etwas von ihren Artgenossen abgekommen war, trank sogar Wasser aus einer Flasche!

Nach Praslin ging es mit der Fähre über eine stürmische See nach La Digue. La Digue ist eine kleine Insel, auf der nur wenigen Autos fahren und dafür umso mehr Radfahrer. Leider gibt es kaum mehr Ochsenkarren, aber wir konnten einen der 3 Ochsenbesitzer für eine gemütliche Fahrt zum Anse Source d’Argent gewinnen. Das herrliche an La Digue ist, dass es kaum Verkehr gibt, kaum Luxusressorts, aber viele einfache Guesthouses, Take aways, einfache Restaurants, wunderschöne Strände und üppige Natur!

Wir durften bei einer Schnorcheltour noch mit einer Meresschildkröte schwimmen, sahen Seesterne und einen Stachelrochen.

Bei den vielen Eindrücken verging die Zeit natürlich viel zu schnell, aber da Reisen bekanntlich auch Abenteuer im Kopf sind, können wir uns immer wieder an Tansania und seine wurnderbare Tierwelt und seine zufriedenen Menschen, die in einfachsten Verhältnissen leben und dennoch glücklich sind, wie auch an die herrlichen Inseln der Seychellen mit ihren puderweichen Stränden, der wilden Natur und den freundlihen Menschen zurückerinnern!!

Hier ein paar Highlights  unserer dreiwöchigen Afrikareise nach Tansania und auf die Seychellen:

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